Die Geburtshilfe in NRW steht unter erheblichem Druck. Entscheidend für ein gutes Geburtserleben sind Zeit für Aufklärung, Mitentscheidung und persönliche Zuwendung, und die Erfahrungen unter der Geburt können Gesundheit und Vertrauen langfristig prägen. Die bisherige Formulierung „Gewalt bei der Geburt“ wurde ersetzt, weil sie als pauschaler Vorwurf an das Gesundheitspersonal verstanden werden kann. Die Ursachen für Belastungen im Geburtserleben liegen aber vor allem in den Rahmenbedingungen: Personalmangel, Zeitdruck und fehlende Eins-zu-Eins-Betreuung. Darunter leiden Gebärende ebenso wie Hebammen, Pflegekräfte und Ärzt*innen, die oft selbst am Limit arbeiten. Die neue Formulierung benennt das Anliegen einer respektvollen, selbstbestimmten Geburt weiterhin deutlich, verortet das Problem aber in den strukturellen Bedingungen und fügt sich damit stimmig in die Forderungen des Absatzes nach besseren Arbeitsbedingungen, fairer Vergütung und verlässlichen Strukturen ein.
| Kapitel: | Ein Land der Solidarität |
|---|---|
| Antragsteller*in: | LAG Gesundheit NRW (dort beschlossen am: 31.10.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Eingereicht: | Heute, 19:35 |