Die Förderung grundlegender Lese-, Schreib-, Rechtschreib- und Rechenkompetenzen ist eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Bildungsbiografien und gesellschaftliche Teilhabe. Der IQB-Bildungstrend 2021 zeigt erhebliche Kompetenzdefizite bereits am Ende der Grundschulzeit. In Nordrhein-Westfalen verfehlten 22 % der Viertklässler*innen den Mindeststandard im Lesen, 33 % in der Orthografie und 28 % in Mathematik. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer frühzeitigen und systematischen Förderung (Stanat et al., 2022).
Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz empfiehlt deshalb, wissenschaftlich fundierte Diagnose- und Förderverfahren verbindlich im Schulalltag zu verankern. Zugleich betont sie die Notwendigkeit zusätzlicher personeller, zeitlicher und finanzieller Ressourcen für Schulen mit besonderen sozialen und pädagogischen Herausforderungen, um Bildungsungleichheiten wirksam entgegenzuwirken (SWK, 2022).
Der Änderungsantrag wurde im AK Bildung (KV Köln) am 22.10.2026 beschlossen.
Quellen:
Stanat, P., Schipolowski, S., Schneider, R., Sachse, K. A., Weirich, S., & Henschel, S. (Hrsg.). (2022). IQB-Bildungstrend 2021: Kompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik am Ende der 4. Jahrgangsstufe im dritten Ländervergleich.Waxmann.
Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK). (2022). Basale Kompetenzen vermitteln – Bildungschancen sichern: Perspektiven für die Grundschule.