Wer Wasser und Strom als selbstverständliche Teile der öffentlichen Daseinsvorsorge definiert, kann dies für Wohnen schlecht verneinen. Ohne Wohnung bekommt man keinen Strom- oder Wasseranschluss. Nichts ist elementarer für ein menschenwürdiges, sicheres und gesundes Leben als bezahlbarer Wohnraum.
Und Wien macht es vor: Bei einem hohen Anteil von Wohnungen in öffentlicher Hand bleiben die Mietpreise besonders stabil. Denn im Gemeineigentum liegt (wie bei Genossenschaften) über notwendige Renditen für den Substanzerhalt hinaus kein inheräntes Interesse an Mietsteigerungen.
Die Fehlentwicklung der massenhaften Privatisierung von Wohnungsbaugesellschaften vor der Jahrtausendwende fällt uns jetzt auf die Füße.
Öffentlich geförderte Wohnungen sind in diesem Absatz nicht als Alternative, sondern ebenso wichtiger Baustein zu sehen. Da Sozialbindungen aber maximal 25-30 Jahre gelten und danach teuer verlängert werden müssen, haben diese einen weniger nachhaltigen Effekt auf das Mietpreisniveau.
Beim Thema Wohnen gibt es nicht die eine perfekte Lösung. Wir müssen den ganzen Werkzeugkasten für bezahlbares Wohnen nutzen.
| Kapitel: | Ein Land der Solidarität |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Marc Kersten (KV Köln) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 25.10.2026, 23:37 |