Eine klare Aussage zum Preis, die wir später auch am Wahlkampfstand so wiederholen können. Und auch zur Preisbidung - denn ein günstiger Preis nützt wenig, wenn er ständig erhöht wird.
Die Erfolgsgeschichte des 9-€-Tickets bestand auch darin, dass es zum einen vielen Menschen mit geringem Einkommen erstmalig freie Mobilität (und gesellschaftliche Teilhabe) ermöglichte und zum anderen viele Autofahrende zum Umstieg auf ÖPNV bewegte. Diese positiven Effekte werden jedoch mit jeder Preiserhöhung immer geringer. Zwar wird z. B. mit sozialen Tickets dagegen gesteuert. Deutlich besser und einfacher wäre jedoch ein angemessener, bezahlbarer Preis für alle.
Natürlich führt ein niedrigerer Ticketpreis auch zur Finanzierungsfrage. Fakt ist aber auch, dass der ÖPNV seit jeher mehr oder weniger ein Zuschussgeschäft war und ist: Egal ob bei 9 €, 49 €, 58 €, 63 €, 66,80 € oder auch in der Vergangenheit bei Abos für 100 €+. Das ist auch in Ordnung, denn der ÖPNV gehört zur Daseinsvorsorge. Die Politik muss dies anerkennen und den ÖPNV angemessen finanziell ausstatten.
Dass es eine Bundesentscheidung ist, ist uns bewusst. Wenn die NRW-Landesregierung sich aber dafür einsetzt, hat das Gewicht.