Antiziganismus ist bis heute gesellschaftlich und institutionell wirksam. Die Auswertung von DINA NRW dokumentiert für das Jahr 2025 insgesamt 83 gemeldete antiziganistische Vorfälle in Nordrhein-Westfalen und verdeutlicht unter anderem Diskriminierungserfahrungen in Behörden und Bildungseinrichtungen. Der gemeinsame Jahresbericht der NRW-Meldestellen formuliert deshalb konkrete Handlungsempfehlungen, darunter die langfristige Absicherung unabhängiger Meldestrukturen, die Sensibilisierung staatlicher Einrichtungen und die Stärkung des Diskriminierungsschutzes.
Die Bekämpfung von Antiziganismus erfordert neben der Anerkennung historischer Verantwortung konkrete Maßnahmen für Prävention, Beratung, politische Bildung und den Abbau institutioneller Diskriminierung. Bestehende Strukturen in Nordrhein-Westfalen müssen hierfür langfristig gesichert und ihre Erkenntnisse stärker in politisches Handeln übersetzt werden.