„Die Afrikanische Schweinepest (ASP) stellt für Menschen und andere Haus- oder Nutztiere keine Gefahr dar.“ (Aktuelle Lage der Afrikanischen Schweinepest | LAVE NRW) Dennoch sind seit Bekanntwerden des Seuchenausbruchs in NRW im Juni 2025 zum Schutz der Schweinefleischindustrie für viele Millionen Euro hunderte Kilometer Zaun rund um die jeweiligen Kernzonen sowie Schutzzonen II in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und Hochsauerland errichtet worden – mit schwerwiegenden Folgen für Wildtierpopulationen. Der Zaunbau erfolgt ohne Erläuterung wissenschaftlicher Grundlagen und ohne Inkenntnissetzung der örtlichen Bevölkerung. Aus anderen Bundesländern ist bekannt, dass die Seuche trotz großflächigen Zaunbaus immer wieder neu ausbricht (z.B. in Brandenburg). Es ist nicht länger vertretbar, Steuergelder in großem Umfang allein zum Schutz wirtschaftlicher Interessen von Massentierhaltungsbetrieben auszugeben und damit zugleich für eine massive Gefährdung von Wildtieren zu sorgen, die an ihren natürlichen Wanderbewegungen gehindert werden.
| Kapitel: | Ein Land der intakten Lebensgrundlagen |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Alrun Hoffmann-Krönert (KV Siegen-Wittgenstein) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 31.10.2026, 13:56 |