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            <title>Landesdelegiertenkonferenz 20./21. Juni 2026 in Troisdorf: Alles</title>
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                <title>Landesdelegiertenkonferenz 20./21. Juni 2026 in Troisdorf: Alles</title>
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                        <title> Raoul Roßbach</title>
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                        <author>Raoul Roßbach (KV Herne)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><h2>Angaben</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Alter :</dt><dd>39</dd><dt>Geschlecht:</dt><dd>M</dd><dt>Kreisverband :</dt><dd>Herne</dd><dt>Bezirksverband:</dt><dd>Ruhrgebiet</dd></dl><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Liebe Freund*innen,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>das Amt der politischen Geschäftsführung hat viele Zuständigkeiten, für mich aber vor allem eine Aufgabe: Die Voraussetzungen schaffen, dass wir als Partei erfolgreich sein können. Dafür sorgen, dass Teams funktionieren, Informationen fließen, Konflikte geklärt werden, wir uns weiterentwickeln und aus politischen Zielen konkrete Handlungsfähigkeit wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Landesverband hat diese Aufgabe immer einen Zielpunkt: die Landtagswahl. Wir haben die letzten Jahre genutzt, um uns systematisch vorzubereiten. Wir sind an Verantwortung gewachsen: politisch, als Führungsteam und als Organisation. Wir haben unsere Partei moderner, kampagnenfähiger und schlagkräftiger gemacht, gemeinsam mit den Kreisverbänden unsere Strukturen weiterentwickelt und in der Landesgeschäftsstelle ein starkes Team aufgebaut. Mit 38.000 Mitgliedern sind wir 12.000 Mitglieder mehr als zur letzten Landtagswahl.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir sind vorbereitet, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns. Ich möchte gemeinsam mit Euch erneut einen Landtagswahlkampf auf die Beine stellen, der Maßstäbe setzt und uns so stark wie möglich macht. Nicht als Selbstzweck, sondern weil wir viel vorhaben mit diesem Land. Wir wollen es mutig in die Zukunft führen und zur ersten klimaneutralen Industrieregion machen. Mit Mona hat sich NRW einen Spitzenplatz beim Ausbau der Erneuerbaren erarbeitet. So werden wir jeden Tag unabhängiger und schaffen die Grundlage für nachhaltigen und sicheren Wohlstand.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir wollen das Land in seiner Vielfalt zusammenhalten und Chancen und Sicherheit für alle bieten. Dafür braucht es gerade in diesen Zeiten: gute Konzepte, die kommunikative Kraft, Menschen für diesen Weg zu gewinnen, aber auch die Bereitschaft, mit Partnern fair und professionell an der Zukunft dieses Landes zu arbeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich bin überzeugt: Wir haben alles, was wir brauchen, um diese Landtagswahl zu meistern und NRW weiter voranzubringen. Daran möchte ich in einem starken Team mitarbeiten. Deshalb bitte ich Euch erneut um Euer Vertrauen.</p></div></div><h2>Social Media</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Mailadresse:</dt><dd>raoul.rossbach@gruene-nrw.de</dd><dt>Instagram:</dt><dd>https://www.instagram.com/raoulrossbach</dd><dt>Facebook:</dt><dd>https://www.facebook.com/raoul.rossbach</dd></dl>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 20 May 2026 14:33:57 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title> Anja von Marenholtz</title>
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                        <author>Anja von Marenholtz-Diemer (KV Rhein-Erft-Kreis)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/ldk26/anja-von-marenholtz-31593/viewimage?sectionId=58658" alt="Foto"><h2>Angaben</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Alter :</dt><dd>55</dd><dt>Geschlecht:</dt><dd>F</dd><dt>Kreisverband :</dt><dd>Rhein-Erft Kreis</dd><dt>Bezirksverband:</dt><dd>Mittelrhein</dd></dl><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Liebe Freund*innen,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>seit acht Jahren darf ich als Landesschatzmeisterin Verantwortung für unseren Landesverband übernehmen. Diese Aufgabe erfüllt mich bis heute mit großer Freude, Respekt und politischer Leidenschaft. Deshalb bewerbe ich mich erneut um Euer Vertrauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In den vergangenen Jahren haben wir gemeinsam viel erreicht: Wir haben unseren Landesverband durch Phasen des Wachstums und politischer Umbrüche getragen, Strukturen weiterentwickelt und die finanzielle Stabilität unserer Partei gesichert. Darauf können wir gemeinsam stolz sein. Doch das kommende Jahr wird entscheidend sein, ob wir weiterhin Grüne und progressive Politik in NRW gestalten können. Deshalb möchte ich hier meinen Schwerpunkt klar setzen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Mit voller Kraft in die Landtagswahl.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dafür braucht es nicht nur politische Überzeugungskraft, sondern auch eine organisatorisch und finanziell starke Partei. Als Landesschatzmeisterin möchte ich weiter daran arbeiten, dass unser Landesverband kampagnenfähig, verlässlich und professionell aufgestellt ist – damit wir vor Ort sichtbar sind, unsere Mitglieder unterstützen und einen kraftvollen Wahlkampf führen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Meine Erfahrung aus acht Jahren im Amt gibt mir dabei einen klaren Blick für das, was funktioniert, was weiter verbessert werden kann und wie wir unsere Ressourcen strategisch noch besser einsetzen können. Gerade in Wahlkampfzeiten kommt es auf Verlässlichkeit, Teamarbeit und schnelle Entscheidungen an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mir ist wichtig, dass wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>unsere KV´e und OV´e bestmöglich für den Wahlkampf stärken,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>unsere finanziellen Mittel klug und transparent einsetzen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>moderne und effiziente Strukturen weiter ausbauen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>und als Partei geschlossen und kampagnenstark auftreten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich möchte meine Erfahrung, meine Energie und meine Verantwortung weiterhin dafür einsetzen, dass Bündnis 90/Die Grünen NRW stark, solidarisch und erfolgreich in die Landtagswahl gehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich freue mich auf die weitere gemeinsame Arbeit und bitte Euch erneut um Euer Vertrauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Herzlichst</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anja</p></div></div><h2>Social Media</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Mailadresse:</dt><dd>anja.marenholtz@gruene-nrw.de</dd><dt>Instagram:</dt><dd>instagram.com/vonmarenholtz</dd><dt>Website:</dt><dd>linktr.ee/anjavonmarenholtz</dd><dt>TikTok:</dt><dd>tiktok.com/vonmarenholtz</dd><dt>Facebook:</dt><dd>facebook.com/AnjavonMarenholtz</dd></dl>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 20 May 2026 14:13:59 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title> Tim Achtermeyer</title>
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                        <author>Tim Achtermeyer (KV Bonn)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/tim-achtermeyer-59087</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Foto</h2><img src="/ldk26/tim-achtermeyer-59087/viewimage?sectionId=58658" alt="Foto"><h2>Angaben</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Alter :</dt><dd>32</dd><dt>Geschlecht:</dt><dd>M</dd><dt>Kreisverband :</dt><dd>Bonn</dd><dt>Bezirksverband:</dt><dd>Mittelrhein </dd></dl><h2>Selbstvorstellung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ihr Lieben,<br><br>
Ja, ich will nochmal! Ich möchte erneut für den Vorsitz der Grünen NRW antreten. Warum? Weil das ein absoluter Traumjob ist. Seit 4 Jahren darf ich nun im Team mit einem klasse Landesvorstand und einem super Team in der Landesgeschäftsstelle diese Arbeit machen und ich habe immer noch Lust und was noch wichtiger ist: Was vor.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als ich damals angetreten bin, habe ich gesagt, ich will das Experiment wagen, auch als Regierungspartei wahrnehmbar und unterscheidbar, gleichzeitig verlässlich zu sein und Bündnis- und Beteiligungspartei zu bleiben. Ich finde, wir haben gezeigt: Das geht! Zum Beispiel mit unserer Ideen-Tour durch das Land, dem engen Austausch mit Bündnispartnern oder dem Einsatz für Studierendenwohnheime und gegen die Kürzungen in der Psychotherapie.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jetzt geht es darum, den Wahlkampf vorzubereiten und uns aufzustellen für das, was kommt. Dabei dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, warum wir eigentlich Politik machen. Wir wollen unabhängig werden von Öl, Gas und Diktatoren. Sowohl unser Klima als auch unsere Wirtschaft hat es verdient, dass wir uns aus dem Würgegriff jener befreien, die die Welt anzünden. Die Antwort darauf ist klar: Wir müssen rein in die Elektrifizierung und in die erneuerbaren Energien. Kein Bundesland hat dabei so viel geschafft wie NRW und diesen Kurs müssen und wollen wir weitergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Und wir verteidigen das, was NRW ausmacht. Wir sind ein Land, das in all seiner Vielfalt zusammenhält. Egal wen du liebst, was du glaubst, ob und wie du betest oder welchem Geschlecht du angehörst, woher du kommst oder wohin du möchtest: wir kämpfen für deine Rechte und gemeinsam machen wir NRW noch schöner, noch besser und gerechter.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Landesvorsitzender dieser tollen Partei in diesem großartigen Bundesland zu sein, ist mir jeden Tag eine große Ehre. Und gleichzeitig kann ich euch sagen: Es macht mir auch einfach wahnsinnig viel Spaß.<br><br>
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich es bleiben dürfte. Euer Tim.</p></div></div><h2>Social Media</h2><dl class="tabularData table dl-horizontal"><dt>Mailadresse:</dt><dd>tim.achtermeyer@gruene-nrw.de</dd><dt>Instagram:</dt><dd>instagram.com/tim_acht</dd><dt>Website:</dt><dd>achtermeyer.de</dd><dt>TikTok:</dt><dd>tiktok.com/achtermeyer</dd><dt>Facebook:</dt><dd>facebook.com/achtermeyer</dd></dl>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 16 May 2026 14:58:10 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-11: Humanität sichern und Asylrecht umsetzen: Die Asylverfahrensberatung muss vor Ort weiter finanziert werden!</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/humanitat-sichern-und-asylrecht-umsetzen-die-asylverfahrensberatung-m-6557</link>
                        <author>LV Grüne Jugend NRW (dort beschlossen am: 08.05.2026)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/humanitat-sichern-und-asylrecht-umsetzen-die-asylverfahrensberatung-m-6557</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Bundesinnenministerium hat angekündigt, die Finanzmittel für das Bundesprogramm zur unabhängigen Asylverfahrensberatung (AVB) zum 31. Dezember 2027 vollständig zu streichen. Begründet wird die Entscheidung mit einer nicht-öffentlichen Evaluation, die die Wirksamkeit des Programms in Frage stelle. Damit setzt Innenminister Dobrindt seinen migrationspolitischen Kurs fort, der auf Abschottung statt auf Humanität und faire Verfahren setzt. Dieser politisch motivierte Vorstoß wird ein folgenschwerer Rückschritt sein in einer Zeit, in der die Asylverfahren durch die anstehende GEAS-Reform weiter verkompliziert werden. Unabhängige Beratung stärkt die Rechte von Schutzsuchenden, reduziert Klageverfahren und entlastet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Das fatale Signal, das hier vom Bund gesendet wird, dürfen wir GRÜNE nicht unbeantwortet stehen lassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Druck auf die Bundesregierung erhöhen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE in NRW und unsere Landtagsfraktion fordern, dass NRW sich stark macht die bundesweite Abschaffung der Fördermittel für die unabhängige Asylverfahrensberatung ab 2027 zu stoppen und stattdessen ein verlässliches Finanzierungsbündel für die AVB-Strukturen zu sichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Landesfinanzierung prüfen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sollte die Bundesentscheidung bestehen bleiben, appellieren wir an die Landesregierung NRW, die Fördermittel, die ab 2024 ins Bundesprogramm überführt wurden, ab 2027 wieder aus dem Landeshaushalt zu kompensieren. Wir GRÜNEN in NRW warten nicht nur, sondern agieren. Wir prüfen im Rahmen der Haushaltsberatungen, inwiefern Finanzierungsmöglichkeiten für Asylverfahrensberatung ermöglicht werden können oder ungenutzte Mittel kurzfristig umgeschrieben werden und für die Wiederaufnahme der unabhängige AVB im NRW Landesförderprogramm „Soziale Beratung für Geflüchtete in NRW“ bereitgestellt werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3. Verantwortung übernehmen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNEN bekräftigen unsere Verantwortung für eine menschenwürdige Asylpolitik, unterstützen die Empfehlungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und stellen sicher, dass die AVB nicht durch intransparente Bundesentscheidungen gefährdet wird. Eine Wirksamkeitsprüfung sollte zwingend öffentlich zugänglich und über einen realistischen Zeitraum zwischen Einführung des Bundesprogramms, Förderzusagen, Bereitstellung der Mittel und Umsetzungsphase von über einen signifikanten Zeitraum stattfinden. Ohne verlässliche Finanzierung gehen Fachkräfte und Expertise verloren – zum Nachteil der Geflüchteten und der gesamten Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.Geschlechtersensible Asylberatung stärken</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Geflüchtete Frauen sind in besonderem Maße auf eine unabhängige und verlässliche Asylverfahrensberatung angewiesen. Viele von ihnen haben geschlechtsspezifische Gewalt, Diskriminierung, Menschenhandel oder sexualisierte Übergriffe erlebt, sowohl in ihren Herkunftsländern als auch auf der Flucht. Eine sensible, niedrigschwellige und unabhängige Beratung schafft geschützte Räume, in denen Frauen ihre Fluchtgründe offen darlegen und ihre Rechte wahrnehmen können. Gerade bei komplexen Asylverfahren ist qualifizierte Unterstützung entscheidend, um besondere Schutzbedarfe frühzeitig zu erkennen und faire Verfahren sicherzustellen. Der Abbau dieser Beratungsstrukturen würde verstärkt geflüchtete Frauen und ihre Kinder treffen und bestehende Schutzlücken weiter verschärfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grünen müssen weiter Druck auf die Entscheidungsträger*innen im Bund ausüben. Wir fordern ein klares Bekenntnis zu einer menschenwürdigen Asylpolitik und die Sicherstellung der unabhängigen Asylverfahrensberatung in NRW.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 09 May 2026 00:23:44 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-10: Bildungsgerechtigkeit jetzt ! Für ein solidarisches, inklusives und zukunftsfähiges Bildungssystem in NRW</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/bildungsgerechtigkeit-jetzt-fur-ein-solidarisches-inklusives-und-zu-42907</link>
                        <author>LV Grüne Jugend NRW (dort beschlossen am: 08.05.2026)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/bildungsgerechtigkeit-jetzt-fur-ein-solidarisches-inklusives-und-zu-42907</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Zustand des Bildungssystems in Nordrhein-Westfalen und bundesweit ist seit Jahren von strukturellen Problemen geprägt, die sich zunehmend verschärfen. Schulen arbeiten vielerorts am Limit: Es fehlt an Lehrkräften, Schulsozialarbeiterinnen, Sonderpädagoginnen. Unterricht fällt regelmäßig aus oder wird fachfremd vertreten. Gleichzeitig lernen viele Schüler*innen in maroden Gebäuden mit sanierungsbedürftigen Klassenräumen, unzureichender digitaler Ausstattung und fehlenden Rückzugs- sowie Fördermöglichkeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Besonders alarmierend ist, dass Bildungserfolg in Deutschland weiterhin massiv von den Eltern abhängt. Kinder aus einkommensarmen Familien, aus migrantischen Haushalten oder mit Unterstützungsbedarf haben deutlich schlechtere Chancen auf höhere Bildungsabschlüsse und gesellschaftliche Teilhabe. Statt soziale Ungleichheiten auszugleichen, reproduziert das bestehende Schulsystem diese oft bereits ab der Grundschule. Die frühe Aufteilung auf unterschiedliche Schulformen verstärkt soziale Selektion und verhindert echte Chancengleichheit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hinzu kommen die Folgen jahrelanger Unterfinanzierung: Viele Schulen verfügen nicht über ausreichend Personal für Inklusion, psychologische Unterstützung oder individuelle Förderung. Gerade nach den Belastungen der Corona-Pandemie zeigen sich Lernrückstände, psychische Belastungen und soziale Probleme vieler junger Menschen besonders deutlich. Dennoch fehlt es weiterhin an nachhaltigen politischen Antworten und ausreichenden Investitionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die Digitalisierung wurde vielerorts verschlafen. Noch immer mangelt es an funktionierender technischer Infrastruktur, zeitgemäßen Lernkonzepten und entsprechender Fortbildung für Lehrkräfte. Gleichzeitig werden Schulen zunehmend mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie wachsender Armut, Demokratiefeindlichkeit, Rassismus, Antifeminismuss und den Folgen der Klimakrise konfrontiert, ohne dafür ausreichend ausgestattet zu sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Bildungssystem, das vom Engagement Einzelner abhängt, statt allen Kindern unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Wohnort die gleichen Chancen zu garantieren, wird seinem gesellschaftlichen Auftrag nicht gerecht. Deshalb braucht es eine grundlegende Neuausrichtung hin zu einem solidarischen, inklusiven und zukunftsfähigen Bildungssystem, das Förderung statt Auslese in den Mittelpunkt stellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die LDK möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW setzen uns gemeinsam für eine umfassende Transformation des Bildungssystems ein, die soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und individuelle Förderung ins Zentrum stellt. Bildung ist ein Grundrecht, kein Privileg. Dennoch hängt der Bildungserfolg in Nordrhein-Westfalen weiterhin stark von Vermögen, Einkommen und Wohnort ab. Das wollen wir ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Schule gerechter gestalten</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Längeres gemeinsames Lernen: Perspektivisch Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems zugunsten einer inklusiven Gemeinschaftsschule</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Abschaffung von Noten in der Primarstufe und Einführung alternativer Bewertungsformen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Konsequente Umsetzung von Inklusion mit ausreichender personeller und finanzieller Ausstattung wie z.B E-Helfer*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kostenfreie Lernmittel, Tablets und digitale Infrastruktur für alle Schüler*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Soziale Ungleichheiten abbauen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einführung eines Bildungsfonds für Schulen mit einem Schulsozialindex der die Stufe drei überschreitet</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kostenlose Verpflegung in Schulen (Frühstück und Mittagessen)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ausbau von Schulsozialarbeit und Sicherstellung von mindestens 2. Schulsozialarbeiter*innen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Reduzierung der Hürden bei Beantragung der Kostenübernahme für kostenlose Klassenfahrten und Tagesausflüge.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3. Demokratiebildung und Mitbestimmung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ausbau politischer Bildung und Förderung der Demokratiebildung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4. Bildung nachhaltig denken</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verankerung von Bildung für ökologische, antirasisstische sowie Queere Bildung &amp; Aufklärung in den Lehrplänen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Klimagerechte Sanierung von Schulgebäuden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Förderung von Projekten zu Umwelt- und Klimaschutz an Schulen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein gerechtes Bildungssystem ist die Grundlage für eine demokratische, solidarische und zukunftsfähige Gesellschaft. Derzeit reproduziert das Bildungssystem in NRW soziale Ungleichheiten, statt sie abzubauen. Kinder aus einkommensschwachen Familien haben deutlich geringere Chancen auf höhere Bildungsabschlüsse. Gleichzeitig stehen Schulen vor großen Herausforderungen durch Personalmangel, marode Infrastruktur und unzureichende Digitalisierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als B90/Die Grünen NRW fordern wir eine mutige Neuausrichtung der Bildungspolitik: weg von Selektion und Leistungsdruck, hin zu individueller Förderung, echter Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit. Bildung muss empowern, nicht aussortieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur mit einem inklusiven und gut ausgestatteten Bildungssystem können wir allen jungen Menschen in NRW die gleichen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für eine Bildungspolitik, die niemanden zurücklässt.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 09 May 2026 00:16:58 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-13: Lebensqualität statt Autobahnwahn – Milliardengrab A40- und A43-Ausbau stoppen, Grummer Deckel erhalten!</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/lebensqualitat-statt-autobahnwahn-milliardengrab-a40-und-a43-ausbau-13769</link>
                        <author>Max Lucks (KV Bochum)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/lebensqualitat-statt-autobahnwahn-milliardengrab-a40-und-a43-ausbau-13769</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW lehnen den geplanten Ausbau der A40 und A43 im Bochumer Stadtgebiet entschieden ab. Insbesondere sprechen wir uns gegen den Abriss des Grummer Deckels und die damit verbundenen sozialen, ökologischen und stadtentwicklungspolitischen Schäden aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Den Verzicht auf die geplante sechsspurige Erweiterung der A40 zwischen AK Bochum und AK Dortmund-Westsowie der A 43 rund um das Kreuz Bochum.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Den dauerhaften Erhalt des Grummer Deckels als Lärm- und Emissionsschutz einschließlich des darauf befindlichen Parks als unverzichtbaren Erholungsort für die Menschen vor Ort.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3. Keine Enteignungen und keine Abrisse von Wohnhäusern und Gewerbebetrieben zugunsten weiterer Autobahninfrastruktur.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4. Eine Neuausrichtung der Verkehrsplanung im Ruhrgebiet mit Priorität für Bahn, ÖPNV, Radverkehr und sozial-ökologische Mobilitätskonzepte statt weiterer Förderung des motorisierten Individualverkehrs.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5. Eine kritische Überprüfung der Bedarfsplanmaßnahme „Projekt: A40 - NW - AD Bo chum-West (A 448) AK Bochum (A 43) - A40-G40-NW - VB-E sowie Projekt: A40 - NW - AK Bochum (A 43) AK Dortmund-West (A 45) - A40-G50-NW VB“ aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 unter Berücksichtigung der Klimaziele, des Flächenverbrauchs und der sozialen Folgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der geplante Ausbau der A40 und A43 im Bochumer und Dortmunder Stadtgebiet ist ein verkehrspolitisches Projekt aus der Vergangenheit. Während die Klimakrise eskaliert und Städte dringend lebenswerter, grüner und resilienter werden müssen, soll mitten im Ruhrgebiet weitere Autobahninfrastruktur geschaffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Besonders gravierend ist der geplante Abriss des Grummer Deckels. Der Autobahndeckel schützt die angrenzenden Wohngebiete seit Jahren vor Lärm und Abgasen. Der darauf entstandene Park ist ein wichtiger Aufenthalts-, Erholungs- und Grünraum für die Menschen im Stadtteil. Sein Verlust würde die Lebensqualität vieler Anwohner*innen massiv verschlechtern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darüber hinaus drohen Wohnhäuser abgerissen und Unternehmer*innen enteignet zu werden. Für uns ist klar: Menschen und gewachsene Stadtteile dürfen nicht den Interessen einer veralteten Verkehrspolitik geopfert werden. Gerade in dicht besiedelten Städten wie Bochum braucht es Schutz von Wohnraum, sozialer Infrastruktur und urbanem Grün – nicht deren Zerstörung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Erweiterung der A40 ist Teil der Bedarfsplanmaßnahme „A40 – NW – AD Bochum-West (A448) – AK Bochum (A43)“ des Bundesverkehrswegeplans 2030. Ebenso ist die sechsspurige Erweiterung der A40 zwischen dem Autobahnkreuz Bochum und dem Autobahnkreuz Dortmund-West im sogenannten „vordringlichen Bedarf“ enthalten. Im Bereich Bochum soll der Ausbau gemeinsam mit der Erweiterung der A43 umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch mehr Autobahnen lösen die Verkehrsprobleme des Ruhrgebiets nicht. Zusätzliche Fahrspuren erzeugen zusätzlichen Verkehr, erhöhen die Belastung für Mensch und Umwelt und stehen im direkten Widerspruch zu den deutschen und europäischen Klimazielen. Statt Milliarden in den Ausbau der A40 und der A43 zu investieren, müssen die Mittel in eine moderne Mobilitätswende fließen: in einen leistungsfähigen Nahverkehr, sichere Radwege und eine bessere Schieneninfrastruktur.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW stehen für eine soziale und ökologische Verkehrspolitik. Der Grummer Deckel muss bleiben. Der Ausbau der A40 und A43 mussgestoppt werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 May 2026 18:45:10 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-09: Wir wählen Vielfalt</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/wir-wahlen-vielfalt-65448</link>
                        <author>Marc Kersten (KV Köln)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/wir-wahlen-vielfalt-65448</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel ist Zusammenhalt in Vielfalt. Und wir wollen, dass sich zusätzlich zur Mindestparität von Frauen vielfältige Perspektiven auch in unserer Partei abbilden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden und Repräsentationslücken zu schließen, bedarf es konkreterer Umsetzungsschritte, auch für unser 2021 beschlossenes Vielfaltsstatut:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Auf NRW-Ebene und in allen Untergliederungen soll deshalb vor jeder Abstimmung (nicht jedem Wahlgang innerhalb einer Abstimmung) über ein personengebundenes Votum, ein per Wahl zu besetzendes Parteiamt oder eine Delegation/Ersatzdelegation folgende zentrale Aussage des Vielfaltsstatuts der GRÜNEN NRW vorgelesen werden:<br><br>
&quot;Die Repräsentation von gesellschaftlich diskriminierten oder benachteiligten Gruppen mindestens gemäß ihrem gesellschaftlichen Anteil auf der jeweiligen Ebene ist unser Ziel (...) in Bezug auf Geschlecht, eine rassistische, antisemitische oder antiziganistische Zuschreibung, die Religion und Weltanschauung, eine Behinderung oder Erkrankung, das Lebensalter, die Sprache, die sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität, den sozialen oder Bildungsstatus oder die Herkunft&quot;.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>bei Neumitgliedertreffen soll explizit auf die Kernpunkte von Frauen- und Vielfaltsstatut hingewiesen werden.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Vielfalt ist für unsere Partei mehr als nur ein Slogan. Es ist unser Anspruch, als Partei unser Land repräsentativ vertreten zu können. Und damit auch die verschiedenen Perspektiven.<br><br>
Allerdings sind bei uns viele Gruppen weiterhin - zum Teil sehr stark - unterrepräsentiert (siehe Vielfaltsstudie des Bundesverbandes). Deshalb benötigt das Vielfaltsstatut in Ermangelung einer Vielfaltsquote andere Maßnahmen, um eine stärkere Wirkung als bisher zu entfalten.<br><br>
Der erste logische Schritt ist, dieses überhaupt bekannt zu machen, denn viele wissen gar nicht, dass es ein solches Statut gibt, gerade unter den vielen Neumitgliedern. Zudem ist nicht allen bewusst, dass das Vielfaltstatut sehr konkrete Aussagen und Forderungen enthält (siehe Antrag).<br><br>
Der § 2 Versammlungen des Vielfaltsstatuts klammert bislang aber den für Repräsentation relevantesten Punkt aus: Wahlen.<br><br>
Anderswo wird bereits sehr konkret über eine feste Vielfaltsquote diskutiert. Mit dieser Änderung wird eher niedrigschwellig angesetzt und ein hier und jetzt kompromissfähiger Mittelweg beschritten.<br><br>
Der Antrag setzt bewusst als Soll-Regelung und unterhalb des Statutes selbst an.<br><br>
Für weitere Ideen Eurerseits zur Umsetzung sind die Antragsteller*innen offen.<br><br><br><br></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 May 2026 13:14:44 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>L-02: Bis es für alle Frauen gilt: Sicherheit, Freiheit und Gleichberechtigung</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/bis-es-fur-alle-frauen-gilt-sicherheit-freiheit-und-gleichberechtigu-21238</link>
                        <author>Landesvorstand NRW (dort beschlossen am: 07.05.2026)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/bis-es-fur-alle-frauen-gilt-sicherheit-freiheit-und-gleichberechtigu-21238</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>Bis es für alle Frauen gilt: Sicherheit, Freiheit und Gleichberechtigung</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>NRW ist stark, weil Frauen dieses Land jeden Tag mitgestalten und voranbringen. 9 Millionen Geschichten von Töchtern, die ihre Eltern pflegen; Arbeitnehmerinnen, die auf dem Weg zur Arbeit ihre Kinder in die Kita bringen; Gründerinnen, die ihre Unternehmensideen entwickeln; Mädchen, die Feuerwehrfrau oder Ministerpräsidentin werden wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen haben ein Recht auf ein Leben frei von Angst und Gewalt – zu Hause, im öffentlichen Raum, im Netz und im Beruf. Wo Sicherheit fehlt, fehlt Freiheit. Wo Freiheit fehlt, gibt es keine vollständige Gleichberechtigung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Unsicherheiten treffen nicht alle gleich. Frauen mit Behinderungen, Frauen mit Migrationsgeschichte und queere Frauen sind oft besonders von Diskriminierung und Gewalt betroffen. Gleichzeitig erleben wir einen wachsenden antifeministischen Backlash – kein Randphänomen, sondern eine ernsthafte Bedrohung für Gleichberechtigung, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt, die sich vor allem im digitalen Raum radikalisiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns GRÜNE NRW ist klar: Echte Freiheit heißt, dass Frauen selbstbestimmt über ihr Leben entscheiden können – ohne Angst, ohne Gewalt, ohne strukturelle Benachteiligung. Unser Anspruch ist eindeutig: Wir wollen ein NRW, in dem jede Frau sicher und gleichberechtigt leben kann – im Alltag, im Beruf und in der Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür handeln wir auf mehreren Ebenen: Wir stärken den Schutz vor Gewalt, analog und digital. Wir sichern wirtschaftliche Unabhängigkeit, körperliche Selbstbestimmung und echte Wahlmöglichkeiten im Alltag. Und wir treiben Gleichstellung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe entschlossen voran.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h4>Schutz vor Gewalt – analog und digital</h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gewalt gegen Frauen ist eine zentrale Frage innerer Sicherheit und geht uns alle an. Gewalt hat viele Formen: körperliche, psychische, finanzielle, sexualisierte, geschlechtsspezifische und digitale. Digitale Gewalt wie Hasskommentare, Bedrohungen, Deepfakes sind kein virtuelles Problem, sondern ein realer Angriff mit massiven Folgen: Angst, Rückzug, eingeschränkte Freiheit. Der Fall Collien Fernandes zeigt für viele andere nicht so prominente Fälle exemplarisch, was das bedeutet: gezielt sexualisiert, ihrer Identität beraubt, öffentlich bloßgestellt werden. Das Erstellen von Deepfakes ohne Zustimmung der Betroffenen muss strafbar sein. Frauen brauchen effektive rechtliche Instrumente, um auch die Betreiber von Plattformen in die Pflicht zu nehmen, Eingriffe in die Freiheit der Frauen zu verteidigen. Schützen Betreiber die Rechte von Frauen nicht hinreichend oder verdienen sie etwa an der Verbreitung von Deepfakes Geld, müssen sie haften.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Andere Ermittlungen belegen schockierende Ausmaße: Netzwerke von Männern, die sexualisierte Gewalt anwenden und sich darüber mit anderen Tätern austauschen, sind weltweit tätig und erfahren immer mehr Zulauf. Was im analogen Raum verboten ist, muss auch digital strafbar sein und konsequent verfolgt werden: bestehende Gesetze müssen umgesetzt und Gesetzeslücken geschlossen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die häufigste Form der Gewalt gegen Frauen findet jedoch im Privaten statt. Alle drei Minuten erlebt eine Frau in Deutschland häusliche Gewalt. Schutz beginnt mit einer starken Infrastruktur: Wir brauchen mehr Präventionsangebote, damit Gewalt gar nicht erst entsteht, Frauenhausplätze und Schutzwohnungen, barrierefreie und inklusive Angebote sowie eine verlässliche Finanzierung. Mit dem Gewalthilfegesetz des Bundes haben Frauen ab dem Jahr 2032 einen bundesweiten Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt. Unsere Gleichstellungsministerin Verena Schäffer arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in NRW. Wir werden die Frauenhausplätze sowie die Beratungsangebote ausbauen, damit jede Frau mit ihren Kindern den Schutz und die Sicherheit finden kann, die ihr zusteht. Die Deeskalationshaft ist erforderlich, um im äußersten Fall, wenn alle anderen staatlichen Maßnahmen nicht mehr helfen, Betroffene effektiv zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch geschlechtsspezifische Gewalt im öffentlichen Raum bleibt ein Problem. Fälle wie der Übergriff auf Yanni Gentsch zeigen, wie bestehende Gesetzeslücken Betroffene ungeschützt lassen. Wir fordern die zügige Umsetzung einer eindeutigen Gesetzgebung gegen voyeuristische Aufnahmen, wie sie Justizminister Benjamin Limbach im Bundesrat eingebracht hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Femizide sind die extremste Form geschlechtsspezifischer Gewalt. Fast täglich wird in Deutschland eine Frau ermordet, nur weil sie eine Frau ist. Wir fordern die Anerkennung von Femiziden als eigenständiges Mordmerkmal.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Istanbul-Konvention muss in NRW verbindlich umgesetzt werden. Die Landesregierung erarbeitet daher aktuell einen ressortübergreifenden Landesaktionsplan, der Prävention, Schutz und Strafverfolgung zusammenführt. NRW hat bereits Fortschritte erzielt, etwa beim Ausbau von Frauenhausplätzen und der Einführung einer zusätzlichen Fachkraftstelle pro Frauenhaus für die Unterstützung von Kindern. Wir wollen die Strukturen weiter stärken und setzen uns im Bundesrat für schärfere Gesetze und die Schließung von Gesetzeslücken ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es braucht zur Verteidigung der Freiheit der Frauen einen feministischen Paradigmenwechsel im Strafrecht, der die Perspektive der meist weiblichen Betroffenen und nicht die der meist männlichen Täter einnimmt. Es gibt ein gesellschaftliches Momentum für grundlegende Veränderungen. Es ist daher keine Zeit für Stückwerk, sondern eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die mit breitem politischen Konsens alle Schutzlücken schließt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Polizei und Justiz leisten bei der Arbeit mit Opfern und Zeug*innen eine herausfordernde, belastende und hochgradig spezialisierte Arbeit, die besondere Kenntnisse und Fähigkeiten voraussetzt. Die in den allermeisten Fällen hohe Qualität der Arbeit von Polizei und Justiz wollen wir gleichzeitig gemeinsam mit den Beamt*innen und Richter*innen noch weiter steigern, um den Bedürfnissen aller Opfer und Zeug*innen noch besser gerecht zu werden. Es braucht verpflichtende Fortbildungen zu geschlechterspezifischer Gewalt, zum Umgang mit Opfern und Zeugenvernehmungen, um Betroffene ernst zu nehmen und sekundäre Viktimisierung zu vermeiden. Wir wollen spezialisierte Ermittler*innen, Staatsanwält*innen und Richter*innen, die über vertieftes Fachwissen in diesen sensiblen Themen verfügen. Zudem müssen an allen Landgerichten in Deutschland spezialisierte Kammern für Sexualstrafrecht eingerichtet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur ein Bruchteil der Fälle sexualisierter Gewalt wird angezeigt. Das zeigt, wie groß die Hürden und Ängste sind. Betroffene müssen wissen: Wir nehmen euch ernst. Wir kümmern uns. Wir lassen euch nicht allein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE NRW stehen für ein klares Zustimmungsprinzip im Sexualstrafrecht: Nur Ja heißt Ja. Sexuelle Handlungen dürfen nur bei eindeutiger, freiwilliger und bewusster Zustimmung als einvernehmlich gelten. Denn nur weil eine Frau aus Schock, Angst oder Unsicherheit nicht widerspricht, kann daraus kein Einverständnis abgeleitet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gewaltschutz endet nicht beim Strafrecht. Prävention ist genauso entscheidend. Wir stärken Gewaltprävention und Medienkompetenz an Schulen, bauen die Arbeit mit Jungen und Männern weiter aus, um Gewalt präventiv zu verhindern, und setzen auf gesellschaftliche Aufklärung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Männer müssen stärker in die Verantwortung genommen werden. Die Scham muss die Seite wechseln. Täterarbeit erreicht bislang aber nur einen kleinen Teil der Täter. Deshalb wollen wir Anti-Gewalt- und Beratungsangebote deutlich ausbauen, frühzeitige Intervention stärken und Programme zur Rückfallprävention flächendeckend verfügbar machen. Täter müssen lernen, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen, Gewaltmuster zu erkennen und zu durchbrechen. Gleichzeitig ist es aber auch unsere gesellschaftliche Aufgabe, dass Menschen nicht zu Tätern werden. Hier braucht es einen offenen Blick, ein empathisches Miteinander und frühe präventive Angebote in Schulen und Bildungseinrichtungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Freiheit im Alltag sichern</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Echte Freiheit bedeutet, über das eigene Leben selbstbestimmt entscheiden zu können. Für viele Frauen ist diese Freiheit eingeschränkt: durch fehlende Verlässlichkeit in der Kinderbetreuung, unflexible Arbeitszeiten und ungleich verteilte Care-Arbeit. Wer nicht weiß, ob die Kita geöffnet ist, wer kurzfristig Betreuung organisieren muss oder Pflegeverantwortung trägt, wird in seiner beruflichen Entwicklung strukturell benachteiligt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Noch immer übernehmen Frauen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit – mit direkten Folgen für Erwerbsbiografien, Einkommen und Altersvorsorge. Gleichberechtigung scheitert im Alltag oft an strukturellen Hürden. Viele sind unfreiwillig in Teilzeit, weil geeignete Unterstützung und Flexibilität des Arbeitgebers fehlt. Deshalb braucht es verlässliche und bedarfsgerechte Betreuungsangebote. Mit der Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) verfolgen wir zwei wichtige Ziele: die hohe Qualität in der frühkindlichen Bildung und eine bessere Verlässlichkeit der Kitas. Wir nehmen über 420 Millionen Euro zusätzlich in die Hand für eine bessere finanzielle Ausstattung der Kitas, für die Personaloffensive, für die Entlastung der Fachkräfte und für die Stärkung der Sprachbildung. Verlässliche Kitas sind für uns eine Frage der Vereinbarkeit und damit ein frauen- und gleichstellungspolitisches Ziel. Davon profitieren insbesondere auch Alleinerziehende.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Care-Arbeit muss gerechter verteilt werden, auch durch arbeits- und sozialpolitische Instrumente. Pflegende Angehörige, insbesondere dort, wo mehrere Sorgeaufgaben zusammenkommen, dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren. Eltern, die zusätzlich Angehörige pflegen, sowie Alleinerziehende mit Pflegeverantwortung brauchen bessere Unterstützung und flexible Angebote.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesregierung erarbeitet aktuell einen Familienbericht, der eine wissenschaftlich fundierte Bestandsaufnahme der Familien in Nordrhein-Westfalen aufzeigen wird und zentrale Themen wie Familienvielfalt, den Umgang mit gesellschaftlichen Krisen, die ökonomische Situation von Familien, Fragen sozialer Teilhabe sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Blick nimmt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein wichtiger Schritt ist die Einführung einer gesetzlich verankerten Familienstartzeit auf Bundesebene: eine vergütete Freistellung für den zweiten Elternteil bei der Geburt eines Kindes – für einen gleichberechtigten Einstieg in die gemeinsame Familienverantwortung und eine strukturelle Stärkung der Vereinbarkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vereinbarkeit darf kein Kraftakt sein, sondern muss verlässlich funktionieren, damit Frauen echte Freiheit im Alltag haben und gleichberechtigt am beruflichen Leben teilhaben können. Denn ohne diese Freiheit bleibt Gleichberechtigung im Alltag unvollständig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Mehr wirtschaftliche Teilhabe – Frauen in Führung</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für Selbstbestimmung. Noch immer arbeiten Frauen häufiger in Teilzeit und häufiger unterhalb ihrer erworbenen Qualifikation, sind seltener in Führungspositionen vertreten, verdienen durchschnittlich weniger als Männer und tragen ein deutlich erhöhtes Risiko für Altersarmut. Frauen gründen seltener und haben schlechteren Zugang zu Kapital, Netzwerken und Förderstrukturen. Dabei zeigen zahlreiche Beispiele: Wenn Frauen führen, entstehen innovative, nachhaltige und erfolgreiche Unternehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein entscheidender Hebel ist der gleichberechtigte Zugang zu Kapital und Netzwerken. Frauen müssen die gleichen Chancen haben, Investitionen zu erhalten, Unternehmen zu skalieren und sich unternehmerisch zu vernetzen. Unsere Wirtschaftsministerin Mona Neubaur stärkt Programme für Gründerinnen und Unternehmerinnen, etwa durch die Weiterentwicklung der Meistergründungsprämie, gezielte Förderangebote, mehr Sichtbarkeit im Innovationsbereich und bessere Rahmenbedingungen für Selbstständige, etwa beim Mutterschutz. Diese Programme wollen wir ausbauen und breiter zugänglich machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE NRW wollen den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen, im öffentlichen Dienst wie in der Wirtschaft. Vielfalt in Führung ist kein Selbstzweck, sondern stärkt Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und gerechte Entscheidungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf Bundesebene braucht es weitere Schritte: Gender Pay Gap und Gender Pension Gap müssen konsequent abgebaut werden, etwa durch stärkere Tarifbindung. Wir wollen bessere Bedingungen für den Wiedereinstieg in Vollzeit, das Recht auf die Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit darf von der aktuellen Bundesregierung nicht abgeschafft werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Selbstbestimmung und körperliche Autonomie sichern</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist ein Grundrecht. Wir setzen uns dafür ein, den Zugang zu reproduktiver Gesundheitsversorgung flächendeckend zu sichern. Dazu gehört, Versorgungslücken bei Schwangerschaftsabbrüchen zu schließen. In vielen Regionen ist es für Frauen schwierig, überhaupt eine Ärztin oder einen Arzt zu finden, die oder der einen Schwangerschaftsabbruch durchführt. Das ist unhaltbar. Schwangerschaftsabbrüche müssen niedrigschwellig, wohnortnah und ohne Stigmatisierung und moralische Bevormundung Teil der regulären medizinischen Versorgung sein. Der Fall des Gynäkologen Prof. Dr. Volz in Lippstadt zeigt exemplarisch, wie das kirchliche Arbeitsrecht genutzt wird, um ein veraltetes Dogma durchzusetzen. Umso wichtiger ist es, reproduktive Rechte klar zu verteidigen und faktenbasiert zu stärken. Wir setzen uns auf Bundesebene für die Streichung des §218 StGB ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Selbstbestimmung in der Gesundheitsversorgung geht weit darüber hinaus. Der Gender Health Gap führt dazu, dass Krankheiten bei Frauen oft später erkannt werden, Therapien weniger passgenau sind und Forschung zu selten geschlechtersensibel erfolgt. Das wollen wir durch gezielte Forschungsförderung, bessere Ausbildung im Gesundheitswesen und eine stärkere Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden in Diagnostik und Behandlung ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die Situation der Geburtshilfe zeigt dringenden Handlungsbedarf: Fast jede zweite Hebamme denkt laut Studien darüber nach, den Beruf zu verlassen. Lange Anfahrtswege, Personalmangel und fehlende 1:1-Betreuung stehen einer sicheren und selbstbestimmten Geburt entgegen. Hohe Kosten für die Berufshaftpflicht setzen insbesondere freiberufliche Hebammen zusätzlich unter Druck und treiben sie aus dem Beruf. Wir wollen bessere Arbeitsbedingungen, faire Vergütung und verlässliche Strukturen, damit die Versorgung von Schwangeren und Familien gesichert bleibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Gleichstellung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe – neue Perspektiven auf Männlichkeit</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichstellung darf nicht nur von Frauen erkämpft werden. Gleichstellung und Gewaltschutz sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben und auch Aufgaben für Männer. Starre Rollenbilder und überholte Vorstellungen von Männlichkeit schaden nicht nur Frauen, sondern allen Geschlechtern: Sie setzen Männer unter Druck, stabilisieren Ungleichheiten und begünstigen Gewalt. Antifeministischen und frauenfeindlichen Online-Netzwerken – der sogenannten „Mannosphäre&quot; – setzen wir klare politische Antworten entgegen: durch Aufklärung, Prävention und Programme, die demokratische Werte und Gleichberechtigung stärken. Umso fataler sind die Umstrukturierungspläne des Bundes zu dem wichtigen Programm “Demokratie leben!”. Hier drohen wichtige Präventionsprojekte gegen Antifeminismus eingestellt zu werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, diesen Kahlschlag in der Präventionsarbeit zu unterlassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben der Entgegnung toxischer Männlichkeit, braucht es ein positives Bild davon, was eine gleichberechtigte und verantwortungsvolle Rolle von Männern sein kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichstellungspolitik richtet sich an alle Geschlechter und sie beginnt früh. Jungen sollten selbstverständlich lernen, was Gleichberechtigung bedeutet: Respekt, Konsens, Akzeptanz der Grenzen anderer und die Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln. Bildungseinrichtungen, Jugendarbeit und Familien spielen dabei eine zentrale Rolle. Wir wollen Programme stärken, die Jungen alternative, vielfältige Rollenbilder vermitteln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Moderne Männlichkeit bietet eine Alternative zum vorherrschenden Bild, das Männer auf Dominanz und Härte reduziert. Durch ein inklusives Verständnis von Stärke, das unzählige Wege zulässt, Mann zu sein: Muskeln und Poesie, Karriere und Fürsorge, Ambition und Verletzlichkeit. Das verbindende Element ist nicht ein bestimmter Lebensstil, sondern Verantwortung für andere, und dafür, dass auch andere die gleiche Freiheit haben. Wahre Stärke zeigt sich nicht darin, andere kleinzumachen, sondern darin, Räume zu öffnen, in denen alle wachsen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jungen und Männer müssen aktiv in Präventions- und Gleichstellungsarbeit einbezogen werden. Sie sind Teil der Lösung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Bis es für alle Frauen gilt</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sicherheit, Freiheit und Gleichberechtigung dürfen nicht davon abhängen, woher jemand kommt, wie viel sie verdient oder wie sie lebt. Dafür braucht es konsequentes politisches Handeln, starke Strukturen und eine Gesellschaft, die Verantwortung übernimmt. Gleichstellung ist kein Nebenprojekt, sondern ein Maßstab für unsere Demokratie.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir hören nicht auf. Wir geben nicht nach. Bis es für alle Frauen gilt.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 May 2026 12:21:26 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>L-01: Unabhängig von Öl, Gas und Diktatoren</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/unabhangig-von-ol-gas-und-diktatoren-55343</link>
                        <author>Landesvorstand NRW (dort beschlossen am: 07.05.2026)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/unabhangig-von-ol-gas-und-diktatoren-55343</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Unabhängig von Öl, Gas und Diktatoren</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Rettet die Erneuerbaren!“ – dieser Ruf ist kein einmaliger Protest, sondern Ausdruck einer wachsenden Ungeduld im Land. Immer mehr Menschen spüren: Die Energiepolitik der Bundesregierung geht in die falsche Richtung. Statt uns unabhängig zu machen, hält sie an fossilen Strukturen und damit an steigenden Preisen, Unsicherheit und Abhängigkeit fest.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn jedes Mal, wenn Krisen eskalieren oder Märkte reagieren, zahlen die Menschen die Rechnung. An der Tankstelle, bei der Heizkostenabrechnung, im Supermarkt. Diese Abhängigkeit von Öl und Gas ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Und sie macht uns verletzlich: wirtschaftlich, sozial und geopolitisch.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Antwort der aktuellen Bundesregierung bleibt trotzdem die gleiche: kurzfristige Subventionen für fossile Energien, die Milliarden kosten, aber kaum nachhaltig wirken und von denen oft nicht diejenigen profitieren, die es am dringendsten brauchen. Das haben wir schon einmal erlebt und wir erleben es wieder: wir stecken fest in einer Endlosschleife der fossilen Energiepolitik. Diese Politik ist nicht nur ineffizient, sie verschärft auch die Klimakrise, weil sie den dringend notwendigen Ausstieg aus Öl und Gas verzögert und uns weiter auf einen gefährlichen Erwärmungspfad festlegt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei ist die Lösung längst klar: Wir müssen raus aus der Abhängigkeit von Öl, Gas und autoritären Regimen, denn sie machen uns wirtschaftlich und politisch erpressbar. Wir brauchen erneuerbare Energien, die uns unabhängig machen, Preise stabilisieren und Wertschöpfung im eigenen Land schaffen. Sie sind zugleich der wirksamste Hebel, um Klimaschutz voranzubringen und unsere Lebensgrundlagen zu sichern. Und wir brauchen Entlastungen, die wirklich bei den Menschen ankommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unabhängigkeit ist keine Frage von Ideologie, Erneuerbare sind kein „Nice-to-have“. Sie sind eine Frage von Sicherheit, Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Vernunft. Und sie sind Voraussetzung dafür, die Klimaziele einzuhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Wegen Wind und Sonne wurde noch nie ein Krieg angefangen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland überweist jedes Jahr 80 Milliarden Euro ins Ausland für Öl, Kohle und Gas. Mit enormem logistischen Aufwand werden diese Energieträger quer über den Globus transportiert, bevor sie bei uns ankommen. Irrsinnig genug. Noch dramatischer aber ist, wohin dieses Geld fließt: in die Kassen von Emiren und Mullahs, von Autokraten und Diktatoren – Menschen, die alles ablehnen, wofür wir stehen, und alles dafür tun, dass ihre Völker in Unfreiheit leben müssen. Wir haben mit unserem Gaskonsum über Jahrzehnte Putins Kriegskasse gefüllt. Wir tun es bis heute mit jedem Öltanker, der anlegt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland ist stolz auf seine Verfassung. Auf Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Menschenwürde. Diese Werte stehen in unserem Grundgesetz. Gleichzeitig zementiert jedoch die Energiepolitik der Bundesregierung die Abhängigkeit von jenen, die genau das Gegenteil davon leben. Das ist ein Widerspruch, den wir uns nicht länger leisten können. Das ist ein moralisches Versagen. Wir müssen auch aus humanitären Gründen raus aus Öl und Gas.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und wir müssen raus, weil es ein Sicherheitsrisiko ist, drin zu bleiben. Wer abhängig ist von fossilen Energieimporten, gibt seinen größten Feinden den mächtigsten Hebel über die eigene Wirtschaft aus der Hand: die Kontrolle über Energie. Wer Energie kontrolliert, kontrolliert Preise, Versorgung, politischen Spielraum. Wir nennen das Abhängigkeit. Doch wir könnten es auch Erpressbarkeit nennen. Erneuerbare Energien – Wind, Sonne, heimische Ressourcen – entziehen diesem Hebel die Macht. Sie machen uns unabhängig und resilient. Abhängigkeit ist das Ergebnis von politischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte. Aber Unabhängigkeit ist ebenso erreichbar mit den richtigen politischen Entscheidungen. Und das sind erneuerbare Energien und Elektrifizierung. Während Öl und Gas mal wieder in der Straße von Hormus feststecken, scheint die Sonne munter auf die Photovoltaikanlagen auf den Dächern NRWs und der Wind bewegt unsere rund 4.000 Windräder von Aachen bis Minden. Wind und Sonne gehören niemandem, sie stehen regional zur Verfügung und lassen sich nicht blockieren oder politisch instrumentalisieren. Sie entziehen geopolitischen Konflikten ihre Grundlage und sind die Basis für eine Energieversorgung, die verlässlich, bezahlbar, friedlich, frei und demokratisch ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Antwort auf Krisen kann nicht sein, fossile Abhängigkeiten weiter zu subventionieren. Die Antwort muss sein, sie endlich zu überwinden durch den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien und einen klaren Kurs Richtung klimaneutrale Industrieregion in NRW.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Ausbauen statt ausbremsen – Erneuerbare voranbringen</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>NRW zeigt, wie der Ausbau der Erneuerbaren gelingen kann. Mit konsequenten politischen Entscheidungen ist es gelungen, den Anteil der Kohle an der Stromerzeugung auf ein Rekordtief zu senken und den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich zu beschleunigen. Damit kommen wir unserem Ziel, die erste klimaneutrale Industrieregion Europas zu werden, Schritt für Schritt näher.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diesen Weg muss der Bund jetzt entschlossen weitergehen. Wir brauchen Verlässlichkeit bei Investitionen in den Netzausbau, eine bessere Planung des Netzausbaus auch im Verteilnetz und Gesetze, mit denen die ambitionierten Ausbauziele bei Wind und Solar auch erreicht werden können. Fehlender Netzausbau darf nicht als Vorwand für das Ausbremsen der Energiewende herhalten, intelligente Lösungen für mehr Effizienz sind gefragt. Anders als vor einigen Jahren sind Genehmigungsverfahren nicht mehr der zentrale Hemmschuh der Energiewende. NRW hat mit konsequentem Fokus auf Vereinfachung und Beschleunigung erfolgreich gezeigt, was gemeinsam möglich ist. Das Ergebnis ist der Spitzenplatz bei Genehmigungen von Windenergieanlagen seit mehreren Jahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Statt den Ausbau der Erneuerbaren konsequent voranzutreiben, setzen Teile der Bundesregierung und konservative Kräfte Jahre nach dem erfolgreichen Atomausstieg erneut auf Atomkraft, auf die Illusion, dass Mini-Atomkraftwerke, sogenannte Small Modular Reactors, der Heilsbringer sind. Diese Technologie existiert bisher nur auf dem Papier, ist teuer und sicherheitspolitisch riskant und auf Jahre hinaus kein Beitrag für eine sichere Energieversorgung. Darüber hinaus verkennt sie kurzsichtig, unter welchen Umständen Uran gewonnen wird und welche zusätzlichen Abhängigkeiten das bedeutet. Wer jetzt auf neue Atomfantasien setzt, verzögert den Ausbau der Lösungen, die längst für uns alle einfach verfügbar sind: Wind, Sonne, Speicher und intelligente Netze.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch beim Kohleausstieg braucht es Verlässlichkeit: Der Bund muss jetzt endlich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ein Ausstieg bis 2030 noch gelingen kann. Dafür braucht es schnellstmöglich Ausschreibungen für Kapazitäten: Speicher, Flexibilitäten und wasserstofffähige Back-Up-Kraftwerke, denn so kann die Energieversorgung bei Dunkelflauten sichergestellt werden. Nur so entsteht Planungssicherheit für Wirtschaft, Beschäftigte und ganze Regionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Günstiger Strom ist dabei ein zentraler Schlüssel für Akzeptanz und Wettbewerbsfähigkeit. Gut, dass der von uns lange geforderte Industriestrompreis nun kommt, damit unsere Industrie zu wettbewerbsfähigen Energiepreisen auch international wirtschaften kann. Teure Stromkosten plagen aber nicht nur Betriebe, sondern alle Menschen. Auch sie brauchen bezahlbare Energiekosten, denn viele drehen gerade jeden Euro zweimal um, damit sie über die Runden kommen. Wir fordern beides, denn beides gehört zusammen: bezahlbarer Strom und eine sichere Energieversorgung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Entlastung, die wirklich ankommt - Stromsteuer senken</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein wirksamer Hebel für bezahlbare Energie ist eine niedrigere Stromsteuer. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Stromsteuer dauerhaft auf das europarechtliche Minimum zu senken für Haushalte und Unternehmen gleichermaßen. Das entlastet alle und ist, anders als der Tankrabatt, unabhängig davon, ob jemand ein Auto besitzt oder nicht und kommt auch spürbar bei den Menschen vor Ort an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die bisherige Entlastung nur für Teile der Wirtschaft greift zu kurz. Bezahlbarer Strom für alle ist die Voraussetzung dafür, dass klimafreundliche Technologien sich durchsetzen und unsere Wirtschaft international wettbewerbsfähig bleibt. Dann wird Klimaschutz zum Innovationsmotor – gerade für einen Industriestandort wie NRW.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine niedrigere Stromsteuer korrigiert auch eine jahrzehntelange Schieflage: Während fossile Energien lange subventioniert wurden, müssen klimafreundliche Alternativen endlich die besseren Rahmenbedingungen bekommen. Denn die Verbraucher*innen haben den Umstieg schon begonnen: Es gibt eine zunehmende Elektrifizierung im Verkehr, steigende Nachfrage nach Wärmepumpen und Balkonkraftwerke</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jetzt kommt es darauf an, diesen Fortschritt zu beschleunigen. Eine reduzierte Stromsteuer stärkt diesen Trend und macht klimafreundliche Lösungen im Alltag und in der Wirtschaft attraktiver. Wer ernsthaft entlasten will, darf nicht weiter fossile Energien subventionieren, sondern muss den Strom günstiger machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Heizen, fahren, leben – elektrisch und bezahlbar</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Andere europäische Länder gehen konsequent voran und elektrifizieren ihre Energie- und Verkehrssysteme, auch aus Gründen der nationalen Sicherheit: Frankreich fördert gerade massiv den Umstieg auf elektrische Fahrzeuge und Wärmepumpen, die Niederlande elektrisieren ihren Nahverkehr und in Spanien sind bereits 30 Millionen Smart Meter in Privathaushalten verbaut.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Elektrifizierung ist der Schlüssel für eine bezahlbare, saubere und sichere Energieversorgung im Alltag. Dafür braucht es gezielte Maßnahmen, die den Umstieg für alle ermöglichen. Wir wollen Social-Leasing-Modelle für Elektroautos einführen und Kaufprämien für gebrauchte E-Fahrzeuge, damit klimafreundliche Mobilität nicht vom Einkommen abhängt. Gleichzeitig fördern wir den Umstieg von Diesel-LKW auf elektrische Antriebe, um auch den Güterverkehr klimafreundlich und unabhängig zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die Infrastruktur. Deshalb fordern wir GRÜNE NRW ein Sofortprogramm für den Ausbau von Schnellladeinfrastruktur entlang der Autobahnen mit dem Ziel von mindestens 50 Ladepunkten pro 100 Kilometer für E-Autos. Wir wollen zudem den schnellen und bedarfsgerechten Ausbau einer Schnellladeinfrastruktur für E-LKW an Autobahnen. So wird Elektromobilität alltagstauglich und verlässlich. Die Steckdose ist die Tankstelle von Morgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch beim Heizen braucht es einen sozialen und planbaren Umstieg. Wir setzen auf Direktzahlungen für einkommensschwache Haushalte beim Wechsel auf klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen. Ein zentrales Instrument für soziale Gerechtigkeit ist dabei bereits vorhanden: Die Möglichkeit von Direktzahlungen an Bürger*innen, wie sie zur Vorbereitung des Klimageldes geschaffen wurde. Diesen Mechanismus muss die Bundesregierung jetzt nutzen, um Entlastungen gezielt, schnell und unbürokratisch auszuzahlen. Kostenlose und unabhängige Heizungsberatung soll Eigentümer*innen bei der Umstellung unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit digitaler Infrastruktur die Energiewende intelligent steuern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Gegenstück der von Gegner*innen der Energiewende oft ins Feld geführten „Dunkelflaute“, also Phasen hoher Stromnachfragen ohne Sonnenschein und Wind, ist die „Hellbrise“. Der zuletzt starke Zubau von Photovoltaik- und Windenergieanlagen lässt in Zeiten hoher Sonneneinstrahlung und starkem Wind die Erzeugung von erneuerbarem Strom in die Höhe schnellen. Wenn dies beispielsweise an Wochenenden oder Feiertagen auf eine geringe Stromnachfrage trifft, kann dies die Netze an die Belastungsgrenze führen, da der Markt die Strommengen nicht abnehmen kann. An diesem Beispiel wird deutlich, wie wichtig eine intelligente Steuerung des Energiesystems und ein Ausbau der Stromnetze ist. Im Sinne der Energiewende muss jedoch der Fokus auf dem Ausbau von Batteriespeichern und Elektrolyseuren zur Wasserstoffproduktion liegen, um so den überschüssigen Strom in Zeiten nutzen zu können, wo er gebraucht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Energiewende braucht ein digitales Update. Ohne intelligente Netze, vernetzte Geräte und transparente Daten bleibt sie unnötig teuer, ineffizient und anfällig. Wer heute noch analoge Strukturen verteidigt, bremst Klimaschutz, gefährdet Versorgungssicherheit und treibt die Kosten für alle nach oben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen die Energieversorgung so digital machen, wie sie längst sein kann: verlässlich, flexibel und in Echtzeit steuerbar. Dafür braucht es einen beschleunigten Ausbau intelligenter Messsysteme (Smart Meter), die Digitalisierung der Stromnetze und Anreize für die Nutzung von Flexibilitäten. So können Haushalte und Unternehmen Strom genau dann nutzen, wenn er günstig und erneuerbar verfügbar ist und selbst Teil der Lösung werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Erneuerbare Energien und Speicher müssen konsequent digital vernetzt werden. Kein Windrad darf mehr stillstehen, keine Solaranlage abgeregelt werden, nur weil Daten fehlen oder Netze nicht intelligent gesteuert werden. Statt Energie zu verschwenden, müssen wir sie besser managen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig gilt: Energiesicherheit ist heute auch Cybersicherheit. Unsere Energieinfrastruktur muss als kritische Infrastruktur gemeinsam mit Betreibern besser geschützt und resilient aufgestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck. Sie ist der Schlüssel für eine Energieversorgung, die bezahlbar, klimaneutral und unabhängig ist. Sie sorgt dafür, dass erneuerbare Energien ihr volles Potenzial entfalten können. Für stabile Preise, mehr Sicherheit und echte Freiheit von fossilen Abhängigkeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3>Was jetzt passieren muss</h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir machen uns unabhängig von Öl, Gas und Diktatoren, denn sie verschärfen die Krisen dieser Welt. Dafür braucht es entschlossenes Handeln der Bundesregierung, nicht irgendwann, sondern jetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Hebel liegt auf dem Tisch: Strom muss endlich günstiger werden. Die Stromsteuer muss dauerhaft runter – für alle. Die Menschen müssen direkt und spürbar entlastet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und vor allem gilt: Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss mit voller Kraft vorangehen. Mehr Windräder, mehr Solaranlagen, schnellere Genehmigungen, mehr Speicher und ein leistungsfähiges Netz, denn das ist der Weg in die Unabhängigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer heute noch fossile Abhängigkeiten verlängert, handelt gegen die Interessen NRWs. Wir gehen den anderen Weg: nach vorne, raus aus der Abhängigkeit, hin zu einer sicheren, bezahlbaren und erneuerbaren Energiezukunft.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 May 2026 11:49:21 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-08: Leistung anerkennen, Gerechtigkeit schaffen: bessere Bedingungen für Alleinerziehende</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/leistung-anerkennen-gerechtigkeit-schaffen-bessere-bedingungen-fur-a-49327</link>
                        <author>Theda de Morais Dourado (KV Düsseldorf)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/leistung-anerkennen-gerechtigkeit-schaffen-bessere-bedingungen-fur-a-49327</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland leben offiziell 1,7 Millionen Alleinerziehende - mehrheitlich Frauen - mit minderjährigen Kindern. Das betrifft fast jede fünfte Familie in NRW, inoffiziell noch mehr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alleinerziehende tragen die Verantwortung für Familie, Einkommen und<br>
Fürsorge – und werden dennoch stigmatisiert und strukturell benachteiligt. Diese Benachteiligung trifft auch ihre Kinder und führt zu einer hohen<br>
Armutsgefährdung trotz enormer Leistung und einer hohen Erwerbsquote. Mit einem Armutsrisiko von 43 % sind sie so stark von Armut betroffen wie keine andere<br>
Familienform. Alleinerziehende Mütter sind häufiger von Armut betroffen als alleinerziehende Väter. Dies liegt u.a. daran, dass alleinerziehende Väter häufiger mit älteren Kindern zusammenleben, und an der ungleichen Verteilung von Care-Arbeit und Beruf vor Trennungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies zeigt: Es braucht endlich politische und gesetzliche Rahmenbedingungen, die Alleinerziehende stärken, ihre Leistung anerkennen und echte Gerechtigkeit<br>
schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN NRW setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für<br>
Alleinerziehende auf Landes- und Bundesebene zu verbessern:</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für ein sicheres Leben ohne Gewalt: Für Kinder und ihre Mütter</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jeden Tag werden in NRW fast 100 Frauen Opfer von (Ex-)Partnerschaftsgewalt. Besonders gefährlich sind Schwangerschaft und Trennungsphase. Fast jeden zweiten Tag wird in Deutschland eine Frau von einem (Ex-)Partner getötet, oft sind Kinder involviert, nicht selten werden auch sie zu Mordopfern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frauen mit Kindern sind besonders von (Ex-)Partnerschaftsgewalt gefährdet, da sie oft in ökonomischer Abhängigkeit leben und gewaltausübende Väter nach der Trennung bspw. durch Umgang und Familiengerichtsverfahren weiterhin Kontrolle über gewaltbetroffene Frauen ausüben können. Frauen ohne deutsche Staatsbürgerschaft sind dabei besonders vulnerabel, durch aufenthaltsrechtliche Unsicherheiten und die Angst vor dem Verlust des Aufenthaltsstatus oder der Kinder. Daher braucht es dringend die vollumfängliche Umsetzung der Istanbul-Konvention.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Gewaltschutz muss immer Vorrang vor Umgangs- und Sorgerechtsansprüchen haben, denn auch die Kinder sind hier Opfer der Gewalt. Von einem Kind miterlebte Gewalt gegen seine Mutter ist eine spezielle Form der Kindesmisshandlung und widerspricht dem Kindeswohl.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Nicht nur die Justiz, sondern auch Behörden wie das Jugendamt oder auch das Jobcenter und Sozialamt müssen dringend zu allen Formen der Partnerschaftsgewalt, Machtdynamiken und Täterstrategien sensibilisiert werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Um Frauen vor Zwangskontrolle gewaltausübender Väter zu schützen, muss außerdem weiterhin - anders als von der Bundesregierung geplant - das alleinige Sorgerecht bei nicht-verheirateten Müttern gelten, solange keine Sorgeerklärung abgegeben wurde.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wohnen: für jede Familie ein gutes Zuhause</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die aktuelle Wohnungskrise trifft Alleinerziehende, deren Armutsrisiko bei 43%<br>
liegt, besonders hart. Dabei ist für das psychische Wohlbefinden von Kindern und ihrem Elternteil eine geeignete Wohnung in einem sicheren Mietverhältnis als stabiler Rückzugsort essentiell. Mit dem Thema Wohnen gehen viele andere<br>
Herausforderungen oder Lösungen einher, wie bspw. die Unterstützung durch<br>
Gemeinschaft und Nähe zu Infrastruktur.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen uns ein für</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>eine gezielte Vergabe von öffentlich gefördertem Wohnraum an<br>
Alleinerziehende.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>die Vorhaltung von öffentlich geförderten Wohnraum für gewaltbetroffene<br>
Frauen, die aus der gemeinsamen Wohnung mit dem Partner oder einem<br>
Frauenhaus ausziehen wollen/müssen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>gemeinschaftliche Wohnformen für Alleinerziehende. Beispielsweise durch<br>
die öffentliche Förderung gemeinschaftlicher Wohnprojekte für<br>
Alleinerziehende und den Abbau von Benachteiligung bei Transferleistungen<br>
und der Steuerklasse für Alleinerziehende, die in eine Wohngemeinschaft<br>
ziehen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Beim Zuschnitt neuer Bauvorhaben von öffentlich gefördertem Wohnraum und<br>
Genossenschaften müssen die Anforderungen von Ein-Eltern-Familien, also<br>
kostengünstige, kompakte Wohnungen mit einem Schlafzimmer für jede Person,<br>
berücksichtigt werden. Eine von der Fläche passende Wohnung ist oft so<br>
geschnitten, dass es nicht genügend Schlafzimmer gibt, da Wohnungen immer<br>
noch für Singles, Paare und Paarfamilien geplant werden. Bei der Vergabe<br>
von Sozialwohnungen muss die Zahl der Zimmer ausschlaggebend sein, auch<br>
bei jüngeren Kindern, nicht lediglich die Zahl der Quadratmeter.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterhaltsvorschuss reformieren: Kinderrechte stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn ein unterhaltsspflichtiger Elternteil den Unterhalt nicht zahlt, geht der<br>
Staat in Vorleistung und gewährt einen Mindest-Unterhaltsvorschuss, der laut<br>
Gesetz vom zahlungspflichtigen Elternteil zurückgezahlt werden muss. Das<br>
Unterhaltsvorschussgesetz sowie die Praxis der unzureichenden Rückforderung sind derzeit höchst ungerecht und benachteiligen vor allem Alleinerziehende und ihre Kinder. Wir werden uns dafür einsetzen, dass jedes Kind die ihm rechtlich<br>
zustehenden finanziellen Mittel bekommt, indem</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>das Kindergeld nicht mehr, wie in der bisherigen Regelung, vollständig vom<br>
Unterhaltsvorschuss abgezogen wird.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>der Anspruch des Kindes auf Unterhaltsvorschuss analog zum zivilrechtlichen Unterhaltsanspruch</p><ul><li><p>bei erneuter Heirat der alleinerziehenden Person bestehen bleibt.</p></li><li><p>bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung besteht.</p></li><li><p>auch nach dem 12. Lebensjahr nicht vom Einkommen des betreuendenElternteils abhängt. Alleinerziehende brauchen keine Arbeitsanreize,sondern ihre Kinder brauchen den Lebensstandard, der ihnen zusteht,auch nach dem 12. Lebensjahr!</p></li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>die Rückgriffquote, die aktuell bei nur 17% liegt, auf<br>
unterhaltspflichtige Elternteile deutlich erhöht wird. Dazu soll eine<br>
Reform zwischen Bund, Ländern und Kommunen erarbeitet und eine nationale Inkassostelle nach dem Vorbild des BAföG-Amts eingerichtet werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>die Antragstellung für den Unterhaltsvorschuss vereinfachter, schneller<br>
und unbürokratischer erfolgt. Insbesondere darf die Antragstellung nicht<br>
von der Alleinerziehenden eine finanzielle Vorleistung im Rahmen<br>
gerichtlicher Verfahren, beispielsweise zur Feststellung der Vaterschaft,<br>
verlangen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>langfristig die Holschuld der Alleinerziehenden durch eine Bringschuld deszahlungspflichtigen Elternteils ersetzt wird. Das heißt, ein Elternteil,das nicht zahlt, muss den Staat um den Vorschuss bitten. Tut er dies nicht, ist automatisch auch die o.g. Inkassostelle zuständig.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Diskriminierung bekämpfen: Gleichstellung fördern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Obwohl Alleinerziehende extrem viel leisten, erleben sie an vielen Stellen<br>
strukturelle Diskriminierung, sei es durch Gesetze oder andere Strukturen und<br>
gesellschaftliche Erwartungen. Daher fordern wir</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>die Aufnahme der Familiensituation ins Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz<br>
(AGG), inklusive des Status „alleinerziehend“ für effektiven Schutz vor<br>
Benachteiligung im Beruf, bei der Wohnungssuche und im Alltag.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>dass die Hürden, Diskriminierung zu beweisen, gesenkt werden und die Frist<br>
zur Geltendmachung von Ansprüchen verlängert wird. Damit sollen mehr<br>
Betroffene befähigt werden, sich zu wehren. So kann Diskriminierung<br>
wirklich geahndet und durch Präzendenzfälle wirksam entgegengewirkt<br>
werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>eine faire Besteuerung. Aktuell werden Alleinerziehende in Deutschland<br>
steuerlich etwa doppelt so stark belastet wie im OECD-Durchschnitt. Sie<br>
versorgen mindestens ein Kind, das nicht arbeiten kann und werden<br>
gegenüber verheirateten Paaren aus zwei Erwachsenen steuerlich massiv<br>
benachteiligt. Stattdessen sollen Alleinerziehende, insbesondere mit<br>
geringem Einkommen, entlastet werden, beispielsweise durch eine<br>
Steuergutschrift.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Eine Familienversicherung, die alle Familienmodelle berücksichtigt.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>dass bei jeder Kindergelderhöhung der SGBII-Regelsatz für Kinder in<br>
gleicher Höhe steigt.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>volle Lohnfortzahlung für Eltern kranker Kinder. Die Lohneinbußen durch<br>
Kinderkranktage treffen Alleinerziehende besonders. Damit Eltern die<br>
Gesundheit ihres Kindes und anderer schützen können, müssen diese auch bei Krankheit der Kinder, analog zu eigener Krankheit, volle Lohnfortzahlung<br>
bekommen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Ermöglichung von politischer Teilhabe durch familienfreundliche<br>
Strukturen, um ein Mandat ausüben zu können. Der politische Betrieb muss<br>
Rücksicht auf Betreuungsrealitäten nehmen. Die eigene politische<br>
Beteiligung von Alleinerziehenden ist nicht nur wichtig für eine gerechte<br>
Teilhabe, sondern stellt auch sicher, dass bei der Gesetzgebung die<br>
Interessen der Alleinerziehenden berücksichtigt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>dass der Umgang mit einem anderen Elternteil bei der Berechnung von<br>
Ansprüchen nicht zu finanziellen Nachteilen führt. Stattdessen sollen die<br>
finanziellen Mehrbelastungen durch Umgang berücksichtigt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Leistung muss sich wieder lohnen: Care Arbeit anerkennen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alleinerziehende leisten unglaublich viel und opfern ihre eigene soziale<br>
Absicherung oftmals dafür, für ihre Kinder da zu sein. Sie leisten mit ihrer<br>
Erziehungsarbeit einen erheblichen gesellschaftlichen Beitrag. Daher schlagen<br>
wir vor,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alleinerziehenden für die Betreuung minderjähriger Kinder pro Jahr einen zusätzlichen halben Rentenpunkt gutzuschreiben.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Einen Rechtsanspruch für Alleinerziehende auf flexible und planbare Arbeitszeiten einzuführen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Einen Rechtsanspruch für Alleinerziehende auf Vorrang bei der Vergabe von Betreuungsplätzen einzuführen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>sowie weitere Maßnahmen zur Vermeidung von Altersarmut bei Alleinerziehenden zu entwickeln.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als gleichwertige Familienform wollen wir die Lebensrealität von<br>
Alleinerziehenden - in engem Austausch mit der Zivilgesellschaft - in allen<br>
Bereichen unseres politischen Handelns mitdenken, um strukturelle<br>
Benachteiligung einzudämmen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Als Grüne stehen wir für Feminismus und soziale Gerechtigkeit. Durch gerechte Rahmenbedingungen und finanzielle Sicherheit für Alleinerziehende wollen wir Kinderarmut reduzieren und strukturelle Benachteiligungen verringern – zentrale Ziele unserer Politik.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Weiterführende Informationen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong><a href="https://innn.it/Kindergeld">https://innn.it/Kindergeld</a></strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong><a href="https://vamv.de/de/presse/pressemitteilungen/unterhaltsvorschuss-zugig-weiter-verbessern/">https://vamv.de/de/presse/pressemitteilungen/unterhaltsvorschuss-zugig-weiter-verbessern/</a></strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong><a href="https://www.buendnis-istanbul-konvention.de/">https://www.buendnis-istanbul-konvention.de/</a></strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong><a href="https://innn.it/gleiche-chancen-fur-alle">https://innn.it/gleiche-chancen-fur-alle</a></strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong><a href="https://alltagsheldinnen.org/zahlen-daten-fakten/">https://alltagsheldinnen.org/zahlen-daten-fakten</a></strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong><a href="https://alltagsheldinnen.org/buendnis-gutes-wohnen/">https://alltagsheldinnen.org/buendnis-gutes-wohnen/</a></strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><strong><a href="https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/service/publikationen/zehnter-familienbericht-254310">https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/service/publikationen/zehnter-familienbericht-254310</a></strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p><a href="https://antraege.gruene.de/1bfr26/motherhood-penalty-abbauen-entgeltfortzahlung-bei-der-betreuung-krank-13923"><strong>https://antraege.gruene.de/1bfr26/motherhood-penalty-abbauen-entgeltfortzahlung-bei-der-betreuung-krank-13923</strong></a></p></li></ul></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 08 May 2026 11:19:02 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-12: Deutsche Gebärdensprache als Teil schulischer Sprachenvielfalt stärken</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/deutsche-gebardensprache-als-teil-schulischer-sprachenvielfalt-starken-21907</link>
                        <author>Hanna Hüwe (KV Coesfeld)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/deutsche-gebardensprache-als-teil-schulischer-sprachenvielfalt-starken-21907</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW setzen sich dafür ein, die Deutsche Gebärdensprache (DGS) langfristig stärker als Bestandteil schulischer Sprachenvielfalt in Nordrhein-Westfalen zu verankern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dazu gehört insbesondere,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>DGS als mögliches Wahlpflicht-, Wahl- und AG-Angebot an Regelschulen weiterzuentwickeln,</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>die Zusammenarbeit mit Volkshochschulen, Gehörlosenverbänden, Kompetenzzentren und Organisationen der Deaf Community auszubauen,</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte sowie Zugangswege für gehörlose Fachkräfte und Quereinsteiger*innen weiterzuentwickeln,</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>sowie die Sichtbarkeit der Deutschen Gebärdensprache als Bestandteil sprachlicher, kultureller und inklusiver Bildung zu stärken.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sprache ist Grundlage für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und gegenseitiges Verständnis. Die Deutsche Gebärdensprache ist eine eigenständige und vollwertige Sprache. Für viele gehörlose und schwerhörige Menschen ist sie zentraler Bestandteil ihrer Lebensrealität, Kultur und Identität.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Trotz ihrer rechtlichen Anerkennung ist DGS im nordrhein-westfälischen Bildungssystem bislang nur eingeschränkt sichtbar – insbesondere an Regelschulen. Während Fremdsprachen wie Französisch, Spanisch oder Latein selbstverständlich zum schulischen Angebot gehören und einzelne Schulen darüber hinaus weitere Sprachen wie Niederländisch oder Russisch anbieten, bleibt der Zugang zur Deutschen Gebärdensprache bislang oft auf einzelne Projekte oder Förderschulen beschränkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit den neuen Rahmen- und Unterrichtsvorgaben für Deutsche Gebärdensprache hat Nordrhein-Westfalen 2024 einen wichtigen Schritt unternommen. DGS wurde curricular verankert und erstmals ausdrücklich auch für Schulen des Gemeinsamen Lernens geöffnet. Nun gilt es, diese Grundlage langfristig weiterzuentwickeln und DGS dort als schulisches Wahl-, Wahlpflicht- oder AG-Angebot zu ermöglichen, wo Schulen entsprechende Angebote aufbauen möchten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW gehört sprachliche Vielfalt zu einer modernen Bildungspolitik. Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit erhalten, unterschiedliche Sprachen kennenzulernen und zu erlernen – unabhängig davon, ob diese gesprochen oder gebärdet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Zugang zu Gebärdensprache stärkt nicht nur die Teilhabe gehörloser und schwerhöriger Menschen. Er fördert auch gegenseitiges Verständnis, baut Kommunikationsbarrieren ab und unterstützt inklusive Kompetenzen im (Schul)Alltag.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bislang hängt der Zugang zu DGS häufig vom Engagement einzelner Lehrkräfte oder lokaler Initiativen ab. Deshalb braucht es langfristig flexible und kooperative Lösungen, damit Schulen einfacher DGS-Angebote aufbauen können. Nordrhein-Westfalen verfügt bereits über wichtige Strukturen, auf denen aufgebaut werden kann – darunter Volkshochschulen mit bestehenden DGS-Angeboten, Kompetenzzentren, Gehörlosenverbände, digitale Lernformate und regionale Bildungsnetzwerke.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit Gehörlosenverbänden und der Deaf Community. Gute DGS-Bildung entsteht nicht allein durch Lehrpläne, sondern auch durch sprachliche und kulturelle Begegnung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch digitale und hybride Unterrichtsmodelle können dazu beitragen, Schulen beim Aufbau von DGS-Angeboten zu unterstützen und standortübergreifende Formate zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW gehört dazu eine Bildungspolitik, die sprachliche Vielfalt sichtbar macht, Barrieren abbaut und neue Wege der Verständigung eröffnet – unabhängig davon, ob Sprache gesprochen oder gebärdet wird.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 07 May 2026 23:11:15 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F-02: Präsidiumsvorschlag</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/prasidiumsvorschlag-59951</link>
                        <author>Landesvorstand NRW (dort beschlossen am: 27.02.2026)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/prasidiumsvorschlag-59951</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Anna Kysil<br>
Anna Solar<br>
Bernadette Niehaus<br>
Can Erdal<br>
Katrin Uhlig<br>
Luis Bobga<br>
Patrick Voss<br>
Sandra Stein<br>
Schahina Gambir</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>LPR Präsidium:<br>
Maria Klein-Schmeink<br>
André Zöhren<br>
Max Löffler</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Politischer Geschäftsführer:<br>
Raoul Roßbach</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 07 May 2026 16:58:34 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-02: Bundesweite Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspende</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/widerspruchsregelung-bei-organspende-bundesweit-einfuhren-45976</link>
                        <author>LAG Gesundheit (dort beschlossen am: 07.05.2026)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/widerspruchsregelung-bei-organspende-bundesweit-einfuhren-45976</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW spricht sich ausdrücklich für die Einführung einer Widerspruchsregelung bei Organspende aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dies erfolgt vor dem Hintergrund und zur Stärkung der aktuellen, im Deutschen Bundestag im Gruppenverfahren von Abgeordneten aller demokratischen Parteien eingebrachten Gesetzesinitiative.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesdelegiertenkonferenz bekräftigt damit sowohl den Beschluss „Widerspruchslösung in der Organspende implementieren“ der 48. Bundesdelegiertenkonferenz vom 16.10.2022 sowie das Regierungsprogramm zur Bundestagswahl 2025, in dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Einführung einer Widerspruchsregelung und die weitere Verbesserung der Strukturen in der Transplantationsmedizin unterstützt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland bleibt bei der Organspende im Eurotransplant-Verbund und im europäischen Vergleich weiter deutlich zurück. Dieses Defizit beruht nicht auf einer grundsätzlich fehlenden Spendenbereitschaft in der Bevölkerung, sondern auch darauf, dass viele Menschen sich ohne klaren Anlass nicht aktiv mit der Frage der Organspende befassen. Gerade deshalb hat die zuletzt 2020 im Bundestag mehrheitlich getragene Entscheidungslösung, die anstelle der Widerspruchsregelung beschlossen wurde, zu keinerlei Verbesserung geführt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Zahlen belegen das deutlich: Ende 2025 warteten in Deutschland weiterhin 8.199 Menschen auf ein Spenderorgan. Zugleich wurden 2025 in Deutschland 3.256 Organe transplantiert, obwohl der Bedarf weiter erheblich höher lag. Jedes Jahr sterben zudem weiterhin 600 bis 700 Menschen auf der Warteliste, während über 80 Prozent der Bevölkerung einer Organ- und Gewebespende grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Dass Deutschland 2025 mit ca. 11 Spender*innen pro Million Einwohner*innen nur minimal zulegen konnte und damit weiter hinter vielen europäischen Ländern zurückbleibt, zeigt, dass die Haltung von 2020 den Missstand strukturell nicht behoben hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor diesem Hintergrund stellt die Widerspruchsregelung aus Sicht des Landesverbandes NRW eine zeitgemäße, proeuropäische, wissenschaftlich klar belegte und gesundheitspolitisch gebotene Antwort auf eine versorgungspolitisch eindeutige und erhebliche Problemlage dar.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jedes Jahr sterben in Deutschland 600 - 700 Menschen beim Warten auf ein Spender*innen-Organ.<a href="#_ftn1"><sup><sup>[1]</sup></sup></a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für viele schwer kranke Menschen, deren Organe versagen, ist die Organspende eine Chance auf ein neues Leben. Häufig ist eine Transplantation nach einem Unfall oder einer Krankheit die einzige Therapie, die das Leben dieser Menschen noch retten kann oder ihre Lebensqualität deutlich verbessert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Derzeit warten in Deutschland rund 8.200 schwer kranke Menschen auf ein Spender*innen-Organ. Die Wartezeiten für eine Spender*innen-Niere beträgt dabei durchschnittlich 8 – 9 Jahre.<a href="#_ftn2"><sup><sup>[2]</sup></sup></a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gleichzeitig wurden im vergangenen Jahr jedoch nicht einmal 3.300 Organe postmortal transplantiert.<a href="#_ftn3">[3]</a> Die fehlende Zustimmung durch Angehörige stellte dabei in den Fällen, in denen der Wille der Verstorbenen nicht bekannt war, immer noch einen der Hauptgründe dar, warum eine Spende bei potenziellen Organspender*innen nicht stattfand. Wenn die verstorbene Person selbst eine Entscheidung zur Organspende getroffen hatte, dann fiel diese jedoch in rund 72 % der Fälle für die Spende aus. Mussten jedoch die Angehörigen eine Entscheidung treffen, dann wurde nur in 46 % der Fälle eine Zustimmung erteilt.<a href="#_ftn4">[4]</a> Dies dürfte auch nicht verwundern, angesichts der enormen Ausnahmesituation, in der sich die Angehörigen in einem solchen Moment befinden. Auch für sie und das Krankenhauspersonal bedarf es daher klarer Regelungen, die die Situation – welche häufig zeitkritisch ist – für alle Beteiligten so einfach und sicher wie möglich gestaltet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach einer Repräsentativumfrage der BZgA sind rund 84 % der Bürger*innen gegenüber einer Organ- oder Gewebespende positiv eingestellt. Dennoch haben lediglich rund 44 % ihre Spendebereitschaft auch schriftlich dokumentiert.<a href="#_ftn5">[5]</a> Dies zeigt, dass häufig nicht der entgegenstehende Wille eines Menschen eine Organspende verhindert, sondern seine Gleichgültigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dies belegen auch die Zahlen des, seit März 2024 bestehenden digitalen Organspenderegisters. Dort haben nach 2 Jahren rund 515.000 Menschen eine entsprechende Erklärung abgegeben. Dabei haben 82,3% Organentnahmen nach ihrem Tod ohne Einschränkungen zugestimmt. Einen Widerspruch hinterlegt haben dagegen lediglich 8,5%.<a href="#_ftn6">[6]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Deutschland gilt mit ca. 11 Organspender*innen je eine Million Einwohner*innen<a href="#_ftn7">[7]</a> als eines der europäischen Schlusslichter. In anderen europäischen Ländern sieht die Situation deutlich besser aus. Dies liegt u.a. an unterschiedlichen Regelungen zur Organspende.<a href="#_ftn8">[8]</a> So gilt die Widerspruchregelung in 12 europäischen Ländern (wie u.a. Spanien (48 Organspender*innen auf eine Million Einwohner*innen), Frankreich, Italien, Irland und Österreich). Darüber hinaus gibt es die sogenannte erweiterte Widerspruchslösung unter anderem in Schweden, Finnland oder Kroatien. Gleichzeitig importiert Deutschland seit Jahren mehr Organe, als es selbst anderen europäischen Ländern zur Verfügung stellt und profitiert dabei von den verhältnismäßig höheren Spendenzahlen in den Nachbarländern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es kann und es darf nicht sein, dass in einem der reichsten Länder der Welt, Menschen unnötig leiden und sogar sterben, obwohl sowohl die entsprechende medizinische Versorgung als auch eine ausreichende Anzahl an Spender*innen-Organen grundsätzlich zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir müssen endlich anerkennen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht dazu geführt haben, dass sich die Lage in Deutschland im Hinblick auf Organtransplantationen signifikant verbessert hätte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass sich in das damals eingeführte Online-Organspenderesgister seit über 2 Jahren deutlich weniger Menschen eingetragen haben, als tatsächlich einen Organspendeausweis besitzen. Denn während rund 40% der Erwachsenen und damit ca. 26.000.000 Menschen ihren Willen bezüglich einer Organ- oder Gewebespende bereits mittels eines entsprechenden Ausweises dokumentieren<a href="#_ftn9">[9]</a>, haben sich bis Mai 2026 lediglich 546.000 Menschen und damit nicht einmal 1% der Erwachsenen in Deutschland in das Organspenderegister eingetragen. Da darüber hinaus die meisten Eingetragenen auch bereits über einen Ausweis verfügen dürften, hat das Register nicht zu einer spürbaren Erhöhung der Dokumentation des Organspendewillens in Deutschland geführt und damit sein Ziel klar verfehlt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher müssen wir uns – wie in unserem Bundestagswahlprogramm 2025 beschlossen – endlich entschieden für die Einführung der Widerspruchslösung im Transplantationsgesetz einsetzen. Der nun im Gruppenverfahren eingebrachte Antrag bietet diese Chance!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a><a href="https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht%202024.pdf">https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht%202024.pdf</a><a href="https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht_2025.pdf">https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht_2025.pdf</a> ; <a href="https://www.organspende-info.de/zahlen-und-fakten/statistiken/">https://www.organspende-info.de/zahlen-und-fakten/statistiken/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a><a href="https://www.pronovabkk.de/gesuender-leben/koerper-und-seele/organ-und-stammzellenspende/organspende-zahlen-daten-fakten.html#:~:text=Wie%20viele%20Menschen%20stehen%20auf,ihnen%20warteten%20auf%20eine%20Niere">https://www.pronovabkk.de/gesuender-leben/koerper-und-seele/organ-und-stammzellenspende/organspende-zahlen-daten-fakten.html#:~:text=Wie%20viele%20Menschen%20stehen%20auf,ihnen%20warteten%20auf%20eine%20Niere</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a><a href="https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht_2025.pdf">https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht_2025.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref4">[4]</a><a href="https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht_2025.pdf">https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht_2025.pdf</a>, S. 54</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref5">[5]</a> Zimmering, R., Hammes, D. (2023). Bericht zur Repräsentativstudie 2022 »Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende«. BZgA-Forschungsbericht. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref6">[6]</a><a href="https://www.aerzteblatt.de/news/mehr-als-500000-eintrage-im-digitalen-organspenderegister-28b8dca8-86e0-43e2-aa1b-43af9a466108">https://www.aerzteblatt.de/news/mehr-als-500000-eintrage-im-digitalen-organspenderegister-28b8dca8-86e0-43e2-aa1b-43af9a466108</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref7">[7]</a><a href="https://www.organspende-info.de/zahlen-und-fakten/statistiken/#:~:text=Die%20meisten%20Patientinnen%20und%20Patienten,der%20Warteliste%20sind%202022%20verstorben">https://www.organspende-info.de/zahlen-und-fakten/statistiken/#:~:text=Die%20meisten%20Patientinnen%20und%20Patienten,der%20Warteliste%20sind%202022%20verstorben</a>; <a href="https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht_2025.pdf">https://dso.de/SiteCollectionDocuments/DSO-Jahresbericht_2025.pdf</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref8">[8]</a><a href="https://www.ueber-leben.de/organspende-in-europa/#:~:text=Die%20sogenannte%20erweiterte%20Widerspruchsl%C3%B6sung%2C%20die,Lebzeiten%20nicht%20aktiv%20widersprochen%20hat">https://www.ueber-leben.de/organspende-in-europa/#:~:text=Die%20sogenannte%20erweiterte%20Widerspruchsl%C3%B6sung%2C%20die,Lebzeiten%20nicht%20aktiv%20widersprochen%20hat</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="#_ftnref9">[9]</a><a href="https://www.organspende-info.de/zahlen-und-fakten/einstellungen-und-wissen/#bioeg">https://www.organspende-info.de/zahlen-und-fakten/einstellungen-und-wissen/#bioeg</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 07 May 2026 01:34:10 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-06: Digitale Bildung in öffentlicher Hand für Bildungsgerechtigkeit und Souveränität</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/digitale-bildung-in-offentlicher-hand-fur-bildungsgerechtigkeit-und-so-53327</link>
                        <author>Philipp Heyken Soares (KV Aachen)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/digitale-bildung-in-offentlicher-hand-fur-bildungsgerechtigkeit-und-so-53327</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesdelegiertenkonferenz möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich auf Landesebene für eine öffentlich getragene, gerechte und souveräne digitale Bildung in Nordrhein-Westfalen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dazu zählen insbesondere folgende Punkte:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Alle Schüler*innen und Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen haben Zugang zu sicheren, datenschutzgerechten und kostenfreien digitalen Bildungswerkzeugen — unabhängig von Schulform, Schulträger oder Wohnort.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Die digitale Bildungsinfrastruktur der Schulen liegt in öffentlicher Hand. Das Land trägt sie gemeinsam mit anderen Bundesländern, dem Bund sowie europäischen Partner*innen, statt isolierte Einzellösungen zu finanzieren.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Der Betrieb digitaler Werkzeuge in den Schulen ist nicht auf Konzerne außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union angewiesen. Daten von Schüler*innen und Lehrkräften bleiben in europäischer Hand und fließen nicht in die Geschäftsmodelle einzelner Anbieter ein.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Lehrkräfte konzentrieren sich auf das Unterrichten. Beschaffung, Wartung und Support digitaler Werkzeuge übernimmt die öffentliche Hand zentral — etwa über eine Landesstelle, die Schulen einheitlich versorgt.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p>Lehrkräfte erhalten praxisnahe Fortbildungen, die sie befähigen, digitale Werkzeuge im Unterricht selbstbestimmt einzusetzen und den sachgerechten Umgang mit diesen zu vermitteln. Dies gilt insbesondere auch für Werkzeuge mit Künstlicher Intelligenz.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><p>Werkzeuge mit Künstlicher Intelligenz im Unterricht sind pädagogisch geeignet, gerecht und vorab ethisch geprüft. Sie fördern Kinder gezielt und unter Einbeziehung individueller Stärken und Schwächen in ihrer sprachlichen, fachlichen und sozialen Entwicklung. Sie entlasten Lehrkräfte, ohne diese in ihrer pädagogischen Verantwortung zu ersetzen.</p></li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In den Klassenzimmern Nordrhein-Westfalens steht es um die digitale Ausstattung schlecht. Lehrkräfte verlieren Stunden mit Geräten, die nicht starten, mit Anmeldungen, die nicht funktionieren, sowie mit Datenschutzfragen, auf die niemand eindeutig antworten kann. Wo die öffentliche Hand keine Werkzeuge bereitstellt, springen Konzerne aus den Vereinigten Staaten ein — etwa Google, Microsoft und OpenAI. Sie liefern bequeme Lösungen, sammeln dabei aber die Daten von Schüler*innen und Lehrkräften ein und prägen, wie eine ganze Generation lernt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Zustand ist kein technisches Problem, sondern ein politisches. Wer in Schulen die digitale Grundlage legt, entscheidet darüber, ob Kinder selbstbestimmt mit digitalen Werkzeugen umgehen lernen oder ob sie zu Datenlieferant*innen weniger Konzerne werden. Und wer die Infrastruktur betreibt, prägt mit, wie Schüler*innen lernen und was Schüler*innen unter Bildung verstehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es gibt erste Schritte in die richtige Richtung. Die sechzehn Länder bauen seit 2024 gemeinsam an einer öffentlichen Plattform für Schulen — bekannt als „Adaptives Intelligentes System” (AIS). Teil davon ist der Schreibassistent „telli”, den die Schulen in Nordrhein-Westfalen seit Dezember 2025 nutzen können. Der Quellcode ist offen, die Daten verlassen den europäischen Rechtsraum nicht. Das ist die Richtung, die wir wollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Allerdings bleiben diese Initiativen bislang zu klein und zu schwach finanziert. Eine Plattform, die alle Länder, den Bund und europäische Partner*innen zusammenbringt, entsteht nicht nebenher. Sie braucht eine klare politische Trägerschaft, langfristige Mittel und Tempo. Insbesondere fehlt bislang die personalisierte Lernbegleitung, die Kinder dort abholt, wo sie stehen — und die gerade jenen Kindern hilft, die zuhause weniger Unterstützung erfahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Damit das gelingt, müssen Lehrkräfte mitkommen. Praxisnahe Fortbildungen sind kein Anhang, sondern Voraussetzung. Wer digitale Werkzeuge im Unterricht einsetzt, muss verstehen, wie sie funktionieren, wo ihre Grenzen liegen und wie sich pädagogische Verantwortung dabei behaupten lässt. Werkzeuge mit Künstlicher Intelligenz sind Hilfsmittel. Die Beziehung zwischen Lehrkraft und Schüler*in ersetzen sie nicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine solche Infrastruktur lässt sich nicht aus einem einzelnen Landeshaushalt finanzieren. Nordrhein-Westfalen hat aber Gewicht — als bevölkerungsreichstes Land mit der größten Schullandschaft der Republik. Treibt dieses Land den Aufbau einer öffentlichen, europäisch verankerten digitalen Bildung voran, folgen andere. Treibt es ihn nicht voran, füllen weiterhin Konzerne das Vakuum, die schon heute zu viele Daten zu wenig kontrolliert verarbeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Digitale Bildung darf sich nicht nur auf Infrastruktur beschränken, sondern muss Kinder und Jugendliche befähigen, Informationen kritisch einzuordnen, eigenständig zu urteilen und auch im Umgang mit zunehmend autonomen KI-Systemen kognitiv und ethisch souverän zu bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir GRÜNE in Nordrhein-Westfalen stehen für eine Bildung, die öffentlich getragen wird, die Kindern unabhängig von Herkunft, Sprache oder sozialem Hintergrund gleiche Chancen eröffnet, und die mit digitaler Technik mündig umgeht, anstatt ihr ausgeliefert zu sein.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 06 May 2026 22:36:10 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-03: Mentale Gesundheit darf keine Frage des Geldes sein!</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/mentale-gesundheit-darf-keine-frage-des-geldes-sein-25543</link>
                        <author>Katharina Hix (KV Bielefeld)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/mentale-gesundheit-darf-keine-frage-des-geldes-sein-25543</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Was ist passiert?</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der erweiterte Bewertungsausschuss beschloss zum 01.04.26 die Absenkung der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen um 4,5 %. Darüber hinaus soll nun mit dem vom Bundeskabinett beschlossenen GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz unter anderem die Budgetierung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung beschlossen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>NRW und die psychologische Versorgung</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Studie über die Wartezeiten für psychologische Hilfe der<a href="https://www.ptk-nrw.de/aktuelles/meldungen/detail/bptk-studie-2018-rund-20-wochen-wartezeit-auf-psychotherapeutische-behandlung"> BPtK aus 2018 </a>zeigt, dass schon zu diesem Zeitpunkt durchschnittlich 139,3 Tage auf einen Therapieplatz gewartet werden musste. Auf dem Land, aber auch in anderen Regionen müssen Betroffene besonders lange warten, z.B. im Ruhrgebiet: 2018 betrug die durchschnittliche Wartezeit 205,8 Tage. 2022 ändert sich nach Zahlen der <a href="https://www.bptk.de/pressemitteilungen/psychisch-kranke-warten-142-tage-auf-eine-psychotherapeutische-behandlung/">BPtK</a> an der durchschnittlichen Wartezeit kaum etwas, 142,2 Tage – etwas mehr als im Jahr 2018.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei ist die psychologische Versorgung mehr gebraucht denn je. Ergebnisse der <a href="https://www.simon-schnetzer.com/jugendstudien/jugend-in-deutschland-2026"><span class="underline">Trendstudie </span></a>„Jugend in Deutschland 2026“ zeigen, dass der Anteil junger Menschen zwischen 14 und 29 Jahren, die angegeben haben, psychologische Unterstützung zu benötigen, mit 29 % einen neuen Höchstwert erreicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Bedarf für psychologische Versorgung ist auf einem alarmierenden Hoch und das einzige, was von der Regierung kommt, sind Kürzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Kürzungen und deren Auswirkung</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie zu Beginn geschildert ist das Honorar der Psychotherapeut*innen um 4,5 % gekürzt worden. Gleichzeitig wurden die Strukturzuschläge um 14,25 % angehoben – das Problem: Nicht alle Praxen haben Anspruch auf den Zuschlag. Und selbst die Praxen, die den Zuschlag in vollem Umfang erhalten, müssen mit einer Honorarsenkung von 2,8% umgehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Psychotherapeut*innen sind unter den Praxisinhaber*innen ohnehin schon die am wenigsten verdienende Arbeitsgruppe. Nach Abzug der Praxiskosten bekommen sie gerade einmal 52 € pro Arbeitsstunde – die Hälfte dessen, was Praxisinhaber*innen der wohnortnahen fachärztlichen Versorgung im Durchschnitt bekommen. Ein wichtiger Unterschied zu anderen Praxen: Psychotherapeut*innen sind fast vollständig zeitgebunden, da Sitzungen meist 50 min lang sein müssen. Deswegen ist es ihnen nicht möglich, mehr Behandlungen in der gleichen Zeit durchzuführen, um damit ihren Verdienst zu erhöhen. (Quelle: <a href="https://www.bptk.de/pressemitteilungen/absenkung-der-psychotherapeutischen-honorare-inakzeptabel/"><span class="underline">BPtK </span></a>12.03.2026) Mit einer Budgetierung wären mehr Behandlungen dann ohnehin nicht mehr möglich, da das zur Verfügung stehende Budget dann pro Quartal gedeckelt wäre. Je mehr Leistungen die Psychotherapeut*innen abrechnen würden, desto geringer wäre dann die Vergütung der einzelnen Leistungen. Der Teil der erbrachten, aber seitens der gesetzlichen Krankenkassen nicht vergüteten Leistungen bliebe dann schlichtweg unterfinanziert und müsste von den Praxen aus der eigenen Tasche oder durch andere Leistungen, wie zum Beispiel Privatpatient*innen, quersubventioniert werden. (Quelle: <a href="https://www.kv-rlp.de/index.php?eID=dumpFile&amp;t=f&amp;f=4687&amp;token=b20b415542aab62f2783f76acdce89cc71575c52"><span class="underline">KVRLP</span></a>)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um Psychotherapeut*in zu werden, muss nach erfolgreichem Master in Psychologie eine 3-5 Jährige Ausbildung absolviert werden. Studierende sind nicht reich, Azubis ebenfalls nicht, und die Ausbildung zur Psychotherapeut*in kostet extra – in NRW zwischen 24.000€ und 31.000€ (Quelle: <a href="https://www.bptk.de/ausbildungskosten-und-verguetungsanteile/"><span class="underline">BPtK</span></a>, Stand 25.03.2026). Wer anschließend gesetzlich Versicherte behandeln möchte, muss sich für einen Kassensitz bewerben. Dieser kostet je nachdem, wo er sich befindet, 50.000€ bis 180.000€ (Quelle: <a href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/kassensitze-psychotherapie-praxen-100.html"><span class="underline">Tagesschau </span></a>Stand 13.12.2024). Die Verfahren dahinter sind extrem intransparent und unübersichtlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Da ist es kein Wunder, wenn viele Psychotherapeut*innen mit Schulden in den Beruf starten (Quelle: <a href="https://www.spiegel.de/psychologie/psychotherapie-ausbildung-kampf-um-eine-bessere-bezahlung-a-e04deff2-c4ee-4aca-9109-7dacc15bae10"><span class="underline">Spiegel</span></a>, Stand 29.08.2019). Und hier fangen auch die Auswirkungen für die Patient*innen an:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kosten für einen Kassensitz sind abschreckend – wenn überhaupt gerade genügend frei sind, und die niedrigen Honorare danach sind ebenfalls demotivierend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was hier also befeuert wird, ist etwas, das ohnehin schon schleichend immer weiter vorangeschritten ist: die Privatisierung von psychotherapeutischen Praxen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Patient*innen die Kosten ausgleichen müssen, welche die Krankenkassen nicht bereit sind zu zahlen. Somit wird Hilfe keine Frage des Bedarfs, sondern eine Frage des Geldes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h2>Forderungen</h2></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW fordern wir zusätzliche Kassensitze und einen transparenten Umgang mit den Kosten und Kriterien!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die 24,5 zusätzlichen Kassensitze aus 2024 waren ein guter Anfang, aber vor allem in den ländlichen Bereichen und im Ruhrgebiet braucht es weitere Sitze, um die Versorgung der dortigen Anwohner*innen zu sichern. Existierende Kassensitze müssen zu einem bezahlbaren Preis übernommen werden können und die Bewerbungsprozesse transparent gemacht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich fordern wir eine kostenfreie Ausbildung!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gerade in Zeiten von Krisen werden Psycholog*innen mehr denn je benötigt, finanzielle Hürden dürfen potentielle Anwärter*innen nicht von der Ausbildung abhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW setzt sich für die Rücknahme der Kürzungen ein und fordert die Erhöhung der Honorare von Psychotherapeut*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit Psychotherapeut*innen gesichert sowohl für Kassen- als auch Privatpatient*innen zur Verfügung stehen, müssen die Honorare so hoch sein, dass Psychotherapeut*innen finanziell nachhaltig abgesichert sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern realistische und zeitgemäße Maßstäbe sowohl bei der Bestimmung der Vergütung als auch bei der Kassensitzverteilung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Verhältniszahlen in der psychotherapeutischen Bedarfsplanung müssen um mindestens 20 % gesenkt und die Finanzierung muss mit realistischen Zahlen verglichen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW setzt sich gegen die Einführung der Budgetierung und für eine gesetzliche Verankerung der extrabudgetären Vergütung auf Bundesebene ein.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 06 May 2026 16:12:11 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-05: Teilhabe sichern: Individuelle Schulbegleitung schützen – Poollösungen dürfen nicht zum Regelfall werden</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/teilhabe-sichern-individuelle-schulbegleitung-schutzen-poollosungen-45968</link>
                        <author>Sina Wübbeling (KV Borken)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/teilhabe-sichern-individuelle-schulbegleitung-schutzen-poollosungen-45968</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Teilhabe an Bildung ist ein individuelles Recht – kein Verwaltungsmodell und keine Frage öffentlicher Kassenlage. Für viele Kinder und Jugendliche wird dieses Recht erst durch Schulbegleitung konkret. Sie ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern oft die Voraussetzung dafür, dass Unterricht, soziale Teilhabe und persönliche Entwicklung überhaupt möglich werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns Grüne NRW ist klar: Inklusion gelingt nicht durch Standardisierung, sondern durch passgenaue Unterstützung. Kinder sind unterschiedlich: in ihren Lebenslagen, ihren Stärken, ihren Behinderungen und ihren Unterstützungsbedarfen. Ein inklusives Bildungssystem muss diese Unterschiedlichkeiten ernst nehmen und darf sie nicht in pauschale Organisationslogiken pressen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb sehen wir mit Sorge, wenn individuelle Ansprüche auf Schulbegleitung bundespolitisch zugunsten pauschaler Poollösungen zurückgedrängt werden sollen. Was als Effizienzgewinn begründet wird, kann in der Praxis weniger Verlässlichkeit für Kinder, mehr Unsicherheit für Familien, zusätzliche Konflikte mit Behörden und neue Belastungen für Schulen bedeuten. Eine Politik, die Poollösungen faktisch zum Regelfall macht, verschiebt den Maßstab: weg vom Bedarf des einzelnen Kindes, hin zu Systemlogik, Verwaltungsvereinfachung und Kostendruck.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Poollösungen können sinnvoll sein, wenn sie pädagogisch begründet sind, gut ausgestattet werden und die Teilhabe konkret verbessern. Sie dürfen aber niemals zur Standardantwort auf unterschiedliche Unterstützungsbedarfe werden. Wo ein Kind eine verlässliche 1:1-Begleitung braucht, darf diese nicht durch eine Gruppenlösung ersetzt oder erschwert werden. Der individuelle Bedarf muss Maßstab bleiben, nicht das günstigste oder organisatorisch bequemste Modell.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Besonders sensibel sind Übergänge im Bildungssystem: von der Kindertagesbetreuung in die Grundschule ebenso wie auf die weiterführende Schule. Gerade dann brauchen Kinder und Familien Stabilität, frühzeitige Planung und verlässliche Unterstützung. Stattdessen werden Bedarfe häufig neu bewertet, Leistungen verzögert oder reduziert, Unterstützungsstrukturen brechen weg oder müssen mühsam neu aufgebaut werden. Das gefährdet Bildungschancen genau dort, wo Verlässlichkeit am wichtigsten wäre.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Planungssicherheit ist deshalb ein zentraler Bestandteil echter Teilhabe. Bei dauerhaftem Unterstützungsbedarf darf Schulbegleitung nicht Jahr für Jahr erneut zum Unsicherheitsfaktor werden. Längerfristige Bewilligungen - möglichst für die Dauer der jeweiligen Schulform - würden Familien entlasten, Verwaltung vereinfachen und Kindern die Kontinuität geben, auf die sie angewiesen sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch Qualität, Qualifizierung und klare Rollen entscheiden darüber, ob Inklusion im Alltag gelingt. Schulassistent*innen übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben: Sie unterstützen Kommunikation, Orientierung, Pflege und soziale Teilhabe. Dafür brauchen sie verbindliche Weiterbildung, faire Arbeitsbedingungen und eine eigenständige Rolle mit klarem Auftrag am Kind. Die Schulbegleitung darf nicht zur allgemeinen Unterstützung des Unterrichtsbetriebs umfunktioniert werden und Pflegeanteile dürfen nicht unausgesprochen vorausgesetzt, sondern müssen fachlich anerkannt und angemessen vergütet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer notwendige individuelle Unterstützung aus Kostengründen einschränkt, spart nicht, sondern verschiebt Probleme in die Zukunft: auf die Kinder, auf ihre Familien, auf die Schulen und auf die Gesellschaft. Inklusion darf nicht daran scheitern, dass Verantwortung zwischen Bund, Land, Kommunen und Schulträgern hin- und hergeschoben wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW fordern daher:</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Der individuelle Bedarf bleibt Maßstab.</strong> Art und Umfang der Schulbegleitung müssen sich am konkreten Bedarf des Kindes orientieren. Notwendige 1:1-Unterstützung darf weder erschwert noch faktisch verdrängt werden. Die Frage der Zumutbarkeit ist konsequent aus der Perspektive des Kindes zu bewerten.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><strong>Poollösungen dürfen nicht zum Zwang werden.</strong> Wir lehnen eine gesetzliche oder faktische Umkehr des Regel-Ausnahme-Verhältnisses ab, bei der Poollösungen zum Regelfall und individuelle Unterstützung zur Ausnahme werden. Insbesondere sprechen wir uns gegen Änderungen des § 112 Abs. 4 SGB IX aus, die eine solche Priorisierung ermöglichen oder begünstigen. Gruppenleistungen dürfen nicht mit individueller Unterstützung gleichgesetzt werden, wo sie den tatsächlichen Bedarf des Kindes nicht decken.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><strong>Planungssicherheit für Kinder und Familien stärken.</strong> Bei dauerhaftem oder absehbar längerfristigem Unterstützungsbedarf von Menschen mit Behinderungen sollen Bewilligungen verlässlicher und längerfristig erfolgen. Ziel muss sein, unnötige jährliche Neuanträge zu vermeiden und Kontinuität insbesondere in sensiblen Übergängen zu sichern: beim Wechsel in die Grundschule ebenso wie beim Übergang auf die weiterführende Schule.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><strong>Schulbegleitung fachlich weiterentwickeln. </strong>Schulassistent*innen brauchen gute Qualifizierung, verbindliche Fort- und Weiterbildung sowie faire Arbeitsbedingungen. Träger sollen verbindlich sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden gezielt weitergebildet werden, etwa in Pflege, Gebärdensprache, Unterstützter Kommunikation oder spezifischen Methoden wie TEACCH im Autismus-Spektrum. Nur fachlich gut begleitete Schulassistenz kann individuelle Unterstützung zuverlässig leisten.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><strong>Die eigenständige Rolle der Schulbegleitung sichern.</strong> Schulbegleitung hat einen klaren Auftrag am Kind. Die Anstellung bei unabhängigen Trägern, etwa Einrichtungen der Behindertenhilfe, kann diese fachliche und pädagogische Unabhängigkeit gegenüber dem Lehrerkollegium stärken. Diese Rolle darf nicht verwischt werden. Schulbegleitung darf nicht zur allgemeinen Entlastung des Unterrichtsbetriebs umfunktioniert werden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><strong>Pflegeanteile anerkennen und angemessen vergüten.</strong> Körperbezogene Unterstützung und pflegerische Tätigkeiten gehören für manche Kinder selbstverständlich zum Schulalltag, etwa bei Trisomie 21 oder anderen Behinderungen mit pflegerischem Unterstützungsbedarf. Diese Aufgaben müssen klar benannt, professionell eingeordnet und entsprechend vergütet werden. Die unausgesprochene Erwartung, solche Tätigkeiten würden - häufig von weiblichen Schulassistentinnen - „einfach mitgemacht“, ist fachlich falsch und strukturell problematisch.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><strong>Fehlanreize durch Sparpolitik vermeiden.</strong> Kurzfristige Einsparziele in der Eingliederungshilfe führen nicht zu nachhaltiger Entlastung. Einsparungen bei individueller Unterstützung erzeugen langfristig höhere Kosten und neue Konflikte. Kommunen dürfen nicht indirekt unter Druck geraten, notwendige Leistungen aus finanziellen Gründen nicht zu bewilligen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><strong>Inklusive Strukturen an Schulen stärken.</strong> Der Ausbau von Fachpersonal, insbesondere in der Sonderpädagogik, muss weiter vorangetrieben werden. Multiprofessionelle Teams an Schulen sind zu stärken, Rahmenbedingungen für inklusiven Unterricht zu verbessern und strukturelle Defizite im Bildungssystem dürfen nicht dauerhaft über Schulbegleitung kompensiert werden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><strong>Kommunen verlässlich entlasten.</strong> Das Land Nordrhein-Westfalen muss Kommunen bei der Finanzierung inklusiver Bildung und notwendiger Teilhabeleistungen stärker unterstützen. Finanzielle Engpässe vor Ort dürfen nicht dazu führen, dass Kinder und Jugendliche auf notwendige Unterstützung verzichten müssen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Abgeordneten von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag und im Landtag Nordrhein-Westfalen werden aufgefordert, sich auf Bundes- und Landesebene gegen eine gesetzliche oder faktische Priorisierung von Poollösungen einzusetzen und den individuellen Rechtsanspruch auf Schulbegleitung zu sichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nordrhein-Westfalen hat den Anspruch, Inklusion ernst zu machen. Dieser Anspruch entscheidet sich nicht in Sonntagsreden, sondern im Alltag der Kinder, Familien und Schulen. Er entscheidet sich daran, ob Unterstützung rechtzeitig, verlässlich, fachlich gut und am individuellen Bedarf orientiert gewährt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Grüne NRW ziehen wir deshalb eine klare Grenze: Teilhabe ist nicht verhandelbar. Unser Prinzip ist klar: Bedarf vor Systemlogik, Recht vor Kassenlage, Kind vor Verwaltungsvereinfachung.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 06 May 2026 15:43:08 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-07: Menschenwürde und Freiheitsrechte in der Neufassung des PsychKG erhalten</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/menschenwurde-und-freiheitsrechte-in-der-neufassung-des-psychkg-erhalt-37861</link>
                        <author>Nadine Kutz (KV Rhein-Sieg)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/menschenwurde-und-freiheitsrechte-in-der-neufassung-des-psychkg-erhalt-37861</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Landesdelegiertenkonferenz möge beschließen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die GRÜNE Landtagsfraktion wird aufgefordert, den Entwurf zur Neufassung des PsychKG NRW (Vorlage 18/4917 - Gesetz zur Neufassung eines Gesetzes über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Erkrankungen (PsychKG)) kritisch zu prüfen und im weiteren Prozess keinen Änderungen zuzustimmen, die Freiheitsrechte, Menschenwürde und Selbstbestimmung einschränken und damit eine ganze vulnerable Gruppe von Menschen pars pro toto schlechter stellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei sind insbesondere folgende Grundsätze sicherzustellen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Zwang reduzieren statt ausbauen: Zwangseinweisung von Menschen mit psychischen Erkrankungen nur bei akuter, konkreter und gegenwärtiger Gefahr und nicht schon dann, wenn jemand mangelnde Krankheitseinsicht zeigt oder die Mitwirkung verweigert. Auch eine Zwangsbehandlung als Voraussetzung für eine Entlassung ist abzulehnen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die persönliche Integrität von betroffenen Personen als Schutzziel aufwerten.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Patientenverfügungen müssen verbindlich bleiben, auch im psychiatrischen Kontext, wie vom Bundesverfassungsgericht festgestellt (BVerfGE 158, 131).</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Psychosoziale Krisendienste als Pflichtaufgabe: Rund-um-die-Uhr, flächendeckend und mit gesicherter Finanzierung.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Keine verpflichtende oder routinehafte Einbindung von Sicherheitsbehörden oder im Fall von Geflüchteten der Ausländerbehörde. Ausschließlich im Einzelfall und nach ärztlicher Abwägung.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Einbindung einer Evaluationspflicht für das Gesetz, um dessen Wirksamkeit prüfen zu können.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf der nächsten Landesdelegiertenkonferenz wird über den Stand der Nachverhandlungen berichtet.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Was ist das PsychKG – und was plant Minister Karl-Josef Laumann?</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) NRW * regelt, unter welchen Voraussetzungen Menschen gegen ihren Willen in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen und dort behandelt werden dürfen. Es greift direkt in Freiheit und körperliche Unversehrtheit ein, und zwar bei Menschen in Krisen, die sich oft nicht wehren können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) reagiert auf die Erschütterung nach den Anschlägen in Magdeburg und Aschaffenburg und legt einen Gesetzentwurf vor, der das PsychKG grundlegend verändert. Künftig soll nicht mehr eine akute, konkrete Gefahr eine Zwangseinweisung rechtfertigen, sondern eine abstrakte Risikobetrachtung. Wer seine Behandlung ablehnt, kann bereits deshalb als gefährlich eingestuft und eingewiesen werden. Kliniken sollen Polizei und - bei geflüchteten Patient*innen - die Ausländerbehörde bei Aufnahme, Entlassung und sogar bei Ausgängen benachrichtigen. Was hier entsteht, ist ein De-facto-Register über psychisch erkrankte Menschen, ohne dass klar geregelt ist, welche Daten gespeichert werden und wie lange. Die Fachgesellschaft DGPPN fordert: Informationen an Sicherheitsbehörden nur im Einzelfall, nach ärztlicher Abwägung, nie als Routinepflicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Aktionismus, der kein Problem löst</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die politische Botschaft ist eindeutig, aber falsch: Sie suggeriert, dass die Allgemeinheit zu Lasten der gesamten Gruppe Menschen mit psychischer Erkrankung durch die Verschärfung eines Gesetzes geschützt werden könne. Damit reagiert sie reflexhaft auf die Anschläge von Magdeburg, Aschaffenburg und weiteren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In keinem dieser Fälle hat das bestehende PsychKG versagt, wie der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW feststellt: Polizei und Psychiatrie haben bereits heute alle nötigen Rechte, um Gefahren abzuwehren, und sie haben die vorhandenen Möglichkeiten in der Vergangenheit nicht genutzt. Jetzt werden im Namen der Sicherheit Sündenböcke gesucht und eine marginalisierte Gruppe unter Generalverdacht gestellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das ist nicht nur ungerecht, es ist auch kontraproduktiv: NRW ist bereits heute bundesweiter Spitzenreiter bei Zwangseinweisungen. Wir stellen 21,5 % der Gesamtbevölkerung und gleichzeitig 37,4 % aller PsychKG-Anträge. 9.582 Personen wurden 2023 freiheitsentziehenden Maßnahmen ausgesetzt, die ein Gericht später für unberechtigt erklärte. Und die Forschung ist eindeutig: Zwangsunterbringung erhöht das Suizidrisiko, statt es zu senken. Fixierungen verursachen bei bis zu 47 % der Betroffenen posttraumatische Belastungsstörungen. Wer aus Angst vor Polizeimeldungen keine Behandlung sucht, gefährdet sich und andere. Der Entwurf erzeugt genau das Risiko, das er zu senken vorgibt. **</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>GRÜNE Grundwerte stehen auf dem Spiel</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir als GRÜNE verteidigen das Recht auf Selbstbestimmung für queere Menschen, ältere Menschen, für Frauen, für Kinder oder Menschen mit Behinderung. Auch psychisch erkrankte Menschen gehören zu den vulnerablen Gruppen und haben dasselbe Recht, auch wenn sie eine Behandlung ablehnen. Unser Grundsatzprogramm stellt den Menschen in Würde und Freiheit in den Mittelpunkt und fordert eine inklusive Gesellschaft auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Entwurf bricht mit diesen Grundsätzen. Im Wortlaut wird die Sicherheit der Allgemeinheit als „zu gewährleisten“ eingestuft - die stärkste Verpflichtungsstufe - die Würde der betroffenen Person hingegen nur als „zu achten“. Er streicht 24 Schutzvorschriften, darunter die Errungenschaften der Novelle 2016/2017 unter der GRÜNEN Ministerin Barbara Steffens. Statt Prävention und Krisendienste zu stärken, setzt Laumann auf Kontrolle, Zwang und Datenüberwachung. Das ist, wie der Psychiater und SPD-Landtagsabgeordnete Rodion Bakum es formuliert, „fachlich falsch, gesellschaftlich gefährlich und verfassungsrechtlich bedenklich“. ***</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir sind in NRW Regierungspartei. Regieren bedeutet, Kompromisse mitzutragen. Aber es gibt eine Grenze: Wenn ein Gesetz die Würde einer vulnerablen Gruppe der CDU-Sicherheitsrhetorik unterordnet, wenn es Selbstbestimmung durch Kontrolle ersetzt und wenn die Evidenz zeigt, dass es den Menschen schadet, die es zu schützen vorgibt - dann ist diese Grenze erreicht. Dieser Entwurf darf so nicht mitgetragen werden und muss deutlich nachverhandelt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Quellen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>* Das Ministerium stellt den Gesetzesentwurf vor: <a href="https://www.mags.nrw/psychkg-landesregierung-plant-gesetzesnovelle-zum-schutz-von-betroffenen-und-bevoelkerung"><span class="underline">https://www.mags.nrw/psychkg-landesregierung-plant-gesetzesnovelle-zum-schutz-von-betroffenen-und-bevoelkerung</span></a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>** Eine juristische Analyse des Gesetzesentwurfs: <a href="https://fee-quast.de/stellungnahme/"><span class="underline">https://fee-quast.de/stellungnahme/</span></a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>*** Eine journalistische Stellungnahme zum Gesetzentwurf: <a href="https://netzpolitik.org/2026/neues-psychisch-kranken-gesetz-in-nrw-schaedlich-bis-gefaehrlich/"><span class="underline">https://netzpolitik.org/2026/neues-psychisch-kranken-gesetz-in-nrw-schaedlich-bis-gefaehrlich/</span></a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 06 May 2026 15:43:04 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-01: NRW-Ernährungspolitik 2030:  Nachhaltig, sicher, gerecht!</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/nrw-ernahrungspolitik-2030-nachhaltig-sicher-gerecht-61860</link>
                        <author>Norwich Rüße (KV Steinfurt)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/nrw-ernahrungspolitik-2030-nachhaltig-sicher-gerecht-61860</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ernährung als Säule der Lebensqualität</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tag für Tag vielfältige, gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel auf dem Teller zu haben, ist viel weniger eine Selbstverständlichkeit, als wir alle immer dachten. Wir hatten uns über Jahrzehnte an eine vermeintliche ständige Verfügbarkeit zu günstigen Preisen gewöhnt. Doch diese Preise sind trügerisch. Sie basieren bislang auf dem massiven Einsatz fossiler Energie, billiger Arbeitsplätze und belasten Natur, Umwelt und Tiere viel zu häufig. Viel zu oft werden unsere Lebensmittel auf dem Rücken der Bäuer*innen und ihren Mitarbeiter*innen erwirtschaftet, die bis an ihre Belastungsgrenzen - und häufig auch darüber hinaus - gehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel ist eine Herstellung von Lebensmitteln, die in jeder Hinsicht nachhaltig insbesondere umwelt- und ressourcenschonend und zukunftssicher ist. Dafür müssen Lebensmittel vielfältig, gesund und für alle Menschen zugänglich sein, unabhängig von deren Alter oder sozialer Lage. Wir wollen eine Wertschöpfung für Lebensmittel, die vom Hof über die Verarbeitung bis in die Ladenregale und die Mensen fair wirtschaftet und unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Ernährung ist ein entscheidender Schlüssel für ein gesundes Leben, eine falsche Ernährung verursacht vielfach Krankheiten wie Adipositas oder Diabetes. Ungefähr ein Zehntel der gesamten Ausgaben für unser Gesundheitssystem wird durch eine falsche Ernährung verursacht. Deshalb wollen wir für jeden gesundes Essen von der Kita- und Schul- bis zur Seniorenverpflegung ermöglichen, damit jeder, der es will, sich gut und gesund ernähren kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Resilienz in der Krise als neue Herausforderung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel, geopolitische Abhängigkeiten, Kriege und wachsende soziale Ungleichheit stellen uns vor zunehmende Probleme. Die aktuelle Energiekrise trifft die Landwirtschaft hart, da die intensive Bewirtschaftung seit Jahrzehnten von fossilen Brennstoffen und den daraus gewonnenen Düngemitteln abhängig ist. Rund 50 Prozent unserer mineralischen Stickstoffdünger stammen aus Russland und der Golfregion. Diese Abhängigkeit von geopolitisch umkämpften Regionen, von Diktatoren und fossilen Rohstoffen macht unsere Lebensmittelversorgung krisenanfällig und unterminiert zugleich unsere politische Handlungsfähigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der ökologische Landbau zeigt, wie ein Weg aus der Abhängigkeit gelingen kann: Statt auf erdgasbasierten Mineraldünger wird hier auf Kreislaufwirtschaft mit tierischen Düngemitteln und Kompost gesetzt. Weiterhin sorgen Leguminosen wie Kleegras, Erbsen oder Ackerbohnen in der Fruchtfolge für nährstoffreiche Böden. Dieses Potenzial werden wir zukünftig auch im konventionellen Anbau viel stärker ausschöpfen müssen, um unsere Abhängigkeit vom fossilen Düngemittelmarkt zu minimieren. Dies stärkt die Krisenresilienz und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Artenvielfalt und zur Klimaanpassung der Agrarproduktion.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Jahren haben wir mehrfach erleben müssen, wie die Konzentration von Marktmacht entlang von Lieferketten für Lebensmittel zur Abhängigkeit von einzelnen Konzernen geführt hat, die weder eine resiliente Versorgung für Konsument*innen noch eine verlässliche, ausreichende Entlohnung der Arbeit in der Landwirtschaft gewährleisten. Wir brauchen ein dichtes Netz aus landwirtschaftlichen Betrieben und vielen kleinen und mittleren Verarbeitungsstrukturen, um auch in einer Krisensituation eine verlässliche Verarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte und eine Versorgungssicherheit zu garantieren. Ein engmaschiges Versorgungsnetzwerk statt weniger riesiger Verarbeitungs- und Distributionszentren ist resilienter gegenüber Krisen und kann zugleich helfen, dauerhaft faire Preise für die Landwirtschaft in NRW zu gewährleisten. Das bestätigt auch die Monopolkommission und sie fordert die Politik zum Handeln auf. Das Bundeskartell muss endlich vom zahnlosen Tiger zur handlungsfähigen Kontrollbehörde werden, die dem Machtgefälle am Lebensmittelmarkt aktiv entgegenwirkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir beenden die Ernährungsarmut</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Steigende Preise für Lebensmittel sind längst ein soziales Problem. Ernährungsarmut ist in Deutschland eine unsichtbare, aber verbreitete Form von Armut und zeigt sich etwa dann, wenn Kinder ohne Frühstück zur Schule kommen. Kinder aus finanziell schwachen Familien spüren so schon in jungen Jahren die Folgen von Armut und erhalten nicht die Chance, mit Energie dem Geschehen in der Schule zu folgen. Zudem wird bereits in jungen Jahren das Gefühl für ein gesundes Essverhalten und gesunde Routinen erlernt. Wer aber ernährungsmäßig in seiner Kindheit falsch startet, hat es später oftmals wesentlich schwerer, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Öffentliche Kantinen und Mensen, insbesondere auch in Kitas, sind neben einer Frühstücksgarantie dabei der Schlüssel. Sie können gesunde und leckere Mahlzeiten für alle anbieten und gleichzeitig als verlässliche Abnehmer für kleine, regionale Betriebe und die ökologische Landwirtschaft fungieren. Die Gemeinschaftsverpflegung ist ein Gamechanger für gesunde Ernährung und sollte gegefördert und an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kita- und Schulessen sollte sich an den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren, damit Kinder und Jugendliche wirklich gesunde Mahlzeiten in ihren Einrichtungen bekommen. Darüber hinaus ist es notwendig die praktische Ernährungsbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu fördern und ihnen so eine selbstbestimmte gesunde Ernährung zu ermöglichen. Hier können Schulbauernhöfe, der „Lernort Bauernhof“ sowie Schulküchen und andere Einrichtungen eine wichtige unterstützende Funktion übernehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gutes Mittagessen darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, deshalb fordern wir ein bezahlbares und gesundes Mittagessen in Kitas und Schulen. Ernährungsarmut trifft jedoch alle Lebenslagen und insbesondere bei Senioren bedarf es einer erhöhten Aufmerksamkeit. Eine gute Verpflegung in Altersheimen und auch „Essen auf Rädern“ kann viel dazu beitragen, dass die Lebenszufriedenheit im Alter steigt, selbstbestimmtes Leben länger ermöglicht wird und gleichzeitig die Kosten für Pflege und Gesundheit gesenkt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Chancenraum Land</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die unternehmerische Vielfalt und Kraft der bäuerlichen Betriebe helfen uns nicht nur bei der Energiewende, sondern auch bei der Sicherung unserer zukünftigen Ernährung und bei der Schonung von Umwelt, Natur und unserer Wasserreserven. Wenn wir die Felder und das Grünland standortgerecht bewirtschaften, schaffen wir es, unser Grundwasser sauber sowie verfügbar zu halten und gleichzeitig die bedrohte Biodiversität wirksam zu schützen. Denn Biodiversität und funktionierende Ökosysteme bilden die essenzielle Grundlage der Wirtschaft in NRW. Damit bewirtschaften unsere Bäuerinnen und Bauern wichtige öffentliche Güter unseres Landes. Sie sind selbst unmittelbar auf diese öffentlichen Güter wie z. B. Wasserreserven angewiesen und haben großen Einfluss nicht nur auf die Verfügbarkeit, sondern auch auf die Sauberkeit unseres gemeinsamen Wasserschatzes. Die Landwirtschaft kann mit einer angepassten Produktionsweise von einem derzeitigen Belastungsfaktor zu einem entscheidenden Teil der Lösung werden. Die monetäre Unterstützung des Biolandbaus und nachhaltiger Produktionsweisen durch die neue Gemeinsame Agrarpolitik der EU ist notwendig, um den Erhalt unseres wertvollen Naturkapitals gezielt zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der ländliche Raum versorgt uns mit Lebensmitteln, Energie, Wasser und ist gleichzeitig Wirtschaftsstandort. Viele Leistungen im ländlichen Raum werden ehrenamtlich getragen und durch die zweite Säule der gemeinsamen Agrarpolitik unterstützt. Wir GRÜNE machen uns für den ländlichen Raum stark und fordern gute Programme (z.B. das LEADER-Programm) für den ländlichen Raum zu erhalten und fortzuentwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten zum Beispiel zu deutlich mehr Plant-based Food geht zügig voran. Ernährung ist im steten Wandel und der Übergang zu mehr pflanzenbasierter Ernährung eröffnet auch neue Chancen im ländlichen Raum. Darauf muss Politik reagieren und die Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk darin unterstützen, neue Marktchancen zu nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weltmarkt und faire Rahmenbedingungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bisher bilden die Weltmarktpreise die ökologischen Kosten in keiner Weise ab. Ohne gezielte Unterstützung können unsere Landwirt*innen daher im globalen Wettbewerb kaum bestehen, wenn sie gleichzeitig unseren hohen Umweltstandards einhalten sollen. Angesichts von Freihandelsabkommen wie Mercosur ist die Förderung einer nachhaltig wirtschaftenden Landwirtschaft, die neben Lebensmitteln auch öffentliche Güter wie pestizidfreie Flächen und einen Lebensraum für biologische Vielfalt darstellt, unerlässlich. Dabei setzen wir in Zukunft nicht mehr auf ein „Schwarz und Weiß“ – also konventionell oder ökologisch -, sondern wollen ähnlich wie in der Tierhaltung auch im Ackerbau und in der Grünlandbewirtschaftung ein stufiges System entwickeln, aus dem jeder Betrieb das für sich passende Modell wählen kann. Wir setzen auf eine Mehrgewinnstrategie, die den Erhalt vieler bäuerlicher Betriebe mit dem Natur- und Ressourcenschutz vereint. Auch über finanzielle Ausgleichsmechanismen, die ein Umweltdumping bei Agrarimporten verhindern - ähnlich dem CBAM - müssen wir in der landwirtschaftlichen Produktion nachdenken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Fahrplan für NRW</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um den Wandel hin zu einem krisenresilienten und gerechten Ernährungssystem zu vollziehen, setzen wir uns für die Umsetzung folgender Aspekte ein:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine vielfältige Landwirtschaft und ein starkes regionales Lebensmittelhandwerk sind die besten Garanten für eine Ernährungssicherheit in Krisenzeiten. Eine Lebensmittelversorgung zum billigsten Preis bedeutet oftmals anfällige Produktionsketten sowie eine Erzeugung auf Kosten von Natur und Umwelt. Wir wollen deshalb eine nachhaltig, möglichst ökologisch wirtschaftende Landwirtschaft sowie regionale Verarbeitungsstrukturen in Nordrhein-Westfalen erhalten und unterstützen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ein besonderes Augenmerk legen wir auf junge Existenzgründerinnen und -gründer in der Landwirtschaft und dem Lebensmittelhandwerk. Hier gibt es viele motivierte, kluge Köpfe, die darauf warten, ihre Ideen umsetzen zu können. Aktuell scheitern deren Umsetzung zu oft daran, dass es keine ausreichende Anschubförderung („Existenzgründungsprämie“) gibt und dass es vielfach an einer verlässlichen Abnahmeperspektive der erzeugten Produkte fehlt. Beides wollen wir ändern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die öffentliche Verpflegung ist ein entscheidender Hebel einer modernen Ernährungspolitik. Kantinen in Verwaltung, Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen versorgen zunehmend die Menschen in NRW. Was bei ihnen auf die Teller kommt, ist daher entscheidend für die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Kunden. Gleichzeitig bestimmen sie mit ihrem Einkauf, wie die Landwirtschaft produziert. Wir wollen, dass die Kantinen öffentlicher Einrichtungen in Zukunft Mitverantwortung für ein resilientes und nachhaltiges Ernährungssystem übernehmen und u.a. einen festen Mindestanteil an regionalen und Bio-Produkten zu fairen Preisen einkaufen und in ihren Küchen verarbeiten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir setzen uns dafür ein, dass die Konstruktionsfehler bei der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel endlich behoben werden: Die Mehrwertsteuer auf gesunde nachhaltig erzeugte Grundnahrungsmittel soll auf 0 Prozent reduziert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Verbraucher*innen verdienen Transparenz und Standards: Wir unterstützen deshalb das BMLEH- AHV Logo, damit der Anteil regionaler und ökologischer Produkte in der Gastronomie zunimmt. Kantinenmahlzeiten sollen sich an den Standards der DEG orientieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Das Wissen für eine breit angelegte Ernährungswende ist bereits vorhanden, wir müssen es nur noch nutzen und in die Tiefe des Ernährungssystems bringen: Wir fördern die Unterstützung bei der Planung vegetarischer und veganer Menüs durch Expert*innen, etwa nach dem Vorbild der „Kantine Zukunft Berlin“.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Als Teil von Ernährungsbildung und Beitrag zur Wertschätzung streben wir Kampagnen gegen Lebensmittelverschwendung sowie Kochkurse in Schulen an, um die Wertschätzung für Lebensmittel von klein auf zu fördern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine ambitionierte Ernährungspolitik tut allen gut: Wir verankern gesunde Ernährung für alle als den zentralen Baustein präventiver Gesundheitspolitik, um Folgekosten im Gesundheitssystem zu senken und die Lebensqualität in einer alternden Gesellschaft zu sichern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir schaffen Bildungsangebote für Kitas und Schulen auf den Bauernhöfen, um den jungen Menschen einen Zugang zu Landwirtschaft zu geben und ein realistisches Bild zu zeichnen. Dazu arbeiten wir mit dem Netzwerk Bauernhofpädagogik, wie z.B. dem Verein Acker e.V. u.a. zusammen und unterstützen deren Arbeit.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern die Gelder der zweiten Säule der europäischen Agrarpolitik für die ländliche Entwicklung zu erhalten, um das Leben auf dem Land in seiner Vielfalt und Lebendigkeit zu unterstützen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ernährung ist ein Querschnittsthema. Um Ernährung in den Querschnittsbereichen steuern und fördern zu können, muss die Koordination in der Verantwortung eines Ministeriums gebündelt werden. Mit der Zusammenfassung der Aufgaben für Ernährung in einem Ministerium lassen sich die notwendigen Veränderungen effizienter handhaben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Ernährung ist Kultur. Lebensmittel brauchen Wertschätzung. Und damit hat Ernährung Einfluss auf die Lebensweise der Menschen in NRW. Ernährung kann gesund halten, sie kann krank machen und sie kann heilen. Durch die Umsetzung dieser Punkte gewinnt Ernährung in Nordrhein-Westfalen an Wertschätzung und Akzeptanz.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 01 May 2026 21:00:48 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>V-04: Nutzung der Überwachungssoftware Palantir in NRW beenden</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/nutzung-der-uberwachungssoftware-palantir-in-nrw-beenden-54808</link>
                        <author>Jürgen Blümer (KV Warendorf)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/nutzung-der-uberwachungssoftware-palantir-in-nrw-beenden-54808</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die LDK NRW fordert die Landesregierung auf, den Einsatz der Palantir-Software durch alle Landesbehörden – insbesondere die Polizei – mit sofortiger Wirkung zu beenden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Die LDK NRW fordert die grüne Landtagsfraktion auf, unverzüglich die Arbeit an einer verfassungskonformen Neugestaltung der §§ 32a–32d PolG NRW (automatisierte Datenanalyse) zu beginnen, die:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>keine rechtswidrige Datenanalyse mehr ermöglicht,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>strenge Anonymisierungs- und Pseudonymisierungspflichten vorschreibt,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unabhängige Kontrollmechanismen verankert,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>europäische Alternativen priorisiert.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Landesdatenschutzbeauftragte NRW, Bettina Gayk, hat den Einsatz von Palantir in NRW in mehreren Stellungnahmen als rechtswidrig und verfassungsrechtlich bedenklich eingestuft:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>„Die vorgesehene Regelung begegnet erheblichen verfassungsrechtlichen Bedenken.“</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>„Es existiert keine spezifische Rechtsgrundlage für die Verwendung der DAR-Software von Palantir.“</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>„Die Ausnahmen von der Anonymisierungs- und Pseudonymisierungspflicht führen in der Praxis zu keiner Einschränkung.“</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>„Die Nutzung von nicht-anonymisierten oder -pseudonymisierten Daten muss gänzlich ausgeschlossen werden.“</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Software wird ohne ausreichende rechtliche Absicherung genutzt und ermöglicht unzulässiges Data-Mining – ein eindeutiger Verstoß gegen §27 Abs. 5 DSG-NRW. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) hat bereits Verfassungsbeschwerde gegen den Palantir-Einsatz in NRW eingereicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die §§ 32a–32d PolG NRW (automatisierte Datenanalyse) sind die Rechtsgrundlage für Palantir – doch sie sind lückenhaft, intransparent und verfassungswidrig. Trotz interner Warnungen hat die Grüne Landtagsfraktion NRW gemeinsam mit der CDU der Nutzung zugestimmt – insbesondere für die Bekämpfung von Terrorismus und schwerer Kriminalität. Als Grüne tragen wir hier Mitverantwortung und müssen handeln:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Keine Kompromisse bei Grundrechten: Die aktuelle Praxis widerspricht unseren eigenen Forderungen nach digitaler Souveränität und Datenschutz.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Transparenz und Kontrolle: Die Neuregelung muss klare Grenzen für Datenanalyse setzen und unabhängige Kontrollen garantieren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Europäische Alternativen: Wir müssen den Ausstieg aus Palantir bis spätestens 2027 gesetzlich verankern und europäische Lösungen fördern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Palantir ist kein neutraler Tech-Anbieter – es ist ein politisches Projekt mit gefährlicher Agenda. Das jüngste Manifest von Palantir-CEO Alex Karp offenbart eine tief antidemokratische und militaristische Firmenphilosophie, die mit unseren Grünen Werten unvereinbar ist:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Kulturelle Hierarchisierung:</strong> Palantir behauptet, manche Kulturen seien anderen „unterlegen“ – ein offener Angriff auf den pluralistischen Rechtsstaat und die Gleichheit aller Menschen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Militarisierung und Überwachung:</strong> Das Manifest fordert einen „verpflichtenden Nationaldienst“ und die Entwicklung autonomer KI-Waffen. Palantir sieht sich in der Pflicht, Militär und Geheimdienste mit Technologie zu unterstützen, und postuliert: „Die Frage ist nicht, ob KI-Waffen gebaut werden, sondern wer sie baut und zu welchem Zweck“.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Techno-Faschismus:</strong> Kritiker wie der Technologiephilosoph Mark Coeckelbergh bezeichnen die Position von Palantir als „Technofaschismus“. Das Unternehmen propagiert eine Welt, in der Technologie als Machtinstrument über demokratische Prinzipien gestellt wird.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Abwertung von Datenschutz und Grundrechten:</strong> Palantir lehnt „hochtrabende Rhetorik“ über Menschenrechte ab und fordert stattdessen „harte Machtinstrumente“ – eine klare Absage an unsere Werte von Freiheit, Datenschutz und demokratischer Kontrolle.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Nutzung von Palantir-Software durch deutsche Behörden bedeutet damit nicht nur eine technische, sondern auch eine ideologische Abhängigkeit von einem Unternehmen, das Überwachung, Militarisierung und kulturelle Diskriminierung aktiv vorantreibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Während die Grüne Bundestagsfraktion sich für digitale Souveränität und gegen Abhängigkeiten von US-Konzernen einsetzt, wird Palantir in NRW (CDU/Grüne) und Baden-Württemberg (Grüne/CDU) genutzt – trotz massiver interner Widerstände:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>In Baden-Württemberg erzwang die Grüne Basis eine Urabstimmung gegen Palantir, nachdem die Fraktion dem Einsatz zugestimmt hatte. Das offenbart einen tiefen Riss zwischen Fraktion und Mitgliedschaft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>In NRW wurde Palantir <strong>mit Zustimmung der Grünen Landtagsfraktion</strong> eingeführt, obwohl es massive Bedenken aus der eigenen Partei und von Datenschützern gab.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Der <strong>BDK-Beschluss der Grünen zur digitalen Souveränität (November 2025)</strong> fordert explizit, Abhängigkeiten von nicht-europäischen Technologien zu beenden und europäische Alternativen zu fördern. Der Einsatz von Palantir – einer US-amerikanischen Überwachungssoftware mit antidemokratischer Agenda – steht damit in direktem Widerspruch zu unseren eigenen Parteibeschlüssen und untergräbt die Glaubwürdigkeit der Grünen in der Digitalpolitik.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Palantir passt nicht zu uns – und wir dürfen nicht zu Palantir passen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir Grünen stehen für Grundrechte, Datenschutz und demokratische Kontrolle. Der Einsatz von Palantir in NRW untergräbt diese Werte. Wir können nicht gleichzeitig gegen Überwachung, Militarisierung und kulturelle Diskriminierung kämpfen und ein Unternehmen unterstützen, das genau diese Ziele verfolgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Überwachung, Militarisierung und kulturelle Diskriminierung sind kein „Kollateralschaden“ – sie sind Palantirs Geschäftsmodell.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir müssen jetzt handeln mit einem Stopp von Palantir und einer Reform des Polizeigesetzes. Die LDK NRW muss dazu ein klares Signal setzen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Keine Aushebelung der Verfassung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Digitale Souveränität als Ziel des politischen Handelns</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Quellen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Landesdatenschutzbeauftragte NRW zu Palantir (2021–2026)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Verfassungsbeschwerde gegen Palantir in NRW</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>Urabstimmung der Grünen BW gegen Palantir (2026)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>BDK-Beschlüsse der Grünen zur digitalen Souveränität (November 2025)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li>ZDF, DW, Euronews, Dataconomy zu Palantir-Manifest (April 2026)</li></ul></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 01 May 2026 17:47:53 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F-01: Tagesordnung</title>
                        <link>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/tagesordnung-7800</link>
                        <author>Landesvorstand NRW (dort beschlossen am: 24.04.2026)</author>
                        <guid>https://gruene-nrw.antragsgruen.de/ldk26/tagesordnung-7800</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tagesordnung<br>
1. Begrüßung &amp; Formalia<br>
2. Aktuelle Politische Lage<br>
3. Leitanträge<br>
3.1 Unabhängig von Öl, Gas und Diktatoren<br>
3.2 Bis es für alle Frauen gilt: Sicherheit, Freiheit und Gleichberechtigung!<br>
4. Haushalt und Finanzen<br>
5. Wahlen<br>
5.1 Landesvorstand<br>
5.2 Rechnungsprüfer*innen<br>
5.3 Landesschiedsgericht<br>
6. Satzungen/Statute<br>
7. Berichte<br>
8. Verschiedenes</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 24 Apr 2026 13:33:24 +0200</pubDate>
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