Alte Bäume auf Schulhöfen und Kita-Geländen sind wichtig für die Klimaanpassung. Sie spenden Schatten, kühlen die Umgebung und schützen Kinder an heißen Tagen, wenn sie besonders gefährdet sind. Nachpflanzungen können diese Wirkung erst nach Jahrzehnten ersetzen.
Gleichzeitig müssen bei Bau- und Umgestaltungsmaßnahmen zunehmend Rückhaltebecken und Entwässerungsanlagen eingeplant werden. Beides dient der Klimaanpassung und darf nicht gegeneinander ausgespielt werden. Häufig gibt es Alternativen: Wo bereits versiegelte Flächen oder Brachflächen genutzt werden, entsteht sogar ein doppelter Nutzen, weil dort zusätzlich entsiegelt werden kann.
Schul- und Kitabau liegt in kommunaler Verantwortung. Das Land kann aber über seine Förderprogramme Standards setzen. Die verpflichtende, dokumentierte Alternativenprüfung als Fördervoraussetzung macht Entscheidungen nachvollziehbar und sorgt dafür, dass der Baumschutz nicht nur auf dem Papier steht.