Die gesellschaftlichen Ansprüche an die landwirtschafliche Tierhaltung haben sich deutlich verändert. Diesen Ansprüchen muss eine zukunftsfähige Landwirtschaft gerecht werden. Der Umbau der Tierhaltung erfordert allerdings hohe Investitionen in Stallumbauten und verursacht durch höhere Tierwohlstandards zusätzliche laufende Kosten. Damit diese Kosten nicht allein bei den landwirtschaftlichen Betrieben liegen und tiergerechtere Haltungsformen wirtschaftlich tragfähig werden, brauchen wir eine langfristig verlässliche Finanzierung und die Wiederaufnahme des Bundesprogramms Umbau der Tierhaltung.
Die Beendigung der Anbindehaltung muss durch unbürokratische Beratung, gezielte Förderung und faire Übergangsfristen begleitet werden, damit auch kleinere und mittlere Betriebe die notwendigen Umbauten planen und finanzieren können, ohne ihre wirtschaftliche Existenz zu gefährden.
Die Weidetierhaltung wollen wir gezielt fördern, weil Weidegang den natürlichen Verhaltensbedürfnissen der Tiere entgegenkommt und extensiv genutztes Grünland Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten bietet. Zugleich speichert Dauergrünland Kohlenstoff, schützt Böden und unterstützt den Wasserrückhalt in der Landschaft. Mit gezielter Unterstützung wollen wir deshalb den Rückgang der Weidetierhaltung aufhalten und diese Leistungen für Tierwohl, Artenvielfalt und Klima langfristig sichern.