Das Ziel von Paris 2015, die 1,5 Grad globale Erwärmung in Bezug zum vorindustriellen Wert nicht zu überschreiten, ist gemäß dem UN Report vom September 2026 nicht mehr zu halten. Schon im Jahr 2024 wurde zum ersten Mal diese Schwelle mit 1,51 Grad überschritten. Eigentlich war von einem Reaktionszeitraum bis zum Ende des Jahrhunderts, also 2100, ausgegangen worden. Dieser neue Umstand muss in alle Planungen zum Klimaschutz berücksichtigt werden.
Als neuer Handlungspfad wird seitens der UNEP vorgeschlagen, bis 2050 die Netto-Null-Emission zu erreichen. D.h. wir dürfen nur noch so viel CO2 erzeugen, wie von natürlichen Senken aufgefangen werden kann. Da viele von diesen Senken gerade ihre Kapazitätsgrenzen (Ozeane, Wälder) erreichen, kann man eigentlich davon ausgehen, dass wir als Menschheit keinerlei Spielraum mehr für zusätzliche CO2 Emissionen haben.
Danach wird es erforderlich sein, CO2 aus der Atmosphäre in großen Mengen zu absorbieren. Dies kann nur erfolgreich sein, wenn bis dahin zusätzlich geschaffene, natürliche und einsatzfähige, technische Senken (CDR-Maßnahmen) zur Verfügung stehen.
Deswegen lautet das Ziel im Klimaschutz nicht mehr „klimaneutral“ sondern „klimapositiv“ zu handeln.
| Kapitel: | Ein Land der Innovation und Nachhaltigkeit |
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| Antragsteller*in: | Claudine Schulz (KV Aachen) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 26.10.2026, 23:50 |