Wir glauben, dass die digitalen Einzellösungen von Behörden, Kommunen und Hochschulen sowie deren IT-Dienstleistern, oftmals ineffizient und unwirtschaftlich sind. Die meisten Verwaltungsprozesse können einheitlich gestaltet werden. Das spart Einzelkonfigurationen, Einzelberatungen und teure Wartungskosten. Wo es geht, sollten standardisierte Lösungen den Vorrang haben. Dies kann nicht nur durch Open Source Lösungen oder Eigenentwicklungen erreicht werden, sondern insbesondere mit Hilfe von standardisierten Schnittstellen. Dies erleichtert die Anbindung und den Austausch von Inhalten in Fachverfahren massiv und verkürzt Wartezeiten bis neue Software effizient genutzt werden kann. Zusätzlich verringern Standardschnittstellen die Abhängigkeiten von Herstellern der Softwareprodukte, die sich nicht so einfach austauschen lassen, beispielsweise Einwohnermeldewesenanwendungen.
Bei diesem digitalen Wandel sollten neben den Beschäftigten und den Personalvertretungen insbesondere auch die Behördenleitungen mitgenommen werden; denn Digitalisierung in Organisationen gelingt nur in gemeinsamer Aktion.
Nordrhein-Westfalen hat die meisten Hochschulen in der Bundesrepublik. Hochschulen sind mit Lehre und Forschung Teil einer kritischen Infrastruktur und sollten bei Digitalisierung immer ausdrücklich mitgenannt werden. Zusätzlich entstehen an Hochschulen derzeit weitere Rechenzentren, die es nicht zwingend benötigt, wenn Rechenzentren gebündelt und gemeinsam genutzt werden. Auch den Aufbau von Ausweichrechenzentren erleichtert eine gemeinsame Infrastruktur. Dies schafft wiederum Sicherheit im Notfall.