Eine solidarische Gesundheitsversorgung endet nicht dort, wo Heilung nicht mehr möglich ist. Schwerstkranke und sterbende Menschen haben Anspruch auf eine würdevolle, selbstbestimmte Begleitung. Ihre Angehörigen brauchen ebenso verlässliche Unterstützung.
Besonders Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern tragen oft über Jahre eine enorme körperliche, emotionale und organisatorische Belastung. Kinderhospizarbeit bedeutet deshalb weit mehr als Sterbebegleitung: Sie schafft Lebensqualität, Entlastung und Halt, häufig bereits ab der Diagnose.
Hospiz- und Palliativversorgung darf weder vom Wohnort noch von der Eigeninitiative überlasteter Angehöriger abhängen. Dafür braucht es erreichbare Angebote, spezialisierte Fachkräfte und langfristig gesicherte Strukturen.
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das muss auch für seine letzte Lebensphase gelten und für die Familien, die diesen Weg mitgehen.