Wer Flächen entsiegeln und Hitzeinseln gezielt entschärfen will, braucht zuerst Daten. Welche Quartiere heizen sich im Sommer besonders auf? Wo ist der Versiegelungsgrad hoch? Ohne die Karten lässt sich nicht entscheiden, wo eine Entsiegelung den größten Nutzen bringt. Eine Großstadt kann die Analyse beauftragen, eine kleine Gemeinde oft nicht. Dabei enden Hitzeinseln ebenso wenig an Gemeindegrenzen wie Starkregenereignisse.
Auf eine gute Grundlage kann NRW aufbauen. Mit dem Klimaatlas NRW und weiteren Fachinformationssystemen stellt das Land den Kommunen schon heute umfangreiche Daten bereit, und das Klimaanpassungsgesetz NRW verpflichtet es dazu, Datengrundlagen zur Verfügung zu stellen. Dieses Prinzip wollen wir konsequent ausbauen: Daten werden einmal zentral nach einheitlichen Standards erhoben, aufbereitet und landesweit allen Kommunen zur Verfügung gestellt.
Das spart Geld, weil nicht jede Kommune in NRW dieselbe Arbeit doppelt macht. Es schafft einheitliche Standards, die Planungen vergleichbar machen und die interkommunale Zusammenarbeit erleichtern. Und es stärkt gerade die Kommunen mit den geringsten Kapazitäten.
In Zeiten knapper Haushalte kann das Land nicht jede notwendige Förderung im gewünschten Umfang bereitstellen. Umso wichtiger sind Instrumente, die mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz viel bewirken. Zentrale Datenangebote sind ein solches Instrument: Sie entlasten die Kommunen unmittelbar und beschleunigen Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort.