Ehrenamtliches Engagement ist das Fundament unserer Zivilgesellschaft und darf weder vom Erwerbsstatus noch vom Lebensalter abhängen.
Gerade Menschen im Ruhestand bringen wertvolle Zeit, lebenslange Erfahrung und tiefgehende Kompetenzen in unsere Gemeinschaft ein. Um dieses Potenzial langfristig zu sichern, müssen wir verlässliche und gerechte Rahmenbedingungen schaffen. Die vorgeschlagene Erhöhung der Ehrenamtspauschale auf das Niveau der Übungsleiter-C-Pauschale ist dafür ein entscheidender Schritt zur Anerkennung tatsächlich entstehender Aufwendungen. Sie sorgt für einen barrierearmen Zugang zum Ehrenamt, indem sie sicherstellt, dass Engagement nicht vom eigenen Geldbeutel abhängt.
Gleichzeitig verlangen moderne Lebensrealitäten eine bessere Verzahnung von Ehrenamt, Beruf und Familie. Insbesondere im Bevölkerungsschutz und bei Rettungsdiensten muss die Vereinbarkeit von Ausbildung, Übungen und Einsätzen mit dem Privat- und Berufsleben durch praktikable Freistellungsregelungen und wirksame Anreize spürbar erleichtert werden. Eine Angleichung der Pauschalen setzt hier das notwendige Signal der Wertschätzung: Sie nimmt ehrenamtlich Aktiven finanzielle Sorgen, fördert die Qualifizierung und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt über alle Generationen hinweg.