NRW hat eine der dichtesten Gründungslandschaften Deutschlands, aber kein gemeinsames Schaufenster. In den vergangenen Jahren sind in allen Landesteilen leistungsfähige regionale Gründungs-Ökosysteme entstanden. Sie arbeiten jedoch weitgehend nebeneinander und konkurrieren um Mittel, Talente und Aufmerksamkeit. Ein landesweites System, das sie miteinander verbindet, gibt es bislang nicht. Dabei könnten gerade sie voneinander lernen, Kontakte teilen und Gründer*innen den Weg in andere Regionen und Branchen öffnen.
Private Formate leisten viel, sind jedoch oft teuer und richten sich vor allem an eine bereits etablierte Szene. Für Studierende, Gründungsinteressierte von kleineren Hochschulstandorten und den Mittelstand liegt die Hürde damit hoch. Ein jährlicher Gipfel des Landes bringt alle an einen Tisch und macht die Breite der Gründungsförderung sichtbar, von den Start-up Factories an Rhein und Ruhr bis zu den Gründungsnetzwerken in Ostwestfalen, im Münsterland oder im Sauerland. Wechselt die Ausrichtung jedes Jahr zwischen den Netzwerken, wird aus Konkurrenz Zusammenarbeit: Jede Region kann ihre Stärken zeigen, und das Land muss keine neue Veranstaltungsstruktur aufbauen.
Vorbilder spielen bei der Entscheidung für eine Gründung eine zentrale Rolle, besonders für Frauen und Menschen ohne unternehmerischen Familienhintergrund. Der Gipfel soll bestehende Formate nicht ersetzen, sondern sie bündeln und ihnen eine landesweite Bühne geben.