| Veranstaltung: | Landesdelegiertenkonferenz 20./21. Juni 2026 in Troisdorf |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 8. Verschiedenes |
| Antragsteller*in: | Max Lucks (KV Bochum) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 09.05.2026, 11:16 |
V-13: Lebensqualität statt Autobahnwahn – Milliardengrab A40- und A43-Ausbau stoppen, Grummer Deckel erhalten!
Antragstext
5. Eine kritische Überprüfung der Bedarfsplanmaßnahme „Projekt: A40 - NW - AD Bo
chum-West (A 448) AK Bochum (A 43) - A40-G40-NW - VB-E sowie Projekt: A40 - NW -
AK Bochum (A 43) AK Dortmund-West (A 45) - A40-G50-NW VB“ aus dem
Bundesverkehrswegeplan 2030 unter Berücksichtigung der Klimaziele, des
Flächenverbrauchs und der sozialen Folgen.
Der geplante Ausbau der A40 und A43 im Bochumer und Dortmunder Stadtgebiet ist
ein verkehrspolitisches Projekt aus der Vergangenheit. Während die Klimakrise
eskaliert und Städte dringend lebenswerter, grüner und resilienter werden
müssen, soll mitten im Ruhrgebiet weitere Autobahninfrastruktur geschaffen
werden.
Besonders gravierend ist der geplante Abriss des Grummer Deckels. Der
Autobahndeckel schützt die angrenzenden Wohngebiete seit Jahren vor Lärm und
Abgasen. Der darauf entstandene Park ist ein wichtiger Aufenthalts-, Erholungs-
und Grünraum für die Menschen im Stadtteil. Sein Verlust würde die
Lebensqualität vieler Anwohner*innen massiv verschlechtern.
Darüber hinaus drohen Wohnhäuser abgerissen und Unternehmer*innen enteignet zu
werden. Für uns ist klar: Menschen und gewachsene Stadtteile dürfen nicht den
Interessen einer veralteten Verkehrspolitik geopfert werden. Gerade in dicht
besiedelten Städten wie Bochum braucht es Schutz von Wohnraum, sozialer
Infrastruktur und urbanem Grün – nicht deren Zerstörung.
Die Erweiterung der A40 ist Teil der Bedarfsplanmaßnahme „A40 – NW – AD Bochum-
West (A448) – AK Bochum (A43)“ des Bundesverkehrswegeplans 2030. Ebenso ist die
sechsspurige Erweiterung der A40 zwischen dem Autobahnkreuz Bochum und dem
Autobahnkreuz Dortmund-West im sogenannten „vordringlichen Bedarf“ enthalten. Im
Bereich Bochum soll der Ausbau gemeinsam mit der Erweiterung der A43 umgesetzt
werden.
Doch mehr Autobahnen lösen die Verkehrsprobleme des Ruhrgebiets nicht.
Zusätzliche Fahrspuren erzeugen zusätzlichen Verkehr, erhöhen die Belastung für
Mensch und Umwelt und stehen im direkten Widerspruch zu den deutschen und
europäischen Klimazielen. Statt Milliarden in den Ausbau der A40 und der A43 zu
investieren, müssen die Mittel in eine moderne Mobilitätswende fließen: in einen
leistungsfähigen Nahverkehr, sichere Radwege und eine bessere
Schieneninfrastruktur.
Unterstützer*innen
- Michael Röls (KV Dortmund)
- Nina von Witzleben (KV Bochum)
- Julia Müller (KV Bochum)
- Antje Westhues (KV Bochum)
- Andreas Schabbing (KV Bochum)
- Emelie Segler (KV Bochum)
- Timo Eismann (KV Recklinghausen)
- Ralf Streil (KV Bochum)
- Patrick Voss (KV Dortmund)
- Leah Anna Strogilakis (KV Bochum)
- Svenja Kaczorowski (KV Bochum)
- Christoph Neumann (KV Dortmund)
- Laura-Sophie Frank (KV Dortmund)
- Lars Sieger (KV Bochum)
- Oliver Buschmann (KV Bochum)
- Clemens Landwehr (KV Bochum)
- Florim Iseini (LV Grüne Jugend NRW)
- Brigitte Kapahnke (KV Bochum)
- Jürgen Feld (KV Bochum)
- Fabian Krömling (KV Bochum)
- Paula Becker (KV Bochum)
- Niels Berkenhoff (KV Dortmund)
- Ronja Reyes Henriquez (KV Bochum)
- Mel Dunin-Majewski (KV Duisburg)
- Astrid Platzmann-Scholten (KV Bochum)
- Moritz Oberberg (KV Bochum)
- Marc Lemke (KV Bochum)
- Samir Khayat (KV Bochum)
- Monika Engel (KV Bochum)
- Paul Patrick Nelles (KV Bochum)
- Michele Marcel Wörle (KV Dortmund)
- Jan Eckhoff (KV Hagen)
- Kerim Ali Yavuz (KV Bochum)
- Vassiliki Stadimos (KV Bochum)
- Franca Fischer (KV Dortmund)
- Franziska Piorrek (KV Bochum)
- Marta Tas (KV Bochum)
- Marion Kössler (KV Bochum)