Alleinerziehende sind in besonderem Maße auf eine verlässliche und flexible Kinderbetreuung angewiesen, um einer Erwerbstätigkeit oder Ausbildung nachgehen zu können. Gleichzeitig sind sie und ihre Kinder überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist deshalb auch ein wichtiger Beitrag zur Armutsprävention und zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit.
Die regulären Öffnungszeiten von Kitas und Ganztagsangeboten decken die tatsächlichen Arbeitszeiten vieler Eltern nicht ausreichend ab. Insbesondere bei Schichtarbeit, frühen Arbeitsbeginnzeiten sowie Abend- und Wochenenddiensten entstehen Betreuungslücken, die Alleinerziehende häufig nicht innerhalb der Familie auffangen können. Bislang werden diese Betreuungslücken nur vereinzelt durch kommunale Angebote geschlossen, die den tatsächlichen Bedarf häufig nicht ausreichend abdecken.
Eine ergänzende Randzeitenbetreuung im Haushalt der Eltern kann diese Lücken schließen und ermöglicht Kindern eine Betreuung in ihrer vertrauten Umgebung. Ziel ist es, bedarfsgerechte Betreuungsangebote flächendeckend auszubauen um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und die wirtschaftliche Eigenständigkeit Alleinerziehender zu stärken.