Für viele Wildtierarten lässt sich eine artgerechte Unterbringung in zoologischen Einrichtungen nur schwer bzw. je nach Art gar nicht realisieren, was regelmäßig zu Verhaltensstörungen bei den Tieren und tierschutzethischen Konflikten bei den Menschen führt. Gleichzeitig leisten Zoos im Verhältnis zu ihren Kapazitäten einen geringen Beitrag zur tatsächlichen Wiedereingliederung bedrohter Arten in die freie Wildbahn. Auch eine zukunftsfähige Umweltbildung muss über die bloße Präsentation von Exoten hinausgehen und das Bewusstsein für reale ökologische Zusammenhänge schärfen.
Demgegenüber steht ein massiv überlasteter lokaler Wildtierschutz: Heimische Auffangstationen und Pflegestellen stoßen flächendeckend an ihre Belastungsgrenzen. Mit diesem Änderungsantrag wird die Weiterentwicklung von zoologischen Einrichtungen klar ausgerichtet: Zoos sollen ihre Expertise, Infrastruktur und Mittel noch gezielter dort einsetzen, wo ein direkter Nutzen entsteht – beim Schutz heimischer Arten, bei konkreten Auswilderungsprojekten und als starke Partner für den regionalen Tier- und Naturschutz.