Gerade im ländlichen Raum ist der eigene Pkw für viele Menschen mangels ausreichender Alternativen unverzichtbar. Ergänzende E-Carsharing-Angebote können hier eine wichtige Lücke schließen, individuelle Mobilität ermöglichen und dazu beitragen, dass weniger Menschen auf ein eigenes Auto angewiesen sind. Insbesondere können sie Zweit- und Drittwagen in Familien ersetzen, die häufig nur gelegentlich genutzt werden. Dadurch lassen sich nicht nur Kosten für die Haushalte einsparen, sondern auch der zunehmende Parkraumdruck in ländlichen Städten und Gemeinden reduzieren.
Durch die Verknüpfung mit dem ÖPNV und Mobilstationen können E-Carsharing-Angebote wirksam in ein verlässliches, klimafreundliches Mobilitätsnetz eingebunden werden. Neben professionellen Anbietern sollten deshalb auch gemeinschaftlich organisierte und private Carsharing-Initiativen stärker in den Blick genommen werden. Das Land sollte prüfen, wie solche Initiativen durch gezielte Förderung und Beratungsangebote bei Gründung, Organisation und Umsetzung unterstützt werden können. So stärken wir klimafreundliche Mobilität und die Lebensqualität auch dort, wo Bus und Bahn allein keine ausreichende Alternative zum eigenen Auto bieten.