Änderungen von V-02 zu V-02
| Ursprüngliche Version: | V-02 (Version 1) |
|---|---|
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 07.03.2026, 21:28 |
| Neue Version: | V-02 (Version 2) |
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| Status: | Beschluss |
| Eingereicht: | 23.03.2026, 14:09 |
Titel
Antragstext
Von Zeile 2 bis 9:
86 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause versorgt, ein Großteil davon ausschließlich durch Angehörige, vornehmlich Familienmitglieder, aber auch Freund*innen, Nachbar*innen oder Personen aus dem sozialen Umfeld. Auch in Nordrhein-Westfalen tragen damit Familien die Hauptverantwortung für Pflege. Die Herausforderungen werden wachsen: Laut einer aktuellen Modellrechnung des Statistischen Landesamts wird bis zum Jahr 2050 jede 10. Person pflegebedürftig sein.
Diese Sorgearbeit bleibt jedoch vielfach unsichtbar. Im politischen Diskurs wird Pflege noch immer vor allem mit professionellen zu Pflegethemen stehen meistens professionelle Pflegeeinrichtungen oder demder Fachkräftemangel verknüpftin der Pflege im Vordergrund. Für uns GRÜNE NRW ist klar: Die Lebensrealität vieler Familien sieht anders aus! ist deutlich komplexer!
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Familienpolitik konzentriert sich vor allem auf Kinderbetreuung, Pflegepolitik auf professionelle Versorgungsstrukturen. Care-Pflegende Familien, die mehrere Sorgeaufgaben gleichzeitig tragen, geraten dadurch allzu oft zwischen die
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Es gibt bereits viele Angebote: Pflegebüros vor Ort beraten Angehörige, mit dem „Pflegewegweiser NRW“ fördert das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) ein breit angelegtes Info-Portal zur Pflege, und Nordrhein-Westfalen hat mit der Nutzung des Entlastungsbetrags für Nachbarschaftshilfe eine unbürokratische Lösung geschaffen. Auch das Landesprogramm zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zeigt Wirkung. Dennoch sind viele Betroffene mit der Komplexität der Herausforderungen überfordert. GRÜNE setzen sich für quartiersbezogene und sektorübergreifende Konzepte ein, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Insbesondere niedrigschwellige Beratungsstrukturen und das Erreichen der Betroffenen und der vulnerabler Gruppen sind hier von hoher Bedeutung. Mehrsprachige, niedrigschwellige und aufsuchende Angebote sowie Lotsendienste könnten die Unterstützung verbessern. Für berufstätige pflegende Angehörige wären mehr digitale Angebote wünschenswert, die rund um die Uhr nutzbar sind. Zudem sollte die Selbsthilfe von pflegenden Angehörigen stärker eingebunden werd
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Vor diesem Hintergrund setzen wir GRÜNE NRW uns dafür ein, Care-pflegende Familien endlich stärker in den Blick zu nehmen und ihre Lebensrealität in der Landespolitik
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1. Care-Pflegende Familien sichtbar machen
Die Landesregierung soll die Lebenssituation von Familien mit Pflegeverantwortung besser erfassen und in der Familien- und Pflegepolitik systematisch berücksichtigen.
Die Landesregierung soll die Lebenssituation von Familien mit Pflegeverantwortung besser erfassen und in der Familien- und Pflegepolitik systematisch berücksichtigen. Dazu gehört eine verlässlichere Datengrundlage zu pflegenden Eltern, Alleinerziehenden mit Pflegeverantwortung sowie zu Kindern und Jugendlichen, die als Young Carers regelmäßig Pflegeaufgaben übernehmen.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Landesregierung eine Studie in Auftrag gibt, um die Situation von pflegenden Eltern, Alleinerziehenden mit Pflegeverantwortung sowie von Kindern und Jugendlichen, die als Young Carers regelmäßig Pflegeaufgaben übernehmen, umfassend zu analysieren.
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und Kommunen sowie Träger beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung solcher niedrigschwelligen Unterstützungsangebote gezielt fördern. Besonders wichtig sind dabei mehrsprachige, aufsuchende und digitale Angebote, die rund um die Uhr nutzbar sind.
3. Kommunale Care-Beratung stärken
3. Kommunale Pflegeberatung stärken und Lotsendienste ausbauen
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verfügt bereits über verschiedene Informations- und Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige. Gleichzeitig berücksichtigen sie die Lebensrealität von Care-Familien bislang nur unzureichend. Pflegende Eltern und Alleinerziehende mit Pflegeverantwortung werden bisher kaum gezielt in den Blick genommen. Wir setzen uns deshalb für eine stärkere kommunale Koordination von Unterstützungsangeboten ein, damit Familien Beratung, Entlastung und konkrete Hilfen leichter finden und in Anspruch nehmen können., darunter Pflegebüros vor Ort und ein Info-Portal, gefördert durch das MAGS. Allerdings ist die Qualität der Beratung im kommunalen Vergleich sehr unterschiedlich.
Wir setzen uns deshalb für eine stärkere kommunale Koordination von Unterstützungsangeboten ein, damit Familien Beratung, Entlastung und konkrete Hilfen leichter finden und in Anspruch nehmen können. Lotsendienste und die Einbindung der Selbsthilfe von pflegenden Angehörigen können hier wichtige Brücken bauen.
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Vergabe von Kinderbetreuungsplätzen sowie beim Zugang zu Unterstützungs- und Entlastungsangeboten stärker berücksichtigt werden.
6. Wohnen pflegegerecht und bezahlbar gestalten
Pflege findet, wie eingangs erwähnt, überwiegend zu Hause statt. Damit wird die Wohnsituation zu einer zentralen Voraussetzung für eine verlässliche Versorgung. Für viele pflegende Familien fehlt es jedoch an bezahlbarem, ausreichend großem und barrierefreiem Wohnraum. Da die Demographie zeigt, dass in Zukunft ein noch größerer Teil unserer Bevölkerung auf Pflege angewiesen sein wird, müssen wir hier handeln
Wir GRÜNE in NRW setzen uns deshalb dafür ein, Wohnen und Pflege stärker zusammenzudenken. Der Ausbau barrierefreien Wohnraums muss vorangetrieben und Maßnahmen zur Wohnraumanpassung unbürokratischer und besser gefördert werden.
Von Zeile 96 bis 100:
Zusammenhalts und verdient mehr politische Aufmerksamkeit. Wir GRÜNE in NRW wollen hier eine Vorreiterrolle übernehmen und Care-pflegende Familien stärker in den Mittelpunkt von Familien-, Pflege- und Arbeitsmarktpolitik stellen. Unser Ziel ist es, Rahmenbedingungen in NRW zu schaffen, die Care-pflegende Familien stärken, Überlastung vermeiden und gesellschaftliche Teilhabe sichern.