Sinti*zze und Rom*nja sind seit Jahrhunderten Teil unserer Gesellschaft und gestalten Nordrhein-Westfalen in allen Lebensbereichen mit. Ihre Geschichte darf nicht auf Verfolgung, ihre Gegenwart nicht auf Diskriminierung oder Migration reduziert werden. Ihre gesellschaftlichen Beiträge und ihre kulturelle Selbstbestimmung verdienen mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und verlässliche Unterstützung.
Projekte wie das Djelem Djelem Festival in Dortmund und die Arbeit von Selbstorgansationen zeigen beispielhaft, wie kulturelle Selbstorganisation, gesellschaftliche Teilhabe, Beratung und Bildung miteinander verbunden werden können. Gleichzeitig stehen solche Initiativen vor der Herausforderung befristeter Projektmittel und begrenzter personeller Ressourcen. Das Land sollte deshalb stärker zur langfristigen Finanzierung selbstorganisierter Kultur-, Beratungs- und Bildungsstrukturen beitragen.