(einstimmiger Beschluss des AK Soziales der Kölner Grünen vom 7.10.2026)
Um es auf den Punkt zu bringen: Solange wir obdach- und wohnungslosen Menschen aus Osteuropa keinen gleichwertigen Zugang zum entsprechenden Hilfesystem geben, werden wir Obdachlosigkeit nicht überwinden können!
In Großstädten wie Köln oder Berlin, machen so genannte EU-Migrant*innen (vornehmlich aus Polen und Rumänien, viele davon seit der Pandemie hier gestrandet) nach Schätzungen mindestens 40% der Straßenobdachlosen aus. Was viele nicht wissen: Sie haben keinen gesicherten Zugang zum größten Teil der Hilfsangebote, weil sie arbeitslos oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen sind, und weder sozialversicherungsrechtliche Absicherung haben noch nachweisen können, mindestens 5 Jahre ununterbrochen ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland zu haben.
Dadurch werden sie wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Viele Unterkünfte lehnen sie ab, weil es für sie nicht refinanzierbar ist.
Wer Obdachlosigkeit wirklich überwinden will, muss aus dieser Falle der Ungleichbehandlung ausbrechen. Ansonsten scheitern auch die besten Lösungsansätze, weil sie einen großen Teil der Betroffenen ausgrenzen.
| Kapitel: | Ein Land der Solidarität |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Marc Kersten (KV Köln) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 25.10.2026, 14:42 |