Änderungen von V-08 zu V-08
| Ursprüngliche Version: | V-08 (Version 1) |
|---|---|
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 08.05.2026, 11:19 |
| Neue Version: | V-08 (Version 2) |
|---|---|
| Status: | Beschluss |
| Eingereicht: | 29.06.2026, 15:31 |
Titel
Antragstext
Von Zeile 5 bis 10:
Fürsorge – und werden dennoch stigmatisiert und strukturell benachteiligt. Diese Benachteiligung trifft auch ihre Kinder und führt zu einer hohenhohen Armutsgefährdung trotz enormer Leistung und einer hohen Erwerbsquote. Mit einem Armutsrisiko von 43 % sind sie so stark von Armut betroffen wie keine andereandere Familienform. Diese Armut ist kein vorübergehender Zustand, sie setzt sich strukturell in Altersarmut fort. Unterbrochene Erwerbsbiografien, Teilzeit und unbezahlte Care-Arbeit wirken sich direkt auf Rentenansprüche aus. Hunderttausende ältere Frauen, die ihre Kinder bereits allein großgezogen haben, tragen diese Folgen heute: als Rentnerinnen in Altersarmut. Alleinerziehende Mütter sind häufiger von Armut betroffen als alleinerziehende Väter. Dies liegt u.a. daran, dass alleinerziehende Väter
Von Zeile 16 bis 17:
BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN NRW setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen fürfür Alleinerziehende auf Landes- und Bundesebene zu verbessern:
Von Zeile 35 bis 37:
Nicht nur die Justiz, sondern auch Behörden wie das Jugendamt
oder auch, das Jobcenterundoder Sozialamt müssen dringend zu allen Formen der Partnerschaftsgewalt, Machtdynamiken und Täterstrategien sensibilisiert
Von Zeile 44 bis 49:
Die aktuelle Wohnungskrise trifft Alleinerziehende, deren Armutsrisiko bei 43%43% liegt, besonders hart. Dabei ist für das psychische Wohlbefinden von Kindern und ihrem Elternteil eine geeignete Wohnung in einem sicheren Mietverhältnis als stabiler Rückzugsort essentziell. Mit dem Thema Wohnen gehen viele andereandere Herausforderungen oderund Lösungen einher, wie bspw. die Unterstützung durchdurch Gemeinschaft und Nähe zu Infrastruktur.
Von Zeile 51 bis 68:
eine gezielte Vergabe von öffentlich gefördertem Wohnraum
anan Alleinerziehende.
die Vorhaltung von öffentlich geförderte
nm Wohnraum fürgewaltbetroffenegewaltbetroffene Frauen, die aus der gemeinsamen Wohnung mit dem Partner odereinemeinem Frauenhaus ausziehen wollen/müssen.
gemeinschaftliche Wohnformen für Alleinerziehende. Beispielsweise
durchdurch die öffentliche Förderung gemeinschaftlicher Wohnprojektefürfür Alleinerziehende und den Abbau von Benachteiligung beiTransferleistungenTransferleistungen und der Steuerklasse für Alleinerziehende, die in eineWohngemeinschaftWohngemeinschaft ziehen.
Beim Zuschnitt neuer Bauvorhaben von öffentlich gefördertem Wohnraum
undund Genossenschaften müssen die Anforderungen von Ein-Eltern-Familien,alsoalso kostengünstige, kompakte Wohnungen mit einem Schlafzimmer für jedePerson,Person, berücksichtigt werden. Eine von der Fläche her passende Wohnung ist oftsoso geschnitten, dass es nicht genügend Schlafzimmer gibt, da Wohnungenimmerimmer noch für Singles, Paare und Paarfamilien geplant werden. Bei derVergabeVergabe von Sozialwohnungen muss die Zahl der Zimmer ausschlaggebend sein,auchauch bei jüngeren Kindern, nicht lediglich die Zahl der Quadratmeter.
Von Zeile 70 bis 78:
Wenn ein unterhaltsspflichtiger Elternteil den Unterhalt nicht zahlt, geht derder Staat in Vorleistung und gewährt einen Mindest-Unterhaltsvorschuss, der lautlaut Gesetz vom zahlungspflichtigen Elternteil zurückgezahlt werden muss. DasDas Unterhaltsvorschussgesetz sowie die Praxis der unzureichenden Rückforderung sind derzeit höchst ungerecht und benachteiligen vor allem Alleinerziehende und ihre Kinder. Wir werden uns dafür einsetzen, dass jedes Kind die ihm rechtlichrechtlich zustehenden finanziellen Mittel bekommt, indem
das Kindergeld nicht mehr, wie in der bisherigen Regelung, vollständig
vomvom Unterhaltsvorschuss abgezogen wird.
Von Zeile 83 bis 89:
auch nach dem 12. Lebensjahr nicht vom Einkommen des betreuenden[Leerzeichen]Elternteils abhängt. Alleinerziehende brauchen keine Arbeitsanreize,[Leerzeichen]sondern ihre Kinder brauchen den Lebensstandard, der ihnen zusteht,[Leerzeichen]auch nach dem 12. Lebensjahr!
die Rückgriffquote, die aktuell bei nur 17% liegt,
aufauf unterhaltspflichtige Elternteile deutlich erhöht wird. Dazu solleineeine Reform zwischen Bund, Ländern und Kommunen erarbeitet und eine nationale
Von Zeile 91 bis 99:
die Antragstellung für den Unterhaltsvorschuss
vereinfachter, schnellervereinfacht, schneller und unbürokratischer erfolgt. Insbesondere darfdiebei Antragstellungnichtnicht von der Alleinerziehenden eine finanzielle Vorleistung imRahmenRahmen gerichtlicher Verfahren, beispielsweise zur Feststellung derVaterschaft,verlangenVaterschaft, verlangt werden.
langfristig die Holschuld der Alleinerziehenden durch eine Bringschuld des[Leerzeichen]zahlungspflichtigen Elternteils ersetzt wird. Das heißt, ein Elternteil,[Leerzeichen]das nicht zahlt, muss den Staat um den Vorschuss bitten. Tut er dies nicht, ist automatisch auch die o.g. Inkassostelle zuständig.
Von Zeile 101 bis 106:
Obwohl Alleinerziehende extrem viel leisten, erleben sie an vielen StellenStellen strukturelle Diskriminierung, sei es durch Gesetze oder andere Strukturen undund gesellschaftliche Erwartungen. Daher fordern wir
die Aufnahme der Familiensituation ins Allgemeine
GleichbehandlungsgesetzGleichbehandlungsgesetz (AGG), inklusive des Status „alleinerziehend“ für effektiven Schutzvorvor Benachteiligung im Beruf, bei der Wohnungssuche und im Alltag.
Von Zeile 109 bis 117:
Betroffene befähigt werden, sich zu wehren. So kann Diskriminierung
wirklich geahndet und durch Präzendenzfälle wirksam entgegengewirkt
werden.
eine faire Besteuerung. Aktuell werden Alleinerziehende in
DeutschlandDeutschland steuerlich etwa doppelt so stark belastet wie im OECD-Durchschnitt.SieSie versorgen mindestens ein Kind, das nicht arbeiten kann undwerdenwerden gegenüber verheirateten Paaren aus zwei Erwachsenen steuerlichmassivmassiv benachteiligt. Stattdessen sollen Alleinerziehende, insbesonderemitmit geringem Einkommen, entlastet werden, beispielsweise durch eine
Von Zeile 120 bis 135:
dass bei jeder Kindergelderhöhung der SGBII-Regelsatz für Kinder
inin gleicher Höhe steigt.
volle Lohnfortzahlung für Eltern kranker Kinder. Die Lohneinbußen
durchdurch Kinderkranktage treffen Alleinerziehende besonders. Damit Elterndiedie Gesundheit ihres Kindes und anderer schützen können, müssen diese auch bei Krankheit der Kinder, analogzu eigenerzur eigenen Krankheit, volleLohnfortzahlungLohnfortzahlung bekommen.
Ermöglichung von politischer Teilhabe durch
familienfreundlichefamilienfreundliche Strukturen, um ein Mandat ausüben zu können. Der politische Betriebmussmuss Rücksicht auf Betreuungsrealitäten nehmen. Die eigenepolitischepolitische Beteiligung von Alleinerziehenden ist nicht nur wichtig für einegerechtegerechte Teilhabe, sondern stellt auch sicher, dass bei der Gesetzgebungdiedie Interessen der Alleinerziehenden berücksichtigt werden.
dass der Umgang mit einem anderen Elternteil bei der Berechnung
vonvon Ansprüchen nicht zu finanziellen Nachteilen führt. Stattdessen sollendiedie finanziellen Mehrbelastungen durch Umgang berücksichtigt werden.
Von Zeile 137 bis 144:
Alleinerziehende leisten unglaublich viel und opfern ihre eigene sozialesoziale Absicherung oftmals dafür, für ihre Kinder da zu sein. Sie leisten mit ihrerihrer Erziehungsarbeit einen erheblichen gesellschaftlichen Beitrag. Gleichzeitig gibt es eine massive Gerechtigkeitslücke. Daher schlagenschlagen wir vor,
Alleinerziehenden für die Betreuung minderjähriger Kinder pro Jahr einen zusätzlichen halben Rentenpunkt gutzuschreiben.
Einen Rechtsanspruch für Alleinerziehende auf flexible und planbare Arbeitszeiten einzuführen.
- für jedes Jahr der Hauptsorgeverantwortung für minderjährige Kinder zusätzlichen Rentenanspruch zu gewähren
- Arbeitgeber sollen verpflichtet werden, innerhalb der betrieblichen Möglichkeiten die Vereinbarkeit von Alleinerziehenden durch Flexibilität und Planbarkeit zu ermöglichen.
Von Zeile 147 bis 152:
sowie weitere Maßnahmen zur Vermeidung von Altersarmut bei Alleinerziehenden zu entwickeln.
Für ältere Frauen, die in der Vergangenheit als Alleinerziehende Kinder aufgezogen haben und heute von Altersarmut betroffen sind, eine rückwirkende Höherbewertung von Erziehungszeiten in der Rentenberechnung einzuführen sowie bestehende Rentenansprüche durch ergänzende Leistungen aufzustocken.
Die informelle Betreuungsleistung von Großeltern für Kinder Alleinerziehender rentenrechtlich anzuerkennen und niedrigschwellige Entlastungsangebote für betreuende Großeltern bereitzustellen, denn Großeltern sind in der Praxis die häufigste informelle Stütze alleinerziehender Familien und opfern dafür oft eigene Rentenansprüche.
Als gleichwertige Familienform wollen wir die Lebensrealität vonvon Alleinerziehenden - in engem Austausch mit der Zivilgesellschaft - in allenallen Bereichen unseres politischen Handelns mitdenken, um strukturellestrukturelle Benachteiligung einzudämmen.