Kinder und Jugendliche mit komplexen Unterstützungsbedarfen brauchen verlässliche Hilfe, keine Zuständigkeitsdebatten. In der Praxis müssen Familien häufig zwischen Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Gesundheitswesen und Pflege vermitteln, obwohl sie bereits durch die Versorgung und Begleitung ihrer Kinder stark belastet sind.
Eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe muss mehr leisten, als unterschiedliche Hilfesysteme nebeneinander bestehen zu lassen. Sie muss Verantwortung bündeln, Übergänge absichern und Unterstützung konsequent vom Kind aus denken.
Notwendige Hilfen dürfen weder durch bürokratische Verfahren verzögert noch durch Zuständigkeitswechsel unterbrochen werden. Unabhängige Beratung und verbindliche Koordination sollen Familien entlasten und die tatsächliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen sichern.
Kinder haben einen Anspruch auf Unterstützung, keinen Auftrag, sich durch den Zuständigkeitsdschungel zu kämpfen.