Fahrzeugengpässe bei einzelnen Verkehrsunternehmen führen im SPNV in NRW regelmäßig zu drastischen und langanhaltenden Einschränkungen für die Fahrgäste. Die Situation bei der RheinRuhrBahn, bei der Pendlerinnen und Pendler über Jahre hinweg unter Zugausfällen von teils bis zu 40 Prozent litten, zeigt die strukturelle Verwundbarkeit des Systems. Der freie Markt hält für solche Krisen, speziell für Dieselnetze, keine kurzfristig anmietbaren Ersatzfahrzeuge vor. Ein strategischer, durch das Land finanzierter Fahrzeugpool schließt diese Lücke. Durch die landesseitige Übernahme der Vorhaltekosten und die flexible Vermietung im Bedarfsfall können Ausfälle minimiert und Nachfragespitzen bei Großveranstaltungen gezielt aufgefangen werden. Darüber hinaus ist diese Reserve in den kommenden Jahren unabdingbar: Wenn bei der schrittweisen Umstellung von Bestandsflotten auf Batterie- und Wasserstoffzüge Lieferverzögerungen oder verlängerte Werkstattaufenthalte auftreten, verhindert der Fahrzeugpool, dass die Verkehrswende zulasten des tagesaktuellen Angebots geht.
| Kapitel: | Ein Land der Innovation und Nachhaltigkeit |
|---|---|
| Antragsteller*in: | KV Wesel (dort beschlossen am: 28.10.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | Gestern, 10:20 |