Der Landtag hat im Januar 2026 mit den Stimmen aller demokratischen Fraktionen ein Landesaufnahmeprogramm für Ezid*innen beschlossen. Das Bundesinnenministerium hat das dafür nötige Einvernehmen am 13.03.2026 verweigert (Flüchtlingsrat NRW).
Einen Abschiebungsstopp nach § 60a Abs. 1 AufenthG kann das Land für bis zu drei Monate ohne Zustimmung des Bundes anordnen; erst für mehr als sechs Monate braucht es das Einvernehmen des Bundes. Diesen eigenen Hebel nutzt der Antrag, solange der Bund blockiert.
Das Grüne Bundestagswahlprogramm 2025 fordert ausdrücklich einen Abschiebestopp für Jesid:innen. Der Antrag setzt diese Beschlusslage in NRW um.