Die Vermeidung von Verpackungsabfällen ist ein zentraler Baustein einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Mehrwegsysteme setzen bereits bei der Entstehung von Abfällen an und können Ressourcenverbrauch, Abfallmengen und Umweltbelastungen deutlich reduzieren. Gerade in der Gastronomie, im Handel und bei Veranstaltungen bestehen noch erhebliche Potenziale, die bislang unter anderem durch fehlende Rückgabe- und Spülinfrastruktur sowie hohe organisatorische Kosten für
kleinere Betriebe begrenzt werden.
Der Änderungsantrag knüpft an die Ziele der NRW-Kreislaufwirtschaftsstrategie und der Bioökonomiestrategie an und konkretisiert deren Umsetzung. Gemeinsame, anbieterübergreifende Mehrwegsysteme erleichtern die Nutzung für Verbraucher*innen und schaffen wirtschaftliche Vorteile für Betriebe. Die öffentliche Hand kann dabei eine wichtige Vorbildfunktion übernehmen.
Zugleich ist der Ersatz fossiler durch biobasierte Kunststoffe nicht automatisch mit einer besseren Umweltbilanz verbunden. Biobasierte Materialien sind nicht zwangsläufig biologisch abbaubar oder problemlos recycelbar. Deshalb müssen die tatsächliche Ressourcenschonung, Kreislauffähigkeit und Umweltwirkung entscheidend für eine Förderung sein. Eine wissenschaftliche Evaluation ermöglicht es, Fördermittel gezielt dort einzusetzen, wo nachweislich Abfälle vermieden und Ressourcen eingespart werden.
| Kapitel: | Ein Land der intakten Lebensgrundlagen |
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| Antragsteller*in: | LAG Ressourcenwirtschaft (dort beschlossen am: 22.10.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | Gestern, 08:18 |