Die Anschlusssicherung scheitert in der Praxis massiv an fehlender Kommunikation zwischen den Verkehrsunternehmen. Aktuell obliegt die Entscheidung über das Warten auf Anschlussfahrgäste den isoliert arbeitenden Leitstellen der einzelnen EVU und Busunternehmen. Im operativen Alltag fehlt den Disponentinnen und Disponenten schlicht die Datengrundlage, da Reiseketten und Verspätungen systemübergreifend nicht ausgetauscht werden. Das führt zu dem absurden Zustand, dass selbst X-Busse, deren primäres Konzept die Schließung von Lücken im Schienennetz ist, häufig pünktlich abfahren, während der verspätete Anschlusszug gerade einfährt. Besonders in den Tagesrandzeiten, wenn der nächste Takt erst eine Stunde später fährt, zerstört ein verpasster Anschluss das Vertrauen in den ÖPNV vollständig. Eine digitale, landesweite Plattform zum Datenaustausch, gepaart mit einer App-Funktion zur Vormeldung durch die Fahrgäste (wie in Bayern bereits erprobt), gibt den Leitstellen das nötige Werkzeug an die Hand, um Verbindungen kundenorientiert und verlässlich zu steuern.
| Kapitel: | Ein Land der Innovation und Nachhaltigkeit |
|---|---|
| Antragsteller*in: | KV Wesel (dort beschlossen am: 28.10.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | Gestern, 10:12 |