Anlass des Änderungsantrags sind die Planungen des Fernleitungsnetzbetreibers Open Grid Europe (OGE) für eine CO₂-Transportleitung im Zusammenhang mit dem Delta-Rhine-Korridor. Mögliche Trassenverläufe gefährden FFH- und Naturschutzgebiete, unter anderem in Nettetal und im Duisburger Stadtwald. Diese Planungen zeigen, warum der Ausbau einer CO₂-Infrastruktur klare Leitplanken für Klimaschutz, Bedarf und Naturschutz braucht.
Die Beschränkung auf tatsächlich unvermeidbare Prozessemissionen verhindert, dass „schwer vermeidbar“ zum dauerhaften Ausnahmetatbestand wird. Was unvermeidbar ist, muss anhand technischer Entwicklungen regelmäßig neu bewertet werden. Eine bedarfsgerechte Dimensionierung und der Ausschluss von CO₂ aus fossiler Energieerzeugung sollen verhindern, dass die Infrastruktur fossile Geschäftsmodelle künstlich verlängert.
Geschützte Lebensräume dürfen dabei nicht beeinträchtigt werden. Für Nettetal haben wir uns deshalb bereits für einen Verlauf entlang der A40 und der B221 ausgesprochen, sofern die Pipeline realisiert wird. Der Antrag überführt diese Position in grundsätzliche Anforderungen: Emissionsvermeidung zuerst, CO₂-Infrastruktur nur für unvermeidbare Restemissionen und kein Ausbau auf Kosten geschützter Natur.
Der Vorschlag wird durch die Voten der Vorstände der grünen Ortsverbände Nettetal, Grefrath und Kempen sowie durch das Votum des Vorstands des grünen Kreisverbands Viersen gestützt.