Trans Personen haben eine deutlich erhöhte Suizidrate gegenüber der cis Bevölkerung. Eine Studie der UCLA School of Law hat 2023 anhand von Zensusdaten für die USA über die gesamte Lebensdauer, in 81,3% (34,5%) der Fällen Suizidgedanken, in 42% (10,6%) Suizidversuche ermittelt (Kidd et al., Psychiatry Research 326 (2023) 115339, doi: 10.1016/j.psychres.2023.115339). Ein sicherer Zugang zu Gesundheitsversorgung verringert die Suizidrate (Nieder et al., Der Nervenarzt 2017, 466, doi: 10.1007/s00115-017-0308-0 m. w. N.). Aktuell ist nach zwei Entscheidungen des Bundessozialgerichts (Az. B 1 KR 16/22 R; B 1 KR 28/23 R) bundesweit keine sichere und rechtssichere Gesundheitsversorgung von trans und nonbinären Personen mehr gewährleistet (Löwenberg et al., Gesundheitsrecht.blog 2024, Nr. 49, doi: 10.13154/294-12355; Ritter/Peters, MedR 2026, 224, doi: 10.1007/s00350-026-7274-0). Unklar ist noch, inwiefern davon auch inter Personen betroffen sind. Das versetzt trans, inter und nonbinäre Personen in psychische und physische Notsituationen. Eine vielfältige Gesellschaft funktioniert nur, wenn alle Menschen selbstbestimmt leben dürfen. Dafür braucht es jetzt eine Absicherung der Gesundheitsversorgung von trans, inter und nonbinären Personen, für die wir uns auf Bundesebene einsetzen können.
| Kapitel: | Ein Land der Vielfalt |
|---|---|
| Antragsteller*in: | LAG Queer (dort beschlossen am: 31.10.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | Gestern, 20:51 |