Artenschutz by Design oder wie das von der TUM konzipierte Animal-Aided Design® ist wissenschaftlich fundiert und in der Praxis erprobt. Günstig, wenn es früh eingeplant wird. Entwickelt haben es Thomas E. Hauck (Uni Kassel, heute TU Wien) und Wolfgang W. Weisser (TU München). Das Bundesamt für Naturschutz hat 2021 beschrieben, wie sich die Methode in Planungsverfahren einbinden lässt.
Erfahrungen aus Modellprojekten:
- München, Brantstraße (GEWOFAG): Nachverdichtung mit Zielarten Grünspecht, Haussperling, Igel und Zwergfledermaus; daraus entstand ein Leitfaden für Kommunen und Planende. Lehre: Standardpflege passt nicht zu tiergerechten Flächen, Bewohner*innen müssen aktiv eingebunden werden.
- Ingolstadt, Stargarder Straße (GWG): 35 Nisthilfen mit 57 Brutkammern, 5 Fledermaussysteme mit 86 Einflugöffnungen, Gründächer mit Totholz. Kosten der Fassadenmaßnahmen rund 0,06 % der Baukosten; Meisen und Hausrotschwanz brüteten schon bald. Lehre: früh planen, Einbaudetails mit Architekt*innen klären.
- NRW: Die Grundlagen sind da. Gebäudebrüter-Projekte der Biologischen Stationen im Ruhrgebiet, Beratung von Städten wie Köln und Münster, Fortbildungen der NUA. Was fehlt, ist der Schritt vom Ersatzquartier zum Planungsstandard.