Gute Unterrichtsqualität entsteht nicht allein durch die individuelle Arbeit einzelner Lehrkräfte, sondern wird durch kontinuierliche professionelle Zusammenarbeit und gemeinsame Reflexion gestärkt. Untersuchungen zeigen positive Zusammenhänge zwischen der Qualität kollegialer Kooperation und den Lernleistungen von Schüler*innen (Ronfeldt et al., 2015).
Gleichzeitig verdeutlicht das Deutsche Schulbarometer 2025, dass insbesondere gemeinsame Unterrichtsentwicklung und kollegiale Hospitation im schulischen Alltag bisher vergleichsweise selten stattfinden.
Damit Schulen diese nachweislich vielversprechenden Formen professioneller Zusammenarbeit dauerhaft umsetzen können, benötigen sie verlässlich eingeplante Zeiträume, qualifizierte Unterstützung und Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Schulentwicklung darf nicht vom zusätzlichen freiwilligen Engagement einzelner Lehrkräfte abhängen, sondern muss als Bestandteil ihrer professionellen Arbeit strukturell ermöglicht werden ohne eine Mehrbelastung darzustellen.
Der Änderungsantrag wurde im AK Bildung (KV Köln) am 22.10.2026 beschlossen.
Quellen:
Robert Bosch Stiftung. (2025). Deutsches Schulbarometer: Befragung Lehrkräfte. Ergebnisse zur aktuellen Lage an allgemein- und berufsbildenden Schulen.https://www.bosch-stiftung.de/sites/default/files/publications/pdf/2025-06/Deutsches%20Schulbarometer_Lehrkräfte_2025.pdf
Ronfeldt, M., Farmer, S. O., McQueen, K., & Grissom, J. A. (2015). Teacher collaboration in instructional teams and student achievement. American Educational Research Journal, 52(3), 475–514.