Viele finanzschwache Kommunen zahlen Jahr für Jahr für alte, ineffiziente Gebäude. Eine Sanierung oder ein Neubau würde sich über die eingesparten Energie- und Unterhaltskosten rechnen. Trotzdem passiert oft nichts. In meinem OV (Monschau) kennen das vom Rathaus. Mit seinen laufenden Sanierungs- und Unterhaltskosten ließe sich ein modernes, energieeffizientes Verwaltungsgebäude finanzieren.
Woran scheitert das? Klimaschutz gilt als freiwillige Aufgabe und wird bei knappen Kassen als Erstes gekürzt. Kredite muss die Kommunalaufsicht genehmigen. Ob sie Kredite für Investitionen zulässt, die sich selbst tragen, liegt in ihrem Ermessen. Studien raten, solche Investitionen nach ihren Kosten über den ganzen Lebenszyklus zu bewerten. und empfehlen, strukturschwachen Kommunen Investitionen in erneuerbare Energien zu ermöglichen.
Es brauch dafür eine klare Regel. Dann wirkt die geplante Weiterentwicklung der KomHVO auch dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Quellen:
- Altenburg, C.; Reiß, P.; Scheller, H.; Heinbach, K.; Rupp, J.; Hirschl, B.: Klimaschutz für finanzschwache Kommunen: Mehrwert für Haushalt und Umwelt. Eine Handreichung für Kommunen. Difu/IÖW, Berlin 2020, S. 11, 14–17. https://www.ioew.de/fileadmin/user_upload/BILDER_und_Downloaddateien/Publikationen/2020/Broschu__re_QualiFiko.pdf
- Sixtus, F.; Riesenhuber, P.; Wazinski, C.; Hinz, C.; Salecki, S.; Baerens, T.; Hirschl, B.; Kempermann, H.; Hönig, T.: Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien. Berlin-Institut, IÖW, IW Consult im Auftrag des BMWK, 2025, Kap. 5.2.2, S. 143. https://www.bayika.de/bayika-wAssets/docs/aktuelles/2026/studie-ioew-staerkung-der-regionalen-wertschoepfung-durch-erneuerbare-energien.pdf