Der Abbau von Kies und Sand beansprucht Flächen und kann erhebliche Eingriffe in Landschaft, Natur und Wasserhaushalt verursachen. Deshalb muss sich die planerische Sicherung neuer Abbauflächen am tatsächlich erforderlichen Rohstoffbedarf orientieren.
Mit der Weiterentwicklung des Landesentwicklungsplans NRW wird bereits ein Degressionspfad für die Sicherung von Kies und Sand verfolgt. Dabei sollen insbesondere Recyclingpotenziale, Substitutionsmöglichkeiten und rohstoffsparende Bauweisen berücksichtigt werden. Der Änderungsantrag greift diesen Ansatz auf und betont, dass die entsprechenden Einsparpotenziale bei der Ermittlung des regionalen Rohstoffbedarfs vollständig und auf Grundlage des jeweils aktuellen Stands der Technik einzubeziehen sind.
Entscheidend ist, dass die Ausweisung neuer Abbauflächen nicht allein aus der Fortschreibung bisheriger Fördermengen abgeleitet wird. Stattdessen müssen auch die technisch und tatsächlich verfügbaren Möglichkeiten berücksichtigt werden, Primärrohstoffe durch Recyclingmaterialien und andere geeignete Baustoffe zu ersetzen.
So können Flächeninanspruchnahme und Eingriffe in die Natur begrenzt werden, ohne die Versorgung mit notwendigen Baurohstoffen aus dem Blick zu verlieren.