(einstimmiger Beschluss des AK Soziales der Kölner Grünen vom 7.10.2026)
Viele Fragen - auch kritisch - warum in einem so reichen Land Menschen auf der Straße leben. Grund sind die teils nicht menschenwürdigen Verhältnisse in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe mit Vier- oder gar Achtbettzimmern, in heruntergekommenen Beherbergungsbetrieben, mangelnder Sicherheit etc. Hierfür braucht es definierte Mindeststandards, die nicht unter denen des Strafvollzugs liegen dürfen.
Während das vorbildliche Programm Housing First ausgebaut werden muss, ist es aufgrund mangelnder Wohnungen in Großstädten wie Köln und aufgrund der hohen Gesamtkosten inkl. optionaler Betreuung nicht für alle Betroffenen finanzierbar und geeignet. Eine ralistische und von vielen Fachleuten und Wohnungsaktivisten geforderte Zwischenlösung, ist die Umwandlung bestehenden Unterkünfte mit abschließbaren Einzelzimmern, die mehr Privatsphäre, Sicherheit und Menschenwürde bieten. Hierfür benötigen die Kommunen jedoch zwingend Unterstützung.
Zielgruppenspezifische Angebote sind notwendig, aber nicht nur für Jugendliche und Frauen, deshalb sollte die Formulierung hier nicht nach einer abschließenden und ausschließenden Aufzählung klingen. Es gibt auch viel zu wenig Einrichtungen für Wohnungslose mit Hund oder für queere Menschen. Auch dies ist ein Grund warum, einige lieber "auf der Platte" campieren.
| Kapitel: | Ein Land der Solidarität |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Marc Kersten (KV Köln) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 25.10.2026, 14:31 |