Die Verkehrswende im ländlichen Raum scheitert in der Realität oft nicht am fehlenden Willen, sondern an der Haushaltsnotlage vieler Kommunen. Solange der kommunale ÖPNV-Zuschuss faktisch eine freiwillige Leistung bleibt, ist er bei knappen Kassen ein wiederkehrender Streichposten. Regionale Schnellbusse und On-Demand-Verkehre, die Schienenhaltepunkte als Zubringer stärken sollen, lassen sich jedoch nur mit langfristiger Planungssicherheit etablieren. Werden diese Budgets jährlich infrage gestellt, können Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen keine verlässlichen Netze aufbauen. Gerade Pendlerinnen und Pendler in ländlich geprägten Regionen – wie etwa am Niederrhein – brauchen dauerhaft gesicherte Anschlüsse und Takte, um verlässlich ohne Auto mobil zu sein. Eine gesetzliche Aufwertung zur Pflichtaufgabe inklusive der entsprechenden Gegenfinanzierung durch das Land ist der entscheidende strukturelle Hebel, um Mobilität als echte Daseinsvorsorge flächendeckend krisenfest zu machen.
| Kapitel: | Ein Land der Innovation und Nachhaltigkeit |
|---|---|
| Antragsteller*in: | KV Wesel (dort beschlossen am: 28.10.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | Gestern, 10:06 |