Eine verbindliche Pflegebedarfsplanung ist nur erfolgreich, wenn sie alle Bereiche und Zielgruppen umfasst, die von Pflege betroffen sind. Neben älteren Menschen sind dies zunehmend auch jüngere Menschen. Wir sprechen hier auch von „Junger Pflege“. Auch muss die Planung alle Versorgungsformen mit in den Blick nehmen. So sind zur Sicherung einer umfassenden Pflege (24/7) neben stationären Angeboten auch ambulante Angebote wie die Pflegewohngemeinschaften in den Blick zu nehmen und zu fördern.
Darüber hinaus besteht in der Entwicklung und dem Ausbau neuer Pflege- und Unterstützungsformen zunehmend Handlungsbedarf. „Pflege im Quartier“ - träger- und sektorübergreifend wird zukünftig zusammen mit Nachbarschaft, zivilgesellschaftlichen Initiativen und unter Einbeziehung von Zu- und Angehörigen (Caring Community) eine immer stärkere Rolle spielen in der Versorgung und Sicherstellung der Pflege vor Ort. Hierzu müssen gute Rahmenbedingungen geschaffen werden.