Der Programmentwurf enthält zahlreiche wirtschaftspolitische Einzelmaßnahmen und Zielsetzungen, die den Anspruch einer modernen, sozial-ökologischen Wirtschaftspolitik tragen. Was bislang fehlt, ist die verbindende Erzählung, die diese Elemente in einen gemeinsamen Zusammenhang stellt.
Der neue Absatz benennt das Problem, auf das diese Maßnahmen antworten: Zu viel von dem, was NRW erwirtschaftet, geht verloren. Er zeigt das an vier Beispielen, die der Entwurf an anderer Stelle selbst behandelt: Energieimporte, Rohstoffe, Innovationen und Fachkräfte. Die gemeinsame Antwort lautet „Wertschöpfung, die bleibt". Damit verbindet der Absatz Energie-, Industrie-, Kreislauf- und Fachkräftepolitik zu einer gemeinsamen wirtschaftspolitischen Perspektive.
Das Leitmotiv wurde von der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft NRW im Positionspapier „Wie wir mit einem starken, grünen Wirtschaftsnarrativ erfolgreich auf die Landtagswahl 2027 vorbereitet sind" entwickelt und am 14. Juli 2026 beschlossen. Es wurde dort als wirtschaftspolitisches Dachnarrativ vorgeschlagen.
Der Absatz macht greifbar, was grüne Wirtschaftspolitik für Betriebe, Beschäftigte und Kommunen bedeutet: Was in NRW erarbeitet wird, soll in NRW ankommen. Und heutige Wertschöpfung soll nicht auf Kosten kommender Generationen erfolgen, sondern regenerativ sein um sowohl unsere natürlichen Lebensgrundlagen als auch die wirtschaftliche Gestaltungskraft unserer Enkel*innen zu wahren. Das spricht auch Menschen an, für die Wirtschaft das wichtigste Thema der Landtagswahl ist. Die Ergänzung gibt dem wirtschaftspolitischen Teil des Wahlprogramms ein gemeinsames Leitbild und macht ihn verständlicher.