Der Entwurf verspricht, dass Leistungen künftig automatisch angeboten werden. Das ist ein gutes Ziel. Es funktioniert aber nur, wenn die Behörden ihre Daten austauschen können. Dafür müssen die Register modern und miteinander vernetzt sein.
Davon sind wir weit entfernt. Ein Gutachten für den Nationalen Normenkontrollrat hat schon 2017 rund 214 Register gezählt, viele doppelt geführt und ohne gemeinsame Kennung. Das Gutachten rechnet vor, dass moderne Register Bürger*innen, Unternehmen und Verwaltung zusammen rund 6 Milliarden Euro im Jahr sparen könnten. Dem stehen einmalig rund 2,5 Milliarden Euro an Kosten gegenüber.
Passiert ist seitdem zu wenig. 2025 hat der Normenkontrollrat erneut gemahnt, die Registermodernisierung müsse „dringend beschleunigt werden“. Den Großteil der Arbeit tragen die Kommunen, die viele dieser Register führen. Ohne Unterstützung des Landes kommen sie dabei nicht schnell genug voran.