Die Herkunft und Geschichte von Kunst- und Kulturgütern sind untrennbar mit einer verantwortungsvollen Kulturpolitik verbunden. Dazu gehört auch, die Provenienz – also die Herkunft und Besitzgeschichte – von Kunstwerken, Sammlungsobjekten und Kulturgütern transparent zu machen und aufzuarbeiten.
Wir fordern den konsequenten Ausbau und die dauerhafte finanzielle Absicherung der Koordinationsstelle für Provenienzforschung in NRW (KPF.NRW). Sie muss als zentrale Drehscheibe für Beratung, Vernetzung und Begutachtung im Land weiter gestärkt werden.
Wir setzen uns dafür ein, dass Museen, Archive und Sammlungen in NRW die Provenienz ihrer Bestände systematisch erforschen und offenlegen. Dies gilt insbesondere für Objekte, die während der NS-Zeit, in der Kolonialzeit oder in anderen Unrechtskontexten ihren Weg in öffentliche oder private Sammlungen gefunden haben. Die Aufarbeitung von Unrechtskontexten und die Rückgabe von Kulturgütern an ihre rechtmäßigen Eigentümer:innen sind für uns ein Gebot der historischen Verantwortung und der Gerechtigkeit.
Setzen uns weiterhin für die Aufarbeitung des Unrechts durch deutschen Kolonialismus ein. Grundvoraussetzung dafür ist die Digitalisierung von Beständen in Kulturinstitutionen und deren umfassende wissenschaftliche Begleitung
Provenienzforschung ist auch ein Beitrag zur Erinnerungskultur. Sie macht die Geschichten hinter den Objekten sichtbar und würdigt die Schicksale der Betroffenen.
Wir wollen die Digitalisierung von Sammlungsbeständen in NRW massiv beschleunigen. Durch die Verknüpfung lokaler Forschungsdatenbanken mit nationalen und internationalen Plattformen machen wir Provenienzen transparent.
| Kapitel: | Ein Land der Vielfalt |
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| Antragsteller*in: | LAG Kultur NRW (dort beschlossen am: 30.10.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | Gestern, 22:25 |