Junge Menschen, die die stationäre Jugendhilfe verlassen, stehen beim Übergang in ein selbstständiges Leben vor besonderen Herausforderungen. Anders als viele Gleichaltrige können sie häufig nicht auf die finanzielle und organisatorische Unterstützung ihrer Familien zurückgreifen. Insbesondere auf dem angespannten Wohnungsmarkt erschwert dies die Suche nach einer geeigneten Wohnung und erhöht das Risiko von Wohnungslosigkeit.
Zwar besteht grundsätzlich die Möglichkeit, auch über die Volljährigkeit hinaus Jugendhilfe zu erhalten, allerdings können langwierige Antrags- und Entscheidungsprozesse zu Unsicherheiten über die weitere Unterstützung und Wohnsituation führen. Für die betroffenen jungen Menschen kann dies erhebliche Existenzängste auslösen und den Übergang in ein selbstständiges Leben zusätzlich erschweren.
Deshalb braucht es frühzeitige, unkomplizierte Unterstützung bei der Wohnungssuche, verlässliche Anschlusslösungen und eine bedarfsgerechte Begleitung in die Selbstständigkeit. So soll verhindert werden, dass junge Menschen nach dem Ende der stationären Jugendhilfe ohne gesicherte Wohnperspektive dastehen.