Antimuslimischer Rassismus ist eine eigenständige Erscheinungsform von Rassismus, die in unserem Wahlprogramm ausdrücklich benannt werden sollte. Muslim*innen und Menschen, die als muslimisch wahrgenommen werden, erleben Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt. Diese Erfahrungen müssen in unserer politischen Programmatik sichtbar sein.
Der Programmentwurf setzt sich ausführlich mit der Bekämpfung von Islamismus und Antisemitismus auseinander. Das ist richtig und notwendig. Gleichzeitig sollte ebenso deutlich werden, dass wir uns entschieden gegen antimuslimischen Rassismus stellen. Das gehört zu einer konsequenten grünen Politik für Menschenrechte, Religionsfreiheit und gesellschaftliche Vielfalt.
Die allgemeine Formulierung „Rassismus in all seinen Formen“ reicht hierfür nicht aus. Die ausdrückliche Benennung macht spezifische Diskriminierungserfahrungen sichtbar und schafft die Grundlage für gezielte Prävention, Beratung und Unterstützung.
Mit der Ergänzung stärken wir die inhaltliche Ausgewogenheit und Glaubwürdigkeit unseres Wahlprogramms und unterstreichen, dass der Schutz vor Diskriminierung für alle Menschen gleichermaßen gilt.