Antisemitismus, antimuslimischer und anti-Schwarzer Rassismus werden zu Recht benannt. Gleiches muss jedoch auch für anti-asiatischen Rassismus gelten.
Anti-asiatischer Rassismus hat einen starken historischen Bezug: Während des Kolonialismus gab es das Narrativ der "Gelben Gefahr".Während der NS-Zeit wurden hunderte von chinesischen Menschen in KZs inhaftiert und sowohl vor als auch nach der Wende gab es sehr viele Anschläge auf Einrichtungen für Asylbewerber*innen, in denen vietnamesische Vertragsarbeiter*innen untergebracht waren. Während derCorona-Pandemie gab es einen sehr großen Anstieg an anti-asiatischer-Rassismus, aufgrund dessen, dass COVID-19 erstmals in China entdeckt und einSündenbockgesucht wurde.
In Deutschland und Nordrhein-Westfalen leben mehrere hunderttausend Menschen mit ost- und südostasiatischen Wurzeln. Dennoch werden ihre Lebensrealitäten politisch und gesellschaftlich häufig unsichtbar gemacht. Anti-asiatischer Rassismus nimmt in öffentlichen Debatten bislang nur wenig Raum ein.
Doch deren Lebensrealitäten werden oft nicht ernstgenommen. Anti-asiatischer Rassismus nimmt in der Rassismus-Debatte kaum Platz ein, obwohl viele asiatische Menschen Diskriminierung erfahren. Viele asiatische Menschen werden z.B.als sogenannte "Vorzeigeminderheit" stilisiert und behandelt. Es werden ihnen ihre Erfahrungen mit Rassismus, und der einhergehenden Diskriminierung und Gewalt abgesprochen. Dies hat zur Folge, dass sich viele asiatische Menschen weder von Politik noch von der Gesellschaft gesehen fühlen.Das führt zu Politikverdrossenheit und psychischen Problemen undmuss sich ändern.