Begründung:
Der bisherige Text benennt zentrale Probleme der Geburtshilfe, bleibt bei der Hebammenversorung und den konkreten Handlungsmöglichkeiten des Landes jedoch zu allgemein.
Im örtlichen Autausch mit Hebammen wurde von einer fehlenden systematischen Erfassung der Versorgungslücken berichtet. Informationen über freie Kapazitäten laufen häufig über persönliche Kontakte unter Kolleginnen. Die Vermittlung durch den ASB Hebammenzentrale zeigt, wie wichtig verlässliche Anlaufstellen sind. Diese Arbeit braucht tragfähige Strukturen und darf nicht vom zusätzlichen Engagement Einzelner abhängen.
Hebammenambulanzen und mobile Angebote können Versorgungslücken gezielt schließen. Dafür müssen auch Koordination und organisatorische Kosten finanziert werden. Der Antrag nimmt deshalb die gesamte Versorgung von Schwangerschaft bis ins Wochenbett in den Blick.
Bayern zeigt, dass Länder freiberufliche Hebammen auch unmittelbar finanziell unterstützen können. Da eine zusätzliche Versorgungswirkung des dortigen Hebammenbonus bislang nicht ausreichend belegt ist, soll die Förderung in NRW am regionalen Bedarf ausgerichtet und ihre Wirkung überprüft werden. Ergänzende Anreize für Schwangerschafts- und Wochenbettbetreuung berücksichtigen auch Hebammen, die keine Geburten begleiten.
| Kapitel: | Ein Land der Solidarität |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Schabestan Gafori (KV Mettmann) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | 30.10.2026, 13:56 |