Viele Unterstützungsleistungen an Schulen setzen erst dann ein, wenn Probleme bereits deutlich sichtbar geworden sind. Schulbegleitung wird dabei meist für einzelne Kinder beantragt und bewilligt. Das ist in vielen Fällen wichtig und richtig, führt aber oft dazu, dass erst reagiert wird, wenn ein hoher Unterstützungsbedarf bereits entstanden ist.
Deshalb sollten Kommunen die Möglichkeit bekommen, auch präventive Modelle zu entwickeln, zu erproben und umzusetzen. Ziel muss sein, Kinder frühzeitig zu unterstützen, bevor Schwierigkeiten größer werden und aufwendige Maßnahmen notwendig machen. Schulen erleben jeden Tag, dass viele Herausforderungen nicht nur einzelne Kinder betreffen, sondern ganze Lerngruppen oder Klassen. Hier können flexible Unterstützungsangebote oft wirksamer sein als eine reine Einzelfallbetrachtung.
Kommunen kennen die Situation vor Ort und die Bedürfnisse ihrer Schulen am besten. Sie sollten deshalb die Freiheit haben, gemeinsam mit Schulen, Jugendhilfe und weiteren Partnern passende Konzepte zu entwickeln und auszuprobieren. So können neue Wege gefunden werden, um Kinder schneller und bedarfsgerechter zu unterstützen.
Prävention hilft nicht nur den betroffenen Kindern, sondern entlastet auch Lehrkräfte, Schulbegleitungen und Familien. Gleichzeitig können vorhandene Mittel sinnvoller eingesetzt werden, wenn Probleme früh erkannt und aufgefangen werden. Eine Öffnung für präventive Modelle schafft deshalb die Möglichkeit, Unterstützung dort anzubieten, wo sie gebraucht wird – frühzeitig, flexibel und mit Blick auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen.