Der Verkauf der landeseigenen LEG war ein schwerer Fehler der schwarz-gelben Landesregierung im Jahr 2008. Das Tafelsilber wurde hier für einen kurzfristigen Netto-Erlös von 787 Millionen Euro verscherbelt. Seitdem hat die gegründete Aktiengesellschaft Dividenden in mindestens dreifacher Höhe ausgezahlt.
Schon damals waren wir GRÜNE gegen diese Privatisierung. Denn für uns ist Wohnen ein Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge, genauso wie Strom oder Wasser. Ohne Wohnen gibt es weder Strom- noch Wasseranschluss!
Um wieder mehr Spielräume für eigenes wohnungspolitisches Handeln zu gewinnen, wollen wir die erneute Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft, die auch bodenpolitische Akzente setzt und damit Spekulationsgeschäfte eindämmt, zumindest PRÜFEN. Dies fordert u.a. auch der Mieterbund NRW.
Eine neue LEG wäre eine gute Ergänzung zum geplanten Förderprogramm für kommunale Wohnungsbaugesellschaften. Bei weitem nicht jede Kommune hat eine solche Gesellschaft und nicht überall gibt es die politischen Mehrheiten, eine solche neu zu gründen.
Zudem geht es hier auch um die grundsätzliche DIREKTE Handlungsfähigkeit des Landes, damit politische Ziele wie bezahlbares Wohnen nicht NUR indirekt über die Kommunen umsetzbar sind.
| Kapitel: | Ein Land der Solidarität |
|---|---|
| Antragsteller*in: | LAG Soziales, Arbeitsmarkt und Beschäftigungspolitik (dort beschlossen am: 01.11.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | Heute, 17:50 |