Nordrhein-Westfalen verfügt als bevölkerungsreiches und dicht besiedeltes Bundesland über eine außergewöhnlich vielfältige Kulturlandschaft. Gerade angesichts des großen kulturellen Angebots eröffnet eine innovative Kulturvermittlung den Einrichtungen neue Möglichkeiten, Menschen zu erreichen, langfristig an sich zu binden und damit auch ihre wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit zu stärken. Zugleich kann partizipative Kulturvermittlung weit über die Gewinnung neuen Publikums hinausgehen: Sie schafft Räume für Begegnung, gesellschaftlichen Dialog und gemeinschaftliche Gestaltung und kann so wichtige gesellschaftliche Veränderungsprozesse anstoßen.
Eine besondere Rolle spielen dabei Vereine, freie Initiativen und selbstorganisierte Kulturprojekte. Sie sind Kristallisationspunkte gesellschaftlichen Zusammenhalts, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebenswelten durch gemeinsame kulturelle Aktivitäten Gemeinschaft erfahren und gestalten. Der Antrag zielt darauf, diese Potenziale zu stärken, neue Kooperationen zwischen etablierten Kulturinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zu ermöglichen und Kulturvermittlung als eigenständige, zukunftsweisende Aufgabe kulturpolitischer Förderung zu verankern.