Die Ergänzung um die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) trägt den aktuellen Entwicklungen in der nordrhein-westfälischen Stahlindustrie Rechnung. Bei HKM in Duisburg ist der größte Elektrolichtbogenofen Deutschlands und der zweitgrößte Europas geplant. Mit einer Kapazität von bis zu 2,5 Millionen Tonnen Stahl jährlich ist das Projekt ein bedeutender Schritt zur klimafreundlicheren Stahlproduktion.
Die industriepolitische Bedeutung des Vorhabens wurde zuletzt auch durch den Besuch von Ministerpräsident Hendrik Wüst am 19. Oktober 2026 unterstrichen.
Neben der Direktreduktionsanlage bei thyssenkrupp Steel steht damit auch bei HKM ein konkretes Transformationsprojekt im Mittelpunkt. Gleichzeitig sollten die Spezialstahlhersteller berücksichtigt werden, die teilweise bereits seit Jahren auf strombasierte Produktionsverfahren setzen und ebenfalls vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen stehen.
Die Ergänzung bildet die Vielfalt der Stahlindustrie in NRW und ihre unterschiedlichen Transformationswege ab und unterstreicht die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für klimafreundliche Produktion und den Erhalt industrieller Arbeitsplätze.
Mit den Deutschen Edelstahlwerken wird zudem ein bedeutender Spezialstahlhersteller berücksichtigt, der unter anderem hochwertige Werkzeugstähle, Edelbaustähle und rostfreie Stähle produziert und am Standort Witten bereits seit Jahrzehnten auf Elektrostahlproduktion setzt. Die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die angekündigte Schließung der Stahlerzeugung in Siegen zeigen, dass auch Unternehmen, die bereits auf strombasierte Produktionsverfahren setzen, unter erheblichem Wettbewerbsdruck stehen.