Kinder und Jugendliche wachsen in der Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen auf. Klimakrise, soziale Ungleichheit, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Gefährdung demokratischer Strukturen stellen auch die Bildung von neue Herausforderungen. Junge Menschen brauchen Orientierung, vor allem aber die Erfahrung, dass sie ihre Zukunft selbst mitgestalten können.
Mit der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen 2015 die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) verabschiedet. Sie bilden seitdem einen wichtigen Orientierungsrahmen politischen Handelns auf nationaler und internationaler Ebene. Bildung kommt bei ihrer Umsetzung eines Schlüsselrolle zu.
Mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) liegt ein pädagogisch-didaktisches Konzept vor, bei dem der Schritt vom Wissen zum Handeln besonders wesentlich ist. Wer erlebt, dass die eigene Stimme zählt und gemeinsames Engagement Veränderungen bewirken kann, entwickelt Selbstwirksamkeit und demokratische Handlungskompetenz.
Kooperation mit außerschulischen Partnern ermöglichen Begegnungen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven und schaffen Gelegenheiten an konkreten Herausforderungen vor Ort zu arbeiten. Solche Bildungspartnerschaften dürfen nicht allein vom Engagement Einzelner abhängen. Sie brauchen verlässliche Strukturen und ausreichende Ressourcen. BNE soll deshalb kein zusätzliches Einzelprojekt sein, sondern eine grundlegende Orientierung für die Weiterentwicklung unserer Bildungslandschaft, wie es auch in der 2025 aktualisierten Nachhaltigkeitsstrategie unseres Landes Platz gefunden hat.