1. Fossilfreie Notstromversorgung
Die Ablehnung fossiler Stromerzeugung muss konsequenterweise auch für die Notstromversorgung gelten. Dieselaggregate sind bislang eine verbreitete Lösung zur Absicherung von Rechenzentren. Wir wollen deshalb den Einsatz fossilfreier Alternativen voranbringen und die rechtlichen Voraussetzungen für deren verbindliche Berücksichtigung schaffen.
2. Abwärmenutzung und kommunale Wärmeversorgung
Die Abwärme großer Rechenzentren ist eine wertvolle Energiequelle. Ihre Nutzung darf nicht daran scheitern, dass am Standort noch kein Wärmenetz vorhanden ist. Betreiber und Kommunen sollen gemeinsam Lösungen für die technische Erschließung und Finanzierung entwickeln, damit die nutzbare Wärme der örtlichen Versorgung zugutekommt.
3. Standortsteuerung und Flächenschutz
Rechenzentren haben einen erheblichen Flächen- und Infrastrukturbedarf. Mit landesplanerischen Vorgaben und deren Konkretisierung in den Regionalplänen wollen wir ihre Ansiedlung stärker auf geeignete Standorte lenken. Bereits versiegelte Flächen sowie Gewerbe- und Industriebrachen sollen Vorrang erhalten. Eine vorausschauende Standortwahl kann zudem die Abwärmenutzung erleichtern.
4. Schutz des lokalen Klimas
Rechenzentren geben Wärme an ihre Umgebung ab und können insbesondere während sommerlicher Hitzeperioden zusätzliche Belastungen verursachen. Die Bauleitplanung für das Microsoft-Rechenzentrum in Bergheim-Paffendorf weist bereits auf mögliche lokale Erwärmungseffekte hin. Deshalb wollen wir verbindliche Anforderungen entwickeln, die Auswirkungen auf die Umgebungstemperaturen bereits in der Planung untersuchen und im laufenden Betrieb überprüfen.
5. Transparenz und kommunale Beteiligung
Große Rechenzentren beeinflussen Energie- und Wasserbedarf, Infrastruktur und kommunale Entwicklung. Kommunen benötigen frühzeitig belastbare Informationen, um Chancen und Belastungen beurteilen und ihre Bürger*innen nachvollziehbar informieren zu können. Das Land soll sie dabei unterstützen und eine transparente Bewertung von Beschäftigungseffekten und kommunaler Wertschöpfung ermöglichen.
Quellen
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Stadt Bergheim, Bebauungsplan Nr. 308/Pa „Nordwestl. K 41“, Begründung, S. 65: Auswirkungen auf das lokale Klima.
https://ratsinfo.bergheim.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZbDsDf4VDt-2yocSfpD1JRAtmwkUN9mzMR04mYItU513/09_BP_308_Pa_Begruendung_11.04.2025.pdf